Die Bürgerinitiative Neuborner Busch reagiert empört auf die Entscheidung des Stadtrats, ein Gewerbegebiet für eine mögliche Krüger-Erweiterung in den FNP-Entwurf aufzunehmen – und kündigt Widerstand auf anderen Wegen an.

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Die Bürger in Lückerath und Heidkamp sind schockiert. Wieder werden sie von der Politik ignoriert! Mit der Entscheidung des Stadtrats zum Entwurf des FNP am 20.12.2017 ist der Neuborner Busch gefährdeter denn je. Die Ratsmitglieder, vor allem von CDU und SPD, freuen sich, dass die Taktik „Tarnen, Täuschen, Fakten schaffen“ zunächst aufzugehen scheint.

Das selbst gemachte Weihnachtsgeschenk wird den Ratsmitgliedern, dem Bürgermeister und denen, die den FNP vorantreiben, vor die Füße fallen. Das Waldgebiet ist für das Klima, die Natur und für die Bürger wichtig und nicht ersetzbar. Für die geplanten Projekte der Firma Krüger stehen dagegen bei gutem Willen Alternativen zur Verfügung. Nur reden und zuhören wollte und will die Politik weiterhin nur mit dem Antragsteller.

Die Bürger von Heidkamp und Lückerath warten noch heute auf ein Gesprächsangebot. 200 Unterschriften und ein Resolutionstext, der Brücken baut, sind den Fraktionen noch nicht einmal eine Empfangsbestätigung (Ausnahme: Die Grünen) als kleinstes Zeichen der Kenntnisnahme wert. Von einer Einladung zu einem Gespräch wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden.

Reden wollen die Politik und der Bürgermeister nur mit dem Nutznießer der Zerstörung des Neuborner Waldes. Gleichzeitig werten die Ratsmitglieder in ihrer umfassenden Sachkunde die angebliche Abwesenheit der Bürger bei der Entscheidung am 20.12., bei der längst die Würfel gefallen waren, als Zustimmung. Die Politik will nicht hören, sehen und sprechen.

Der Widerstand wird sich jetzt andere Wege suchen. An dieser Stelle sind vielleicht auch die Mitglieder von CDU und SPD gefragt, Ihren Parteikollegen in den Fraktionen zu zeigen, was sie von diesem Vorgehen halten. Die Bürgerinitiative „Neuborner Busch“ wird es nicht zulassen, dass diese Form der Ignoranz zum Erfolg führt.

Deshalb wird die Bürgerinitiative „Neuborner Busch“ den Protest fortsetzen. In der Öffentlichkeit und unter Nennung der wahren Interessenlagen. Der Beginn der Offenlegung des FNP am 8.1. ist der nächste Orientierungspunkt, das Versagen und die Täuschungstaktik der Politiker im Stadtrat für alle Bürger transparent machen. Der Neuborner Busch muss in der jetzigen Form erhalten bleiben.

Mit natürlichen Grüßen, Bürgerinitiative Neuborner Busch

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1 Kommentar

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  1. Klarstellung:
    Entgegen des Artikels „Tarnen, Täuschen, Fakten schaffen ein Erfolgsrezept?“ hat sich die SPD-Ratsfraktion intensiv mit dem Neuborner Busch und insbesondere dem Anliegen der Bürgerinitiative beschäftigt.

    Folgende Termine haben stattgefunden:

    • 23.8.2017/18 Uhr: Begehung des Neuborner Buschs mit Rolf-Albert Schmitz von der Bürgerinitiative und Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender), Berit Winkels (FNP-Ausschussvorsitzende) und Achim Fölster (Vorsitzender der SPD-Stadtteil-Arbeitsgemeinschaft Stadtmitte)
    • 14.9.2017/17 Uhr: Treffen der SPD-Fraktion mit allen FNP-Bürgerinitiativen, teilgenommen hat auch Rolf-Albert Schmitz für die Bürgerinitiative Neuborner Busch
    • November 2017: Ortsbegehung des Neuborner Buschs von Andreas Ebert (Ortsvereinsvorsitzender und Stadtrat)
    • 7.12.2017: Veranstaltung „Rettung des Neuborner Buschs“, Andreas Ebert (Ortsvereinsvorsitzender und Stadtrat), Mirko Komenda (Stadtrat), Marta Bähner-Sarembe (Stadträtin), Achim Fölster (Vorsitzender der SPD-Stadtteil-Arbeitsgemeinschaft Stadtmitte), Johann Dülken (Vorsitzender der SPD-Stadtteil-Arbeitsgemeinschaft Bensberg, Herkenrath und Moitzfeld) haben teilgenommen

    Die Resolution haben wir selbstverständlich per E-Mail am 15.12.2017 erhalten und zur Kenntnis genommen sowie anschließend an alle Fraktionsmitglieder per E-Mail weitergeleitet. Wäre in der E-Mail der Wunsch zum Gespräch geäußert worden, wären wir dem selbstverständlich nachgekommen.

    Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender)