Mit der Tür gleich frisch ins Bürgerportal fallend: Es geht um die Idee bzw. das Projekt, das im Entwurf, so wie oben zu sehen, heißen und das realisieren soll, was unter dem Logo steht:

„Wissen weist Wege – Die Bildungsbegleiter“ …

… wäre in realisierter Form die primär schulflankierende, übergreifend systematisch organisierte Bildungsbegleitung und -betreuung für jugendliche Flüchtlinge / Migranten der Sekundarstufen I und II, also in der Altersgruppe von 10 Jahren aufwärts.

„Wir schaffen das …“ – Und das „Wir“ ist hier …

Zu leisten – wie manche und neuerdings so beherzt ausgelagert staatliche oder innerhalb des großen Apparates von „oben“ nach „unten“ freundlich hinweg delegierte Aufgabe – auf der kommunalen Ebene durch ein dort aufzubauendes und effektiv zu steuerndes Netzwerk aus ehrenamtlichen und / oder honorarbasierten Kräften (auf den Aspekt der „Honorarkräfte“ später noch einmal zurückzukommen).

Ganz im Groben – und im Konjunktiv …

In „vorweggenommener Aktion“ würden die einzelnen Bildungsbegleiter oder  -Teams in enger Absprache und Kooperation mit betreffenden Lehrkörpern unmittelbar an den Zielschulen operieren, der Bedarfslage entsprechend im Rahmen von Einzel- oder Kleinstgruppen-Betreuung, der Intensität des Betreuungsbedarfs angemessen.

Aus solchen Schulbetreuungen könnten sich in wiederum übergreifend konzentrierter Bedarfserkennung und Potentialermittlung ggf. dann auch neue, ergänzende und weiterführende Projekte ergeben (etwa im Bereich Sport, Kultur, aber auch Berufsorientierung etc.), die per informatorischer und organisatorischer Synergie, durch jeweilige Zusammenführung von Potentialen und Bedarfen entsprechend koordiniert entwickel- und umsetzbar wären.

I had an idea – Dank gegebener Inspiration per „MiKibU“

Inspiration zur Idee für dieses mögliche Projekt war / ist das genau in oben skizziertem Sinne und seit mehreren Jahren bewährt funktionierende Projekt „MiKibU“ = „Migrantenkinder brauchen Unterstützung“.

Das wurde bereits 2007 aus dem „Integrationsrat“ (ja, ganz recht, aus DEM „Integrationsrat“ …) heraus von Dirk Cromme und Klaus Farber ins Leben gebracht.

Mittlerweile leistet MiKibU unter Leitung von Dirk Cromme in hervorragender Weise genau eine solche schulflankierend organisierte Begleitung und Betreuung im Primarbereich, also für Schulkinder im Alter bis 10 Jahren.

Aber: Was kommt nach MiKibU …?

Viele interessante Gespräche und nicht weniger spannende Recherchen ergaben, dass es eben diese Art nachfassender wie verdichtender, rahmender wie führender und bereits derzeit dringend notwendiger Bildungsbegleitung / -betreuung für eben die Zielgruppe der 10 – 20jährigen, also im Bereich Sek. I und II bzw. Berufsschule (noch) nicht gibt.

Synergien wären nicht nur sinnvoll, sondern Voraussetzung

Zumindest gibt es das wohl noch nicht nicht in einem übergreifend und strukturiert organisierten Rahmen, der

  • vorhandene Potentiale an Personal, Sach- wie Geldmitteln, aber genauso auch „Bedarf“ und nicht zuletzt Information (!) effektiv zusammenführte,
  • neue Quellen wie Zugänge erschlösse oder auch neue Projekte per Koordination und Konzentration von „verteilten“ Ressourcen entwickelte,
  • dabei Synergien zwischen horizontal wie vertikal vorhandenen Strukturen stiftete und nutzte,
  • auch bspw. zentrale Serviceleistungen für einzelne Akteure erbrächte, etwa auf dem Feld eines rundlaufenden Informationstransfers, der Weiterbildung, der Möglichkeiten des Fördermittel-Zugangs, Projekt-Anschlusses  usw.

Eine Aufgabe mit „Hallo“ oder Lücken mit Tücken bzw. Tiefen …

Und gerade die 10 – 20jährigen stellen eine, wenn nicht sogar die entscheidende Anker-Gruppe für das langfristig stabile Gelingen von Integration dar.

Zugleich hätte eine solche Bildungsbegleitung / -betreuung allerdings bereits aus der Zielgruppe selbst heraus ein besonderes Anspruchsniveau:

  • Zum einen rein stofflich, also bezogen auf die jeweiligen Inhalte oder Curriculae der Sekundarstufe I, erst recht II;
  • zum anderen vor allem auch menschlich, d.h. bezogen auf die ganz eigene Charakteristik oder Problematik gerade dieser Altersgruppe (und das ja bereits ohne Migrations- / Fluchthintergrund …).

Anspruchsniveau ggf. mit Honoraranspruch

In diesem Zusammenhang und im Sinne einer gerade hier wesentlich längerfristigen „Stabilität im System“, ergab sich auch der sehr bedenkenswerte Hinweis, dass ein solches Projekt ggf. gar nicht erst (ausschließlich …) mit ehrenamtlichen, sondern sogar von vornherein (auch …) mit Honorarkräften aufgesetzt werden müsse.

Was per Konsequenz natürlich wiederum einen bereits startunmittelbaren „Finanzierungsdruck“ bedeutete.

„Wissen weist Wege“ –  Und zeitige Erkenntnis erspart Umwege

Dessen zunächst ungeachtet: Die Idee selber sei gut, der Bedarf zweifelsfrei gegeben und der hiesige Raum noch nicht entsprechend „bearbeitet“

– Soweit das Fazit aller Vorsondierungen auf dem „Wege zum Wissen“.

An der Stelle auch noch einmal Dank an all die offenen und geduldigen Gesprächspartner, denen ich als „No-Name“ und ohne Anlauf mit meiner halb gegorenen Projektidee „auf die Pelle gerückt“ war.

Bliebe bzw. bleibt also die Frage: Wie ein solches Projekt nun praktisch aufsetzen?

(Fast) Alles da in GL, was gebraucht wird …

Mein Grundgedanke: Da es allein in Bergisch Gladbach bereits eine Fülle und Vielfalt bestehender wie eingeführter und renommierter Institutionen, Einrichtungen, Initiativen, Gruppen etc. gibt (einschließlich engagierter, motivierter und kompetenter Aktivisten verschiedenster Art), braucht es jetzt nicht noch eine weitere und neue „Instanz“, die mit allem von vorn beginnt.

Flüchtlingsarbeit in GL – Ein gut und reich bestelltes Feld

Georg Watzlaweks wie stets informationsdichter Artikel jüngst im Zusammenhang mit dem „Spendenmarathon“ (hier gilt übrigens der zeitlose Gorbi: „Wer zu spät kommt …“) zeigt allein die bemerkenswerte Bandbreite der einschlägigen Aktivitäten und ihrer Träger allein in GL (siehe dazu auch das entsprechende Themen-Archiv des Bürgerportals).

Der kurze Weg zur aufgabenkonzentrierten Effizienz

Sofern eine solche Idee wie „Wissen weist Wege“ (oder wie sonst auch immer benannt) also überhaupt für sinnvoll, nützlich, realisierbar gehalten würde, wäre es vor diesem Hintergrund mindestens praktisch und die Effizienz zum Nutzen der Sache entschieden befördernd,

  • das mögliche Projekt an eine entsprechende, bereits renommiert eingeführte, rechts- wie geschäftsfähig existierende, nicht zuletzt grundfunktionierende „Instanz“ anzudocken,
  • um zeitnah sowie unter Nutzung einer so auch bereits unmittelbar gegeben vitalen Primärsynergie mit der zielführend operativen Arbeit beginnen zu können.

I had an idea – habe aber bei weitem nicht genug Gewicht, sie zu stemmen

Umgekehrt (sowie bewusst ungeachtet aller „politischen“ oder „subpolitischen“ Erwägungen …) bestünden m.E. das ineffektivste Vorgehen, der weiteste Umweg darin,

  • dass irgendein Unbekannter nun einen neuen und ebenfalls zunächst unbekannten Verein als weiteren eigenen „Rechsträger“ gründete bzw. dessen Gründung initiierte (von den zeitfüllenden „Segnungen“ traditionell eigendynamischer „Vereinsmeierei“ gar nicht erst zu reden),
  • um sich dann, sozusagen „hinterher hechelnd“, mit anderen um „Pötte“ und „Personal“ zu kabbeln bzw. in beständiger Selbstrechtfertigung seine nachlaufende Belastbarkeit und Sinnfälligkeit zu beweisen.

Kooperation statt Konkurrenz, Synergie statt Rivalität

Hier machen „markthektische“ Konkurrenz und Rivalitäten keinen Sinn, desto mehr aber Kooperation und Synergie im Sinne der nur durch gemeinsame Mobilisierung und konzentrierte Organisation zu bewältigenden Aufgabe, um die es geht.

Denn Akteure gibt es bereits genügend – Und ganz unabhängig von diesem möglichen Projekt geht es jetzt generell und vor allem

  • um deren intelligente Vernetzung,
  • um das kybernetische Zusammenführen, Abgleichen und Verfügbarmachen von Information,
  • um den ständigen Austausch von Ideen und Bedarfen,
  • um das projektbeweglich übergreifende Bündeln von Ressourcen,
  • um die je aufgabenbezogen zielführende Koordination der unabhängig agierenden Einheiten.

Die Kraft jeden Systems beruht auf zwei Komponenten: Der eingespeisten „Energie“ (bereits reichlich vorhanden) und deren optimaler „Übersetzung“ (noch Luft nach oben …).

Soweit meine Ansicht. Auch das kann natürlich anders gesehen werden. Auf der Linie meiner Auffassung –

Vorschlag zur Agenda oder Erste Schritte zu “Wissen weist Wege” …

  • „WwW- Wissen weist Wege“ (oder wie auch immer) braucht, sofern „goutiert“, die formale, d.h. offiziell  „rechts“- und v.a. „geschäfts“- bzw. kontofähige“ Anbindung an eine passende und bereits stabile Struktur, um i.d.S. gesichert nach außen auftreten, um das notwendige „Personal“ (Ehrenamtler und/oder Honorarkräfte, wie bereits thematisiert) und sofort oder später dann auch benötigte Spenden einwerben zu können;
  • als Kernteam sind m.E. zunächst mindestens (!) fünf „voll“ Aktive notwendig, die gemeinsam alle inhaltlichen, technischen und organisatorischen Grundlagen erarbeiten, ebenso Voraussetzungen und Verfahren der „Personaleinwerbung“, schließlich die Strategie der breit- wie zielöffentlichen Präsentation;
  • insbesondere bedarf es hier auch einschlägiger Kenntnis von Curriculae, schulbetrieblicher Innenstrukturen, soweit möglich nicht zuletzt von Zielgruppen-Hintergrund bzw. Hintergründen (ideal auch Unterstützung durch parallel deutsch- und je fremd-muttersprachlicher Helfer).

Grundvoraussetzungen

  • Neben der schon erwähnt gesichert formal-organisatorischen Einfügung und Rahmen-Funktionalität der Projekteinheit (auch als Grundlage zur „gleichgewichtig” systematischen Synergiefindung- und –bildung auf der horizontalen wie vertikalen Ebene),
  • der „chemischen“, ideellen, fachlichen und operativen Passung wie Arbeitsfähigkeit eines ursprünglichen, sich später notwendig erweiternden Kernteams, kommt es entscheidend auf
  • das quantitative und qualitative (!) Gelingen der „Personal-Rekrutierung“ an (Focus muss hier auch das weitestmögliche Mindern von Fluktuation bzw. das Sicherstellen entsprechender „Reservetiefe“ sein), sowie auf
  • das Bilden wie Pflegen eines gemeinschaftlich motivierenden „Esprit du Corps“ für diese organisatorische und „energetische” Langstrecken-Aufgabe (worauf gerade auch Dirk Cromme zu recht und v.d.H. seiner langjährigen Erfahrung mit MiKibU verweist), ferner auf
  • eine gut organisierte, effektiv rückkoppelnde Weiterbildung und nicht zuletzt auf
  • eine erfolgreiche Finanzierung durch öffentliche und private Projektmittel (was wiederum die Wichtigkeit einer soliden und seriösen Trägerinstanz, wie bereits skizziert, voraussetzt).

Ein Detail, eine Idee noch zum Thema „Personal“

Im Blick auf die „Personalrekrutierung“ könnte eine interessante Idee auch in der Ansprache hiesig lokaler Oberstufen (über Schulleitung und SV) liegen, mit Zielrichtung der Übernahme jeweiliger Betreuungspatenschaften (Vorteil: Altersgruppen-Nähe, Stoffpräsenz, Schulumfeld-Kenntnis) …

Zuletzt: Warum …

… mache und finanziere ich das alles nicht einfach selber? So, wie sich das schließlich auf dem „freien Markt“ gehört – Leider bin ich auch da „ungehörig“, und geht mir das ganze “Marktgeschrei” im Allgemeinen eher auf … Aber Ernst beiseite:

Schlicht mangels materieller Masse, aufgrund persönlicher Einschränkungen und mangels mancher Eigenschaften, die man wohl braucht, um ein solches Projekt im „Vorfeld“ durch sämtliche dicken Bretter bohren und entsprechende „Mentalitätssphären“ (die organisierte Flüchtlingsarbeit hat mittlerweile eben auch ihren ganz eigenen „Stallgeruch“, den man hat oder eben nicht …) „diffundieren“ zu können …

Ist alles auch nicht von Relevanz, denn es geht schließlich nicht um eine Person, sondern um die Idee, das mögliche Projekt, für das, wie gesagt, in GL alles vorhanden wäre, sofern Idee und Projekt für zweckmäßig und dienlich befunden würden …

Für konstruktive Fragen und „Support“ im Rahmen des mir eben eingeschränkt Möglichen, stehe ich in dem Sinne und bei Bedarf jederzeit gern zu Diensten (bin aber kein „zwangsläufiger Beipack”, wenn irgendwer oder -was sich dieser Idee, dieses Projekts annehmen will – das Wesentliche findet sich ja nun hier auch bereits zur freien Verfügung aufnotiert – „Open Source”, sozusagen …).

Kontakt: hagull@t-online.de

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H-G. Ullmann

ist gebührend ratloser Bürger, gelegentlicher Zaungast am Spielfeldrand, findet interessante Gespräche ohne Scheuklappen inspirierend und bewahrt sich den Reiz (manchmal auch fassungslosen) Staunens als Mittel geistiger Ausgeglichenheit.

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