Auf dem Kopfgrundstück zwischen Gleisen und Marktkauf sowie entlang der Gleise soll bis 2020 das Stadthaus für 400 Beschäftigte gebaut werden. 

Der Stadtrat hat am Dienstag mit sehr breiter Mehrheit (gegen zwei der drei Mitglieder der Fraktion Linke/BP) beschlossen, die Planung für den Bau eines großes Stadthauses am S-Bahnhof weiter zu entwicklen. Dabei geht es um Beschaffungsvarianten und Finanzierungsmodelle, aber auch um die Auswirkungen auf den Verkehr in der Innenstadt.

Dabei hat der Rat die Verwaltung aufgefordert, Wettbewerbe auszuschreiben. Sowohl für das mehr als 30 Millionen Euro teure Stadthaus selbst, als auch für die Grundstücke in der Innenstadt, die durch den Abriss der alten Stadthäuser und womöglich auch der Stadtbücherei frei werden, sei eine hohe städtebauliche Qualität wichtig. 

Mehr Infos:
 Basisfakten zum geplanten Stadthaus finden Sie hier
Alle Beiträge zum Stadthaus seit 2013
Debatte in der Facebook-Gruppe „Politik in GL”

Die SPD hatte durchgesetzt, dass auch untersucht wird, was ein Wegzug der Bücherei aus dem ohnehin geschwächten Laurentiusviertel bedeutet. Die CDU und FDP pochten schon bei der inhaltlichen Beratung im Haupt- und Finanzausschuss auf eine strikte Kostendisziplin. Die Alternative, die alten Stadthäuser zu sanieren, wird nicht weiter verfolgt, weil das sehr viel teurer geworden wäre. Die CDU behält sich aber vor, die Pläne erneut zu hinterfragen, wenn sich am S-Bahnhof große Kostensteigerungen absehen lassen.

Auch bleibt der Bund der Steuerzahler eingebunden, der die verschiedenen Projektabschnitte prüfen soll. 

Projektleiter für das Stadthaus ist Co-Dezernent Bernd Martmann. Er wird unterstützt von Frank Wilhelm, der sich als Projektmanager um die Planung und Durchführung der nächsten Schritte kümmert.

Im einzelnen hat das Projektteam folgende Aufgaben für das kommende Jahr definiert:

  • Untersuchung der Veränderung auf den Verkehr, insbesondere den PKW-Verkehr, durch eine Verlagerung von Stadtverwaltung und Stadtbücherei
  • Untersuchung der städtebaulichen Auswirkung auf die „Obere Hauptstraße“ durch Umzug der Stadtverwaltung mit ca. 400 Arbeitsplätzen sowie durch Umzug der Kultureinrichtung Stadtbücherei aus dem „Forum“ in das neue Stadthaus
  • Aufstellung eines Bebauungsplanes und die frühzeitige Einbindung des Gestaltungsbeirates
  • Finalisierung des Raumprogramms,
  • Erstellung eines Beschaffungsvariantenvergleich, um zu ermitteln, mit welcher Art der Ausschreibung und Vergabe am wirtschaftlichsten die beschlossene Variante beschafft werden kann,
  • Aufstellung eines Konzepts für die Nachnutzung der aktuellen Grundstücke.

Weitere Beiträge zum Thema:

Stadt baut ein großes Stadthaus am S-Bahnhof

CDU pocht bei Stadthaus auf Kostendisziplin

Neues Stadthaus kostet 27 Millionen Euro

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Strenge Kostendisziplin ist wichtig, wichtiger ist strenge Nachhaltigkeit, also eben auch die ökologische und gesellschaftliche Wirkung des Projektes. Hier bietet das Projekt große Chancen, von guter Gestaltung über ein vorbildliches Energiekonzept bis hin zu einem Neuaufschlag für die Bücherei.
    Ein neuer Standort für diese würde die Chance bieten, sich hier neu aufzustellen. Ich kenne die Besucherzahlen nicht aber ich nutze sie und habe dort noch nie in einer Schlange gestanden. So wie sie jetzt genutzt wird, mit Ihren gerade mal 25 Stunden Öffnungszeiten, rettet sie das Laurentiusquartier nicht. Könnte man Sie im Neubau in ein Bürgerforum integrieren, dass sich konzeptionell auch von der Zentralbibliothek in Köln inspirieren lässt, dann wäre dies für die Bürger und die immer hilfsbereiten Beschäftigten im der Stadtbücherei richtig was gewonnen.