^Seite an Seite: Bürgermeister Lutz Urbach und Michael Metten bei einer Fraktionssitzung der CDU. Foto: Peter Schlösser

Michael Metten mit dem CDU-Fraktionsvorstand und Bürgermeister Lutz Urbach. Foto: Jo Schlösser

Im Streit zwischen Bürgerinitiativen und Stadt geht die CDU einen großen Schritt auf die Kritiker des Flächennutzungsplans zu. Fraktionschef Michael Metten schließt ein Gewerbegebiet Voislöhe eindeutig aus und lobt die Einsprüche. Auch der Verkehrspolitik gibt er einen grünen Anstrich. 

Zum Jahresende zieht Metten, der nach der Sommerpause den Fraktionsvorsitz bei der CDU übernommen hatte, eine erste Bilanz und schlägt einige Pflöcke für das kommende Jahr ein. Beim umstrittenen Flächennutzungsplan macht er klar, dass der Vorentwurf „nicht der eigentliche FNP” ist. Seine Fraktion wisse, „dass die Einsprüche gegen ausgewiesene Flächen im FNP-Vorentwurf teilweise qualitativ gut begründet sind”, schreibt der CDU-Mann in einer Presseerklärung. 

Am Ende des Prozesses werde der Stadtrat entscheiden, „welche Flächen tatsächlich aufgenommen werden und welche nicht. Da wird es gegenüber der Verwaltungsvorlage Abstriche und Kompromisse geben,” betont Metten. Und stellt klar, dass „einzelne Gewerbeflächen wie in Voislöhe auch ganz rausfallen, da wir dies vor der Wahl verbindlich zugesagt haben.” Damit bestätigt Metten eine Position, die sein Stellvertreter Lennart Höring bereits im Sommer erläutert hatte, auf die sich die Bürgerinitiative Moitzfeld-Herkenrath aber bislang nicht verlassen wollte.

Bergisch Gladbach brauche zwar  „einen verbindlichen FNP als Leitfaden für die kommenden 25 bis 30 Jahre – für neuen bezahlbaren Wohnraum, für neue Gewerbeansiedlungen”, sagt Metten. Der  Leitgedanken der CDU sei dabei jedoch „metropolnahes Leben im Grünen“. Eine Formulierung, die Metten im Interview mit dem Bürgerportal entwickelt hatte und die auch für Arbeitsplätze in der Nähe des Wohnortes steht. 

Michael Metten, Fraktionschef der CDU Bergisch Gladbach und Geschäftsführer von Metten Stein+Design in Overath

Der FNP ist für Metten „ein Lieblingsthema – soweit ein Flächennutzungsplan das sein kann.”

Ein „ganzheitliches Verkehrskonzept”

Als Schwerpunkt für 2017 kündigt Metten das Thema Verkehr an – und auch hier setzt er auf Lösungen, die bislang eher mit den Grünen verbunden werden. Konkret soll die CDU ein eigenes „ganzheitliches Verkehrskonzept” entwickeln, das Alternativen für den Autoverkehr findet. Ausdrücklich nennt Metten ein Fahrradwegenetz parallel zum Straßennetz sowie den Schienenverkehr.

In seiner Halbjahresbilanz reklamiert Metten die in den vergangenen Wochen getroffenen städteplanerischen Entscheidungen des Stadtrates als Erfolge der eigenen Partei. Unter der Überschrift „CDU-Fraktion stellt wichtige Weichen für die Entwicklung der Stadtmitte“ betont er, dass in Sachen Stadthaus nun die „Verwaltung am Zug ist, exakte Planungen auszuarbeiten und vor allem in den Vorausberechnungen der Kosten verlässliche Zahlen vorzulegen”. 

Die im Stadtrat mit großer Mehrheit entschiedene Planungsfreigabe der großen Neubaulösung des Stadthauses sowie das Integrierte Handlungskonzept Bensberg zeigten, „dass in Bergisch Gladbach trotz angespannter Kassenlage Entwicklung möglich ist“.

Das Verhältnis zum Kooperationspartner SPD, auf den die CDU bei allen Entscheidungen angewiesen ist, beschreibt Metten als „konstruktiv”, obwohl es auch unterschiedliche Sichtweisen und Gewichtungen geben. 

Den Wortlaut der Presseerklärung von Michael Metten finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren:

Michael Metten: „Das wäre Verrat an der Zukunft”

CDU-Fraktion vollzieht Personalwechsel

Harald Flügge weist Kritik an Flächennutzungsplan ab

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

6

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Beweise, Herr Watzalawek?
    Einen Beweis für meinen gelöschten Beitrag sehen und lesen Sie u. a. :
    Sie bezeichnen sich doch als Journalist, dann lesen Sie doch mal das Wahlprogramm der cdu von 2014 und vergleichen. Warum berichten Sie denn nicht mal darüber und recherchieren richtig. Das ist als Journalist Ihre Aufgabe.
    Eine persönliche Frage, sind Sie Mitglied der cdu?

    Nur ein Beispiel :
    „Auch die Ertüchtigung bestehender Gewerbeflächen setzen wir auf die Agenda, um Gebiete wie Voislöhe als wichtige Naturschutzzone und „grüne Lunge“ unserer Heimatstadt zu erhalten. Dies schließt weitere Planungen an dieser Stelle hinsichtlich eines Gewerbegebiets aus.“ (Wahlprogramm CDU Mai 2014)

    Sollten Sie mehr brauchen dann…….. http://cdu.gl/kommunalwahl/wahlprogramm/
    Sie können das natürlich auch bei den anderen Parteien tun.

  2. Wie angekündigt wird der Kommentar von „Lorenz” gelöscht, weil hier aus der Anonymität heraus eine Gruppe von Personen pauschal beleidigt wird. Ich hatte gehofft, dass der Autor das selbst rasch korrigiert, diese Zeit ist jetzt aber abgelaufen. (Admin)

  3. 1. Ich fände es veranlaßt, daß Sie, sehr geehrter Herr Watzlawek, als Admin den Beitrag von “Lorenz” löschen. Das deutsche Recht gilt außerhalb und innerhalb des Internets in gleicher Weise. Selbst wenn der eine Begriff in der drittletzten Zeile von “Lorenz” mangels einer persönlichen Zuordnung evtl. noch nicht den Tatbestand des § 185 StGB erfüllen sollte, sollte eine solche Unverschämtheit nicht verbreitet werden.

    2. Was den Beitrag des Herrn Metten angeht, sollte dessen ausgestreckte Hand ergriffen werden; um so bedauerlicher ist mE die verbale Entgleisung (siehe unter 1). Allerdings bedarf es hierzu Worte und Taten, wobei die Frage einer verkehrlichen Erschließung vor dem nächster Schritt im FNP-Verfahren, der im Frühjahr 2017 erfolgen soll, liegen muß.

    3. Die Aussage bzgl. Voislöhe ist bemerkenswert. Dies hat Auswirkungen auf die – von der Ausfahrt Moitzfeld an der A 4) betrachtet – dahinter gelegenen geplanten Gewerbegebiete, insb. was Asselborn angeht, da letzteres verkehrlich viel viel ungünstiger liegt als Voislöhe, mithin “erst recht” nicht in Betracht kommt (vgl. auch der Beitrag der IHK, die von Asselborn als Gewerbegebiet nichts halten)..

  4. Da können wir uns nur wünschen, dass das Beispiel CDU Schule macht und andere mit ins Boot nimmt. Die Grünen sind schon drin. Was die begüßenwerten Aüßerungen Herrn Mettens leider auch beinhalten sind Aussagen wie “nicht der eigentliche FNP”. Anstatt “teilweise quantitaiv gut begründet” hätte ich gerne “überwiegend . . . ” gelesen. Und “welche Flächen tatsächlich aufgenommen werden . . .” sagt wenig bis nichts über die tatsächlichen Planungen aus. Immerhin scheinen mir Herrn Mettens Aussagen ein Licht am Ende des Tunnels zu sein.

    Auf das Verkehrskonzept der CDU darf man gespannt sein und wenn das 2017 ein Schwerpunkt werden soll, ist das nach all den nebulösen Äußerungen über dieses Thema ein erster konkreter Ansatz, an dem sich die CDU wird messen lassen müssen.

    Zum Schluss möchte ich mich der Kritik von Herrn Watzlawek anschließen, einen Beitrag mit Pseudonym zu unterschreiben, von Beleidigungen ganz abgesehen.

  5. Sehr geehrter „Lorenz”,

    auch hier gelten die Regeln einer anständigen Kommunikation. Wenn Sie sich so aus dem Fenster lehnen wollen, dann nennen Sie bitte Ihren Namen. Wenn Sie der CDU eine gespaltene Zunge vorwerfen, dann belegen Sie das bitte wenigstens ansatzweise. Das gleiche gilt für die Wahlversprechen: was meinen Sie konkret?

    Und noch eine Bitte: verzichten Sie auf den übermäßigen Gebrauch von Großbuchstaben. Damit erwecken Sie den Eindruck, ständig zu brüllen. Das tut weder Ihnen noch uns gut.

    Bitte ergänzen Sie Ihren Kommentar, sonst wird er gelöscht. Ja, es gibt ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber nicht auf anonyme Beleidigungen und falsche Tatsachenbehauptungen.

    Georg Watzlawek (Admin)