Klaus Waldschmidt, Vorsitzender der SPD Fraktion Bergisch Gladbach

Die SPD-Fraktion stimmt der CDU-Forderung nach mehr Präsenz von Sicherheitskräften in der Stadt zu. Das reiche aber nicht aus – sondern müsse durch Prävention ergänzt werden. 

In einer Klausurtagung zum Thema Haushalt 2018 hat sich die SPD-Fraktion nach eigenen Angaben „intensiv” mit der Frage beschäftigt, wie „die Sicherheit in unserer Stadt” erhöht werden kann.

Dabei teilt die SPD die Einschätzung der CDU, dass es vor allem die subjektive Wahrnehmung der Bürger sei, dass die Zentren der Stadt unsicherer geworden sind. Dazu hätten einzelne gravierende Gewaltdelikte beigetragen, aber auch „die Situation an einigen öffentlichen Plätzen, die zunehmend als Angsträume empfunden werden”. Das hatte die CDU deutlich konkreter beschrieben – und den Aufenthalt von Obdachlosen und möglicherweise von Drogenkonsumenten im Rosengarten kritisiert. 

Die SPD befürwortet die von Bürgermeister Lutz Urbach vorgeschlagenen Einstellung von drei zusätzlichen Stadtwächtern. Das allein sei aber zu wenig. „Für uns müssen Prävention und Repression eine Einheit bilden”, betonen die Sozialdemokraten.

„Streetworker plus Stadtwächter”

Die Repression durch eine verstärkte Präsenz öffentlicher Ordnungskräft müsse im Sinne einer Ordnungspartnerschaft gemeinsam mit der Polizei umgesetzt werden. 

Damit diese Repression nicht nur zu einer Verlagerung der Probleme in andere Stadtteile führe, müsse präventive Arbeit geleistet werden. Daher fordert die SPD, dass die Verwaltung ihre Strukturen in den Bereichen Streetwork, Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe „einer kritischen Analyse unterzieht und Verbesserungsmöglichkeiten benennt” – und nicht zuletzt einen Vorschlag macht, wie das zu finanzieren ist. 

„Von der Einheit Streetworker und Stadtwächter versprechen wir uns insgesamt mehr Sicherheit für Bergisch Gladbach“, bekräftigt der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt.

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Redaktion

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