Frank Samirae

Vor dem Hintergrund von Straftaten von Jugendlichen kritisiert die Fraktion „Die Linke mit Bürgerpartei GL” Sparmaßnahmen bei der Jugendarbeit. Gefragt seien jetzt Sozialarbeiter, keine „schwarzen Sheriffs”.

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Die Straftaten Jugendlicher und junger Erwachsender in den Ortszentren von Bergisch Gladbach haben die Öffentlichkeit jüngst mehrfach erschüttert. Totschlag, Raub, Drogendelikte und Pöbeleien führen eine scheinbar endlos werdende Liste von Straftaten an.

„Man hat die offene Kinder und Jugendarbeit unserer Stadt systematisch zerstört.“ sagt Frank Samirae von der Fraktion die Linke mit Bürgerpartei GL. Der Bürgermeister wollte möglichst alle „freiwilligen Leistungen“ der Stadt streichen, was auch bis hin selbst zur völligen Abschaffung der Sportförderung gelang.

„Vor einigen Jahren hatten wir noch 14 Jugendzentren in Bergisch Gladbach. Dann haben CDU und SPD begonnen den Haushalt von sozialen Leistungen zu entkernen. Besonders hart getroffen hat es Kinder und Jugendliche, denn von den 14 Einrichtungen blieben schnell nur noch 4 übrig.“ fasst Fraktionschef Thomas Klein zusammen.

Hinweis der Redaktion: Eine Liste der sieben Jugendzentren finden Sie hier, die Berichterstattung zur Spardebatte über die Jugendzentren im Rahmen des HSK hier. 

Der Spargedanke der Union allerdings entpuppt sich hierbei allerdings schnell als äußerst absurd. Denn wenn ein Jugendzentrum noch zu den freiwilligen Leistungen gehört, ist die Betreuung von auf die schiefe Bahn geratenen Jugendlichen hingegen ist eine pflichtige Aufgabe.

Thomas Klein

„Man wollte 150.000 Euro pro Jahr bei den Kindern und Jugendlichen sparen. Tatsächlich wurden die Ausgaben in den letzten Jahren für offene Kinder und Jugendarbeit um nahezu 500.000 Euro gekürzt, in einem Zeitraum, in dem unter Urbach die Schulden Bergisch Gladbachs von 204 Millionen Euro auf knapp 500 Millionen Euro ausgebaut wurden, wobei besonders schmerzhaft die Kassenkredite mit 100 Millionen die Zukunft belasten. Die Folgen sind jetzt Randale und Gewaltverbrechen. Zum jetzigen Zeitpunkt plant die regierende Politik mehrere hunderttausend Euro im Jahr mehr auszugeben, um eine schwarze Scheriff-Truppe vom Ordnungsamt nachts in der Innenstadt patrouillieren zu lassen. Die geschaffenen Probleme wird das nicht lösen.“ so Klein weiter.

Streetworker statt Steuererhöhungen

Unsere Fraktion setzt sich für ein Konzept ein welches hilft die betroffenen Menschen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Dabei geht es um soziale Stabilisierung.

Streetworker sollen hier unterstützen. Zu den Einsatzfeldern gehören Unterstützung bei der Wohnungssuche, Vermittlung von Therapieplätzen, das Schlichten von Konflikten, Wege zeigen zu therapeutischen Einrichtungen und auch Schuldnerberatungen.

Steuererhöhungen sind keine Option

„Wir haben bereits dem Stadtrat vorgerechnet wie viele hunderttausend Euro wir durch Parkgebühren bei Parkplätzen am Mediterana einnehmen könnten, statt es gutbetuchten Wellness-Reisenden zu schenken. Das Geld wird dringend für ein besseres Angebot bei Familien, Kindern und Jugendlichen gebraucht. Dieses selbstgeschaffene Problem aber mit einer Steuererhöhung wie just von der SPD gefordert zu finanzieren ist ein Schlag ins Gesicht der eh schon hoch belasteten Bürger dieser Stadt.“ sagt Lucie Misini.

Die Fraktion Die Linke mit Bürgerpartei GL setzt sich für den Ausbau der Jugendarbeit sowie Vernetzung von Elternhaus und Schule (Schulsozialarbeit) ein, damit ein insgesamt positives Umfeld für junge Menschen gestaltet werden kann. Ergänzend setzen wir auf Prävention und aufsuchende Jugendsozialarbeit, um Probleme von Anfang an zu vermeiden.

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2 Kommentare

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  1. Dem Kommentar vom “Knightrider” kann ich nur zu stimmen.
    Bravo, dieser Bürger ist noch klaren Verstandes!

  2. Was für ein dummes linksgrün versifftes Gelaber…Kriminalität von Jugendlichen/jungen Erwachsenen mit mangelnden Freizeitangeboten bzw unzureichender Dutzi-Dutzi-Politik zu entschuldigen!So ein Gewese wurde um uns als Jugendliche früher auch nich gemacht und wir wussten uns trotzdem zu benehmen!Ich denke jeder der 1 und 1 zusammen rechnen kann,weiß auch wie es dazu kommen konnte,dass selbst ein beschauliches Städtchen wie Gladbach in den letzten Jahren immer mehr zur “No-Go-Area” verkommt!Und diese Umstände kann man eben nur dadurch bekämpfen,dass man den Verursachern knallhart ihre Grenzen aufzeigt!