Die Aufnahme der Flüchtlinge verlief nicht ohne Probleme. Aber sehen diese Helfer unglücklich aus?

Im August 2015 ist Schildgen von der Einquartierung der Flüchtlinge überrascht worden. Doch es fanden sich rasch Helfer, Strukturen entstanden, ein Erfolgsmodell wuchs heran. Ganz nebenbei haben die neuen Nachbarn Schildgen verändert. Eine Spurensuche vor Ort.

Seit 14 Jahren lebt meine Mutter in Schildgen. Viele davon verbrachte sie damit, woanders eine Wohnung zu suchen. Bis vor einem Jahr. Da sagte meine Mutter plötzlich: „Ich bleibe in Schildgen.“ Was war passiert?

Ein Rückblick: August 2015. Viele Tausend Menschen sind über die Grenze nach Deutschland gekommen. Die Stadt Bergisch Gladbach teilt mit, Flüchtlinge im ehemaligen Hotel „Haus Pohle“ in Schildgen unterbringen zu wollen. Bürgermeister Lutz Urbach lädt mit dem Bürgerportal zu einer Info-Veranstaltung in das Schildgener Bürgerzentrum. Rund 500 Gäste erscheinen, der Saal platzt aus allen Nähten.

Viele Fragen werden gestellt. Viele Menschen sagen, dass sie gerne etwas tun würden. Auch meine Mutter. Bald wird sie im Rahmen der frisch gegründeten Initiative „Willkommen in Schildgen“ Deutschkurse geben und einzelne Flüchtlinge betreuen.

Zurück ins Jetzt: Es geht hier natürlich nicht um meine Mutter. Es geht um die Frage, was die Flüchtlingsarbeit mit den Schildgenern gemacht hat.

Vor welche Probleme und Herausforderungen hat sie die Ankunft der Flüchtlinge gestellt? Wie sind sie damit umgegangen? Und wie hat sich die Dorf-Gemeinschaft dadurch verändert? Wenn meine Mutter durch ihr Engagement im Ort heimisch geworden ist, ist es auch anderen so gegangen? War die Krise am Ende vielleicht auch eine Chance?

Um ganz offen zu sein: Ich habe die ersten eineinhalb Jahre der Flüchtlinge in Schildgen nicht vor Ort erlebt. Ich war nie in der Sammelunterkunft im Haus Pohle. Ich habe aber bei diversen Heimatbesuchen viele Ehrenamtler und viele Geflüchtete kennengelernt.

Mit einem von ihnen lebe ich mittlerweile in Schildgen. Er sagt: Wäre ich nicht hier gelandet, hätte ich mich nie so schnell integriert. Er bekam, dank der Hilfe einer Schildgenerin, nach wenigen Monaten im Haus Pohle eine kleine Wohnung und einen Laptop. Lernte alleine Deutsch, kam mit Hilfe eines anderen ehrenamtlich Aktiven in einen Intensiv-Sprachkurs an der Technischen Hochschule Köln und schloss ihn letzten Sommer mit dem höchsten Deutsch-Niveau ab.

Seit Oktober 2017 studiert er, bekommt Bafög und ist im Auswahlprozess für ein Stipendium. Auf dem Papier ist er ein Flüchtling, im Alltag ein ganz normaler Student.

Die Flüchtlingsarbeit in Schildgen scheint also noch etwas zu sein: ziemlich effizient. Ist das so? Und wenn ja, warum?

Ich habe viele Gespräche geführt. Mit Ehrenamtlern, den Vorständen der Flüchtlingsinitiativen und auch ein paar Schildgenern, die die ganze Sache eher am Rande miterlebt haben. Dies sind ihre Geschichten.

Die Helfer der ersten Stunde

Claudia und Werner Rüsing wohnen in der Altenberger-Dom-Straße, direkt gegenüber der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Das Haus gehörte schon Claudia Rüsings Großeltern. Sie sagt: „Wir sind Kernbevölkerung in Schildgen, und Werner ist Kernbevölkerung in Bergisch Gladbach.“

Zur Person: Claudia und Werner Rüsing
Claudia Rüsing arbeitet in einer Zahnarztpraxis im Bergischen Land. Werner Rüsing führt seine eigene Unternehmensberatung von zu Hause aus – ein Grund, warum die Familie bald zum ersten Ansprechpartner von Flüchtlingen und Sozialarbeitern der Stadt wurde.

„Eines Abends saßen wir hier in der Küche, guckten aus dem Fenster, und auf einmal wurden Leute am Haus Pohle abgeladen. Die liefen dann in Flipflops und Badelatschen ums Haus herum und wussten nichts mit sich anzufangen.“

Werner Rüsing lacht. Über zwei Jahre ist es jetzt her, dass die ersten Flüchtlinge nach Schildgen kamen, keine ganze Woche nach der Info-Veranstaltung des Bürgermeisters.

Vorurteilsfrei waren sie nicht, als sie hörten, Haus Pohle würde verkauft und zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. „Die Hauptbefürchtung unter uns Nachbarn war, da kommen jetzt 50 junge Männer, die werden nicht betreut und randalieren und machen blödes Zeug“, so Werner Rüsing.

Hören Sie hier, was Claudia und Werner Rüsing über ihre Erfahrungen berichten:

Gleichzeitig sagte sich das Ehepaar: Die Menschen kommen ja nicht aus Jux und Dollerei. Wenn sie Hilfe bräuchten, würden die Rüsings helfen.

Nicht nur das: Sie spannten ein Schild vor ihr Küchenfenster mit der Aufschrift „Willkommen“. Claudia Rüsing: „Wir haben gedacht, wir sind erst mal positiv eingestellt, und dann kann man ja sehen, wie sich das entwickelt.“

Es entwickelte sich schnell. Am Morgen nach der Ankunft der ersten Menschen ging Werner Rüsing rüber, Hallo sagen. Einer von ihnen sprach Englisch, er übersetzte für die anderen. Und Rüsings Hilfe war sofort gefragt: Unter den Männern war ein Vater mit zwei kleinen Kindern. Eines hatte starke Bauchschmerzen. Doch wie sollte das Kind zum Arzt kommen?

„Wir hatten keine Ahnung, ein Ansprechpartner von der Stadt war nicht da“, sagt Rüsing. Er rief im Sozialamt an, mittags kam jemand vorbei und erklärte ihm das Prozedere: Überweisungsschein holen im Stadthaus an der Gohrsmühle, Termin vereinbaren, zum Arzt gehen.

Wie sollte das jemand machen, der nur Arabisch sprach und noch nicht einmal Geld hatte, um sich ein Busticket zu kaufen? Rüsing zögerte nicht lange und setzte die Familie ins Auto.

Als sie den Schein hatten, riefen Rüsings in ihrer Hausarztpraxis an, Dr. Schulz und Walter in Schildgen. Auch die zögerten nicht lange, obwohl sie anfangs ebenso wenig wussten wie die Rüsings.

Als Birgit Engsberg hörte, dass Schildgen Flüchtlinge unterbringen würde, machte sie sich schon ein bisschen Sorgen. Was würde kommen, wie viele würden es sein?

Zur Person: Birgit Engsberg
Birgit Engsberg ist Teamleiterin in der Hausarztpraxis Dr. Schulz und Walter. Sie wohnt in Odenthal, aber die Schildgener Praxis ist für sie „Zuhause“. Kein Wunder: Engsberg arbeitet dort seit 40 Jahren als Medizinische Fachangestellte.

Der erste Kontakt in der Praxis ließ nicht lange auf sich warten. „Ich war überrascht, wie nett die sind“, sagt Engsberg.

Hören Sie im Originalton, was Birgit Engsberg zu berichten hat:

Bald kamen immer mehr Bewohner der Unterkunft im Haus Pohle zu Dr. Schulz und Walter. Die paar, die Englisch sprachen, halfen den anderen mit Übersetzungsdiensten.

Negative Erfahrungen hat Engsberg nicht gemacht. Im Gegenteil. „Wie schnell manche Deutsch gelernt haben, fand ich richtig klasse“, sagt sie. Die Sorgen vom Anfang hätten sich schnell zerstreut.

Zur Person: Achim Rieks
Achim Rieks widmete sich nach seiner Pensionierung als Geodät bei Bayer der Entstehung des Begegnungscafés Himmel un Ääd. Die Idee für das ökumenische Projekt geht auf die 1990er-Jahre zurück, erst 2013 wurden die Pläne konkret. Die 14-köpfige Organisations-Gruppe gründete einen Verein, Rieks übernahm den Vorsitz.

Nach monatelanger Vorarbeit war es soweit: Im Frühjahr 2015 eröffnete das Café auf der Altenberger-Dom-Straße. Ein Raum für Begegnung. Nicht nur im täglichen Café-Betrieb, sondern auch mit einem vielfältigen Programm.

Achim Rieks sagt: „Der Start im Haus Pohle war überstürzt und unorganisiert.“ Das Begegnungscafé Himmel un Ääd bestand damals gerade ein halbes Jahr. Weil es noch keine Strukturen gab, als der Bürgermeister zur ersten Info-Veranstaltung lud, war das Café die erste Anlaufstelle in Schildgen.

Für alle. „Wir waren quasi Geburtshelfer für die Schildgener Initiativen“, sagt Rieks.

Sabine Gresser-Ritter ist seit 1996 Diakonin und Jugendleiterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen. Zur Vorsitzenden der ökumenischen Flüchtlings-Initiative „Willkommen in Schildgen“ wurde sie eher zufällig: „Als ich bei der Info-Veranstaltung gesagt habe, dass die Hilfe so und so koordiniert werden muss, haben alle gedacht, die Frau hat einen Plan.“

Das wiederum war sicher kein Zufall, denn Gresser-Ritter organisiert ständig Veranstaltungen, vom Musical bis zur Jugendbegegnung.

„Die Belegung von Haus Pohle hat uns überrollt“, sagt auch Sabine Gresser-Ritter. Darüber ärgert sie sich heute noch.

So schildert Sabine Gresser-Ritter ihre Erfahrungen im O-Ton:

Im Anschluss an den Info-Abend im Bürgertreff hatten die beiden Kirchengemeinden alle Schildgener eingeladen, die helfen wollten. Über 100 erschienen. Gresser-Ritter hatte mit Interesse gerechnet, aber die hohe Zahl überraschte sie dann doch. Gemeinsam bildete man Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen: Begleit- und Dolmetscherdienste, Deutschunterricht, Freizeitgestaltung, Patenschaften.

Doch die Flüchtlinge kamen früher als erwartet. Die ökumenische Initiative „Willkommen in Schildgen“ war gerade erst dabei, sich zu gründen. Achim Rieks sagt: „Ohne die Nothilfe von Familie Rüsing und anderen Ehrenamtlern wäre das nie so gut gelaufen.“

Erste Hilfe – erste Probleme

Zwei, drei Tage nach der Ankunft der ersten Menschen im Haus Pohle erhielt Werner Rüsing einen Anruf: Die Flüchtlinge hätten zwar eine Dusche, aber weder Handtücher noch Klopapier. Geld hatten sie auch noch nicht.

Claudia Rüsing erinnert sich: „Ich war ziemlich hilflos. Fährst du jetzt in den Drogeriemarkt und machst den Einkaufskorb voll, oder gibt es eine Stelle, wo man die Sachen holen kann?“ Sie rief bei der Stadt an, bei den Kirchen, keiner konnte ihr etwas sagen.

Wieder zögerten die Rüsings nicht lange. Sie fuhr los, lud das Auto voll mit Klopapier und anderen Hygieneartikeln, er kaufte einen Satz Handtücher. „So hat das angefangen“, sagt sie. „Und dann war da sofort ein freundschaftliches Verhältnis. Die waren so dankbar.“

Doch nicht nur die Rüsings reagierten umgehend. Andere Schildgener kamen auf sie zu, brachten Kleidung oder Decken vorbei. „Die haben unser Schild gesehen, die haben die Flüchtlinge gesehen, und dann haben sie bei uns geschellt“, erzählt Claudia Rüsing.

Bald war die Garage bis unters Dach voll. Werner Rüsing lacht schallend, als er das erzählt.

Auch bei Sabine Gresser-Ritter klingelte ständig das Telefon, oder Menschen brachten Sachen einfach vorbei. Ein Lager gab es noch nicht, auch keine Sortierung. „Das Büro war stellenweise voll mit Kleidersäcken“, sagt sie.

Doch es dauerte nicht lange, bis die Hilfe in Gang kam. Die „Kontaktgruppe“ entstand. Ihre Mitglieder schauten regelmäßig in der Unterkunft vorbei, organisierten Freizeit-Aktivitäten und erste Deutsch-Kurse, richteten eine Kleiderkammer im Haus Pohle ein.

Zur Person: Margret Grunwald-Nonte
Margret Grunwald-Nonte hatte als selbstständige Psychologin nicht viel Zeit zur Verfügung, schloss sich aber dennoch der Schildgener Kontaktgruppe an.

Seit Oktober 2016 hat sie eine Projektstelle als Ehrenamtsbegleiterin in Teilzeit beim Kirchengemeindeverband Bergisch Gladbach-West. Das heißt, sie bietet Ehrenamtlern psychosoziale Unterstützung und steht ihnen in komplexen Angelegenheiten, etwa beim Anwalt oder im Krankenhaus, beratend zur Seite.

Nach wie vor kümmert sie sich aber auch um einzelne Flüchtlinge – ehrenamtlich, versteht sich.

Die größte Herausforderung am Anfang war die Verständigung, erinnert sich Margret Grunwald-Nonte. Die Wenigen, die Englisch sprachen, übernahmen eine wichtige Mittlerrolle, denn: Die Mitglieder der Kontaktgruppe mussten erst einmal verstehen, was die Menschen im Haus Pohle brauchten, wie man ihnen begegnen und wie man sie unterstützen konnte.

Zweite Herausforderung: die deutschen Gepflogenheiten. „Das waren ganz banale Dinge“, sagt Grunwald-Nonte schmunzelnd. Der Müll vor dem Haus, der überquellende Aschenbecher. „Wir haben erst mal gesagt, das sieht total verwahrlost aus, das müsst ihr wegmachen.“

Oder der Rettungswagen. Die Flüchtlinge kannten das deutsche Gesundheitssystem nicht, riefen anfangs immer gleich die Ambulanz, wenn es jemandem schlecht ging. Sie wussten nicht, dass sie einfach zu einem Hausarzt gehen konnten.

Die dritte Herausforderung waren die Behördengänge. Der Flur des Sozialamts quoll über, Wartemarken gab es nicht. „Der Umgang mit den Geflüchteten war einfacher als der mit den Ämtern“, sagt Grunwald-Nonte und seufzt.

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Soviel zu den ersten Wochen. Aber damit beginnt die Geschichte erst. Dieser Beitrag ist der Start einer vierteiligen Serie: In den nächsten Folgen lesen Sie:

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Hier können Sie mitmachen: Ehrenamtliche Hilfe
Deutschunterricht: Inzwischen vor allem Nachhilfe und Prüfungsvorbereitung (quer durch die Sprachniveaus).

Patenschaften: Betreuung einzelner Flüchtlinge oder Familien in sämtlichen Lagen, von einfachen Alltagsproblemen bis hin zu rechtlichen Angelegenheiten. Aktuell vor allem Hilfe bei Wohnungssuche und Praktikums-/Ausbildungs-/Arbeitsplätzen.

Begleitung: Zum Beispiel bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Anwaltsterminen.

Dolmetscherdienste: Für Arabisch übersetzen mittlerweile Flüchtlinge selbst ehrenamtlich. Gesucht sind dagegen Dolmetscher für Tigrinya.

Wohnungseinrichtung/Umzugshilfe: Immer wieder gebraucht werden Möbel, Geschirr und sonstige Einrichtungsgegenstände. Auch Umzugshilfe mit einem Transporter oder Hänger ist dann vonnöten.

Berufliche Integration: Vermittlung von Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen, individuelle Coachings, Hilfe beim Finden von Studienplätzen und Stipendien.

Ansprechpartnerin für alle Angebote von „Willkommen in Schildgen“ ist Sabine Gresser-Ritter, Telefon: 02202/83124, E-Mail: kontakt@willkommen-in-schildgen.de.

Mobile Nachbarn: Die Initiative sammelt, repariert und verkauft Fahrräder zu einem kleinen Preis an Flüchtlinge und andere Bedürftige. Außerdem bietet sie regelmäßige Radtouren und Schulungen an. Ansprechpartner ist Michael Funcke, Telefon: 02202/81230 (über Pfarrbüro von Herz Jesu Schildgen), E-Mail: kontakt@mobile-nachbarn-schildgen.de. 

Spenden dringend benötigt
„Willkommen in Schildgen“ bittet im Moment dringend um Spenden, da die seit 2015 gesammelten inzwischen aufgebraucht sind. Geld ist zum Beispiel notwendig für die Hilfe bei Wohnungseinrichtungen und Kautionszahlungen, anwaltliche Unterstützung oder die Übersetzung von Zeugnissen und anderen Dokumenten.

Kontakt: Sabine Gresser-Ritter,
Telefon: 02202/83124,
E-Mail: kontakt@willkommen-in-schildgen.de.
Bankverbindung: Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
IBAN: DE41 3506 0190 1011 5040 15,
Verwendungszweck: Flüchtlingsinitiative

Mobile Nachbarn in Schildgen

Die Mobilen Nachbarn freuen sich immer über Fahrradspenden, auch Kinderräder. Aktuell suchen sie aber vor allem Schrauber für die Werkstatt. Hier erfahren Sie mehr über die Mobilen Nachbarn

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Laura Geyer

Journalistin. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg, ein Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro. Jetzt glücklich zurück in Schildgen.

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6 Kommentare

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  1. Tolle Reportage – ich bin begeistert und freue mich schon auf die weiteren Folgen.
    Die Menschen, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind, bereichern unsere Stadt. Damals, im Oktober 2015, durfte ich zusammen mit anderen erste Deutschstunden in Schildgen geben und habe hierbei soviel gelernt über Menschen, über das Leben und über das, was wirklich zählt.
    Die neuen Freundschaften, die bereits hier geborenen Kinder und die Fülle an Hoffnung und Lebenszielen – es entsteht, bei allen Problemen, die es auch gibt, eine bunte, interessante und lebendige Lebensgemeinschaft in Bergisch Gladbach: Ich bin sehr glücklich darüber.

  2. Tolles Format mit den eingeschobenen Interviews. Auch den Ansatz mit der Frage, wie der Umgang mit den geflüchteten die Einheimischen verändert hat, finde ich stark. In dieser Nähe zu den Menschen ist die Serie einzigartig, zumindest habe ich bisher nichts Vergleichbares gelesen. Chapeau!

  3. Es ist beeindruckend, wie das Ehepaar Rüsing und dann weitere Schildgener zugepackt haben. Und danke, dass der Bericht geschrieben wurde. Denn woher sollte jemand wissen, welchen Organisationsanforderungen und anfängliche wohl unvermeidliche -mängel aufgetreten sind. Erst dieses Detailwissen zeigt auf, welch großartige Leistung die Helfer sowohl als unabdingbare “erste Hilfe” wie auch als weiterführende Integration geleistet haben!

    Wolfgang Maus

  4. Hier fand sich ein Kommentar einer Person, die immer mal wieder als „Wehrhafter Bürger”; „Hans Wurst” oder „Norbert Nickel” auftritt. Dieser Bürger verwies auf die Flüchtlingsunterkunft in Lückerath, dort würde die Polizei jeden Abend in Fahrzeugkolonnen unter Blaulicht anrücken.

    Tatsächlich ist die Polizei in den vergangenen drei Monaten dort zu acht Einsätzen gewesen, wegen einer Schlägerei, eines Diebstahls, eines verdächtigen Fahrzeugs und eines Hausfriedensbruchs. In der Nacht vom 12. auf den 13.2, fuhr die Polizei aufgrund eines länger anhaltenden Konfliktes in der Unterkunft mehrere Einsätze hintereinander und nahm drei Personen vorübergehend in Gewahrsam.

    Alles in allem, so die Polizei, sei die Lage in Lückerath für eine Unterkunft mit so vielen Menschen auf engem Raum völlig normal.

    Den Kommentar des „wehrhaften Bürgers” haben wir gelöscht. Weil er falsche Tatsachenbehauptungen enthielt und gegen Flüchtlinge hetzt. Weitere Kommentare dieser Person werden wir nur noch unter echtem Namen akzeptieren. Die Redaktion

  5. Ich bin in der Flüchtlingshilfe Willkommen in Schildgen Bergisch Gladbach tätig und unterrichte Flüchtlinge in Deutsch. Ich betreue eine syrische Familie. Über Mobile Nachbarn Team Fahrradhilfe Schildgen mache ich Radtouren mit Flüchtlingen. Ich möchte weiterhin alles lesen.

  6. Am Anfang habe ich gedacht jetzt kommt ein Afd Beitrag (lach).
    Toll geschrieben. Von Kürten könnten wir fast identisches berichten. Bin gespannt wie es weiter geht.