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3 Kommentare zu “Offener Brief übt Kritik an Urbachs Gewerbepolitik”

  1. Daniela Berntges

    Sehr geehrter Herr Stodko,
    vielen Dank für die enorme Zeit und Arbeit, die Sie in die Überprüfung der von unserem Bürgermeister Lutz Urbach und der Stadtplanung angegebenen Zahlen investiert haben. Als Sozialwissenschaftlerin muss ich Ihnen in diesem Punkt voll zustimmen. Beherrscht die Stadtverwaltung die gängigen Kriterien der statistischen Auswertung nicht oder publiziert sie bewusst irreführende Zahlen? Dies fragt man sich auch bei der Bevölkerungsentwicklung.

     Landesprognose 2013: Stagnation bis 2035
    Am 6. Juli 2017 hat das Bürgerportal die neuen Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in seiner Presseschau veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Land NRW für das Jahr 2035 für Bergisch Gladbach 112.700 Einwohner vorhersagt. Genau so viele wie heute! Das Land NRW geht also davon aus, dass die Zahl stagnieren wird: Zuzüge, Umzüge in andere Städte, Sterbefälle, Geburten, Flüchtlinge, die ebenfalls kommen und gehen – unterm Strich wird die Einwohnerzahl im Jahr 2035 so sein wie heute.

     Zur Prognose hiesiger Stadtplaner: Es ist in der empirischen Sozialforschung nicht erlaubt, nur die letzten Jahre für eine Prognose heranzuziehen. Ebenfalls ist es inkorrekt, die Spitzenwerte (wie Flüchtlingswelle) zu bewerten. Für eine Prognose werden die extremen Werte (nach oben oder unten) gestrichen und von einem sehr langen Zeitraum wird der Mittelwert berechnet.
    Eine Verzerrung der Werte durch ein im Sinne der empirischen Sozialforschung ‚eigentümliches Rechnen‘ wird gern durchgeführt, wenn man Unterstützung für politische Vorhaben haben will. Das ist jedoch hochgradig unseriös! Hat die Stadtverwaltung sich dieses Tricks bedient, um den FNP verabschieden zu können?

     Landesdatenbank 2017: Rückgang um 1000 bis 2025
    Zur Zeit geht die Landesdatenbank sogar davon aus, dass Bergisch Gladbach im Jahr 2025 nur 111.500 Einwohner haben wird. Man geht also davon aus, dass die Bevölkerung hier um 1000 Menschen schrumpfen wird. Und zwar schon in den nächsten 8 Jahren!

     Kein Wunder also, dass die Stadtverwaltung mit der Verabschiedung eines neuen FNPs „auf die Tube drückt“, sich beeilen will. In einigen Jahren wird es immer weniger Gladbacher geben. Das liegt am demographischen Wandel. Selbst hohe Flüchtlingszahlen, die schon miteingerechnet sind, können diesen langfristigen Trend nicht aufhalten.

    Deshalb regen sich ja alle Bürger so über den FNP auf. Weshalb sollte zum Beispiel die Nußbaumer Wiese zerstört werden, wenn sich zigtausende Gladbacher genau auf dieser einen Wiese erholen möchten? Für was? Ohne Sinn und Verstand hat die Stadtverwaltung hier konzipiert. Das sieht kein Bürger ein. Diese Wiese ist viel zu schön für eine Bebauung! Es gibt genügend Baulücken, zum Abriss bereitstehende Altgebäude und auch weniger schützenswerte Flächen und Wiesen.Die von unseren Steuern bezahlten externen Experten sollten sich mal intelligentere Lösungen einfallen lassen.

     DWI: Wohnbedarf zu 114% gedeckt
    Auch das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln hat vor einigen Wochen die Ergebnisse einer langen Studie veröffentlicht. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass der Wohnraum im Rheinisch-Bergischen Kreis zu 114 Prozent gedeckt ist. Kurz: Wir haben schon jetzt genügend Wohnraum für alle! Natürlich schwanken die Zahlen in den einzelnen Städten und Stadtteilen immer hin und her: Zur Zeit gibt es ein Überangebot an großen und kleinen Wohnungen. Wohnungen mit 2-3 Zimmern sind momentan etwas zu wenige vorhanden. Insgesamt warnt das Institut aber die Kommunen eindringlich davor, neue Wohnbaugebiete auszuweisen. Die Warnung ist aber bei der hiesigen Stadtverwaltung noch nicht angekommen.
    Beste Grüße

    Nachtrag: Dies sind die Links zu den Quellen:

    http://www.focus.de/immobilien/bauen/viel-zu-viele-haeuser-auf-dem-land-fast-zwei-millionen-wohnungen-stehen-leer-haeuslebauern-droht-immenser-preisverfall_id_7256546.html

    https://in-gl.de/2017/07/06/bergisch-gladbach-presseschau-414/

  2. Tomás M. Santillán

    Die Verwaltung muss sich die Frage stellen lassen, warum die Stadtentwicklungsgesellschaft SEB für den Standort auf Messen und Veranstaltungen Werbung macht und damit neues Gewerbe anziehen will? So zumindest tut es die Stadtentwicklungsgesellschaft SEB für das Gewerbegebiet Obereschbach. Wieso ist solche Werbung eigentlich notwendig, wenn es doch angeblich primär um die Befriedigung der Binnennachfrage von den hier schon ansässigen Unternehmen ginge, damit diese nicht abwandern???
    Und wenn es so eine große Nachfrage nach Gewerbeflächen gibt, warum muss man überhaupt solche Werbemassnahmen dafür machen, da wir ja angeblich von Unternehmen überrannt würden?

  3. Rolf Havermann

    Ein bemerkenswertes Werk, dass allen Bürgerinitiativen aus der Seele spricht. Hat schon mal jemand dem Bürgermeister und seinen Erfüllungsgehilfen derart den Spiegel vorgehalten? Man kann nur hoffen, dass dieser Brief von sehr vielen Bergisch Gladbachern gelesen wird und damit auch das Unheil des FNP-E. erkennen. Bürgermeister Urbach meinte schon mehrfach “Wir schaffen das”. Man darf gespannt sein, ob und wie er jetzt reagiert und ob er erkennt, dass diese seine Aussage mittlerweile wie das Pfeifen im dunklen Keller wirkt.

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