Ohne die Zusammenarbeit der beiden Kirchen hätte die Flüchtlingshilfe in Schildgen wohl anders ausgesehen. Das ist aber nicht der einzige Grund für den Erfolg der Ehrenamtler. Zum Abschluss der Serie „Fluchtpunkt S” ziehen wir eine (Zwischen-)Bilanz: Wie ist es gelaufen? Warum? Und was bleibt von den neuen Nachbarn? Der vierte und letzte Teil unserer Spurensuche vor Ort.

[responsivevoice_button voice=”Deutsch Female” buttontext=”BITTE VORLESEN”]

„Wir können uns auf die Schulter klopfen“, findet Achim Rieks vom Begegnungscafé Himmel un Ääd. „Es ist gut gelaufen, mit den Aktiven und insgesamt in Schildgen.“ Unter den Geflüchteten gebe es viele starke Beispiele für gelungene oder gelingende Integration.

+ Anzeige +

Mehrere haben bereits die DSH-Prüfung bestanden oder lernen gerade dafür. Zwei studieren seit dem Wintersemester an der TH Köln, mit Bafög oder mit einem Stipendium. Ein anderer hat einen Job als Fliesenleger gefunden, sein Arbeitgeber wird ihm den Führerschein bezahlen und ihm dabei helfen, eine Wohnung zu finden.

Hinweis der Redaktion: In dieser 4-teiligen Serie beschäftigen wir uns exemplarisch mit der Flüchtlingsarbeit im Stadtteil Schildgen. Wir wollen wissen, wie die Menschen hier mit der Herausforderung ab Herbst 2015 umgegangen sind – und wie die neuen Nachbarn Schildgen verändert haben. Hier finden Sie Teil eins, Teil zwei und Teil drei.

„Ich glaube, dass wir jetzt erst so richtig Dynamik haben“, sagt Jürgen Glöckler. Der pensionierte Diplom-Ingenieur kümmert sich schwerpunktmäßig um die berufliche Integration der Geflüchteten. „Ich weiß mittlerweile ungefähr, was die einzelnen Gruppen erwarten, was sie gerne machen würden und könnten.“

Die meisten, die er kenne, wollten unbedingt in den Arbeitsmarkt, um unabhängig zu sein von den Sozialleistungen. Natürlich gebe es auch ein paar, die nichts machten.

Glöckler glaubt, das sei ein kultureller Aspekt: „Manche der jungen Männer schlafen tagsüber lange, wenn ihnen keiner aus der Familie Druck macht.“ Auch Traumata aus dem Krieg oder von der Flucht können eine Rolle spielen. Glöckner verspricht sich aber einen Schneeball-Effekt von den vielen anderen, die lernen und arbeiten.

Die Behörden: Reinfall oder Glücksfall?

Ilse Reugels hat eine gespaltene Meinung. Die ehemalige Schildgener Geschäftsfrau heißt eigentlich anders, möchte hier aber nicht ihren richtigen Namen nennen. Seit dem Sommer 2016 vermietet sie an eine fünfköpfige Familie. Ihre Mieter haben sich lange schwergetan, sind nicht zum Sprachkurs gegangen. Das hat sich inzwischen geändert. Sie haben verstanden, dass sie etwas tun müssen, um in Deutschland anzukommen, glaubt Reugels.

Und sie findet: „Die, die schon integriert sind, muss man nicht mehr Flüchtlinge nennen.“

Im Großen und Ganzen hat ihre Erfahrung nicht ihre Einstellung zu den geflüchteten Menschen verändert, sondern die zu den Behörden. „Geld ist nicht Integration“, sagt sie. Die Stadt habe alles den Freiwilligen überlassen.

Werner Rüsing hat das anders erlebt. Obwohl er und seine Frau anfangs in die Lücke gesprungen sind, die die Stadt gelassen hatte, sagt er, die Sozialarbeiter seien unglaublich engagiert gewesen – teilweise deutlich über ihre Belastungsgrenzen hinaus. „Dass bürokratisch nicht gleich alles funktionierte, ist doch klar. Die wurden ja genauso ins kalte Wasser geschmissen wie wir.“

Auch Glöckler ist es wichtig, das zu betonen: „Ich habe unglaublich gute Erfahrungen gemacht mit den Ämtern.“  Gerade im Jobcenter mit dem neu geschaffenen Integration Point herrsche viel Bereitschaft, kreative und unkonventionelle Lösungen zu finden. Und auch die Universitäten im Kölner Raum beschreibt er als sehr offen und gut aufgestellt.

Jürgen Glöckler im Originalton:

Was bleibt?

Obwohl auch viele Ehrenamtler deutlich über ihre Belastungsgrenzen gegangen sind, blicken alle Interviewpartner positiv, zum Teil wehmütig auf die vergangenen zwei Jahre zurück – besonders auf die Anfangszeit im Haus Pohle. Hier hatte man sich regelmäßig getroffen, gemeinsam gekocht, geredet, gespielt.

Claudia und Werner Rüsing waren traurig, als die Unterkunft schloss. Sie wohnen direkt gegenüber des ehemaligen Hotels Haus Pohle und haben sich in der Anfangszeit täglich um die Flüchtlinge dort gekümmert (siehe Folge 1).

Über die Zeit sei ein besonderes Verhältnis zu den Bewohnern entstanden: „Die jungen Männer waren zum Teil im Alter unseres ältesten Sohns“, sagt Claudia Rüsing. „Die waren nachher wie Kinder für uns.“ Ihren Mann hätte es nicht gestört, wenn ein paar noch länger im Haus Pohle geblieben wären.

Zur Person: Claudia und Werner Rüsing (bitte das + anklicken)

Claudia und Werner Rüsing wohnen in der Altenberger-Dom-Straße, direkt gegenüber der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Das Haus gehörte schon Claudia Rüsings Großeltern. Sie sagt: „Wir sind Kernbevölkerung in Schildgen, und Werner ist Kernbevölkerung in Bergisch Gladbach.“Claudia Rüsing arbeitet in einer Zahnarztpraxis im Bergischen Land. Werner Rüsing führt seine eigene Unternehmensberatung von zu Hause aus – ein Grund, warum die Familie bald zum ersten Ansprechpartner von Flüchtlingen und Sozialarbeitern der Stadt wurde.

Eine schöne Erfahrung sei die Dankbarkeit gewesen, die sie zurückbekamen. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der sehr viel materiell ist“, sagt Rüsing. „Hier waren Menschen, die einfach dankbar sind, dass man sich um sie kümmert.“

Er erzählt, wie sie vor zwei Jahren zu Weihnachten kleine Päckchen für alle Bewohner gemacht hätten, zu dem Zeitpunkt über 60. „Da kam so viel Dankbarkeit für so ein 2,50-Euro-Geschenk rüber, die du normalerweise nicht für ein 200-Euro-Geschenk bekommst.“

Auch Ehrenamtsbegleiterin Margret Grunwald-Nonte berichtet von der Freude über ein positives Feedback. Das müsse nicht immer ein Dank sein. Es sei einfach schön zu sehen, dass man etwas bewirkt habe.

Zur Person: Margret Grunwald-Nonte
Margret Grunwald-Nonte hatte als selbstständige Psychologin nicht viel Zeit zur Verfügung, schloss sich aber dennoch der Schildgener Kontaktgruppe an.

Seit Oktober 2016 hat sie eine Projektstelle als Ehrenamtsbegleiterin in Teilzeit beim Kirchengemeindeverband Bergisch Gladbach-West. Das heißt, sie bietet Ehrenamtlern psychosoziale Unterstützung und steht ihnen in komplexen Angelegenheiten, etwa beim Anwalt oder im Krankenhaus, beratend zur Seite.

Nach wie vor kümmert sie sich aber auch um einzelne Flüchtlinge – ehrenamtlich, versteht sich.

Genau wie die Rüsings hat sie die Arbeit mit den Flüchtlingen als Bereicherung erlebt: „Ich wurde mit Lebensgeschichten, Kulturen und Menschen konfrontiert, die ich so nie kennengelernt hätte. Für mich ist das eine Horizonterweiterung und eine Möglichkeit, mal die deutsche Brille abzulegen.“

Hinzu kommt auch bei ihr ein Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, in Deutschland geboren zu sein, in guten, gesicherten Verhältnissen zu leben, ohne Krieg. „Das macht ein Stück demütig und relativiert den Blick auf die Welt“, findet Grunwald-Nonte.

Margret Grunwald-Nonte erzählt von ihren Erfahrungen:

Michael Funcke von den „Mobilen Nachbarn” hat das auch so erlebt und glaubt, es sei vielen Schildgenern mehr ins Bewusstsein gerückt, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst.

Wie hat sich die Dorf-Gemeinschaft verändert?

Für Grunwald-Nonte war das große Engagement im Ortsteil eine Überraschung. Wegen ihrer Einschätzung, dass Schildgen so „gesettelt“ sei, hätte sie damit nicht gerechnet. „Da hatte ich wohl selbst Vorurteile“, sagt sie und lacht.

Sie findet, dass Schildgen in den letzten zwei Jahren offener und lebendiger geworden ist, auch der Umgang miteinander. Persönlich hat sie über die Kontakte mit den ehrenamtlich Aktiven „ganz viele tolle Menschen kennengelernt“.

Das betont auch Ingolf Gritschneder von der Initiative „Willkommen in Schildgen” – und fügt hinzu, dass er Schildgen noch einmal ganz anders kennengelernt habe.

Michael Funcke sagt: „Ich bin erst durch die Flüchtlingsaktivitäten wieder richtig in Schildgen angekommen.“

Genau wie meine Mutter. In Folge eins hatte ich geschildert, wie sie nach 14 Jahren im Ort erst durch die ehrenamtliche Arbeit heimisch geworden ist.

Sabine Gresser-Ritter, Diakonin der Andreaskirche Schildgen, bestätigt, dass unter den Ehrenamtlern eine starke Gemeinschaft gewachsen ist. Als Vorsitzende der Willkommens-Gruppe ist sie zwar Teil der Gemeinschaft, sieht sie aber auch ein bisschen aus der Außen-Perspektive.

Zur Person: Sabine Gresser-Ritter (bitte das + anklicken)

 ist seit 1996 Diakonin und Jugendleiterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen. Zur Vorsitzenden der ökumenischen Flüchtlings-Initiative „Willkommen in Schildgen“ wurde sie eher zufällig: „Als ich bei der Info-Veranstaltung gesagt habe, dass die Hilfe so und so koordiniert werden muss, haben alle gedacht, die Frau hat einen Plan.“

Das wiederum war sicher kein Zufall, denn Gresser-Ritter organisiert ständig Veranstaltungen, vom Musical bis zur Jugendbegegnung.

Über die Frage, ob sich Schildgen insgesamt verändert hat, muss sie kurz nachdenken und sagt dann schmunzelnd: „Mein ganzes Umfeld sind Leute, die engagiert sind, ob in der Flüchtlingshilfe oder in der Kirche. Insofern kann ich das schlecht einschätzen.“

Hören Sie selbst, was Sabine Gresser-Ritter sagt:

Warum hat es in Schildgen gut funktioniert?

Ein wichtiger Grund für den Erfolg der Flüchtlingsarbeit scheint die Ökumene zu sein. Die beiden Schildgener Kirchengemeinden arbeiten schon lange eng zusammen und haben ihre Aktivitäten im Herbst 2015 noch einmal stark miteinander verzahnt. „Das ist längst nicht überall so“, sagt Grunwald-Nonte.

Ohne die Kirchen wäre das Engagement für die Flüchtlinge ihrer Meinung nach fast gegen Null gegangen. Zum einen wegen der Gelder, zum anderen wegen der Menschen: Viele Helfer war schon vorher in einer der Kirchengemeinden aktiv.

Achim Rieks glaubt, dass das auch eine Multiplikatoren-Wirkung hatte: „Die Leute waren im Ort bekannt und haben deshalb ein positives Bild von dem Thema erzeugt.“ Auch, dass die Flüchtlinge im Stadtbild präsent waren, dass die Schildgener ihnen zum Beispiel im Himmel un Ääd begegneten, hält er für einen Grund.

Zur Person: Achim Rieks – bitte anklicken
Achim Rieks widmete sich nach seiner Pensionierung als Geodät bei Bayer der Entstehung des Begegnungscafés Himmel un Ääd. Die Idee für das ökumenische Projekt geht auf die 1990er-Jahre zurück, erst 2013 wurden die Pläne konkret. Die 14-köpfige Organisations-Gruppe gründete einen Verein, Rieks übernahm den Vorsitz.

Nach monatelanger Vorarbeit war es soweit: Im Frühjahr 2015 eröffnete das Café auf der Altenberger-Dom-Straße. Ein Raum für Begegnung. Nicht nur im täglichen Café-Betrieb, sondern auch mit einem vielfältigen Programm.

Hinzu kommt vielleicht, dass es für die Bürger nichts komplett Neues war, Ausländer über die Straße laufen zu sehen: Bergisch Gladbach selbst hat 11 Prozent Ausländeranteil, das benachbarte Köln sogar mehr als ein Drittel. „In Zwickau ist das vielleicht anders“, sagt Werner Rüsing.

Zudem hätten die Schildgener die finanziellen Möglichkeiten, um die Menschen zu versorgen. Rüsing: „Wenn Sie ‚Willkommen in Schildgen’ sehen, die haben sicher alle möglichen Probleme gehabt, aber nicht Geld.“

Sabine Gresser-Ritter sieht die Effizienz der Flüchtlingshilfe vor allem in der guten Arbeit der Initiative begründet. Zum einen habe man sich regelmäßig getroffen, um die einzelnen Aufgaben zu koordinieren. Zum anderen habe man sich immer wieder an veränderte Gegebenheiten angepasst. Sie nennt das „prozessorientiertes Arbeiten.“

Was die Mobilen Nachbarn angeht, glaubt Funcke, dass der Erfolg auf vier Säulen steht: Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Fokus auf ein Thema und Engagement des Teams.

Zur Person: Michael Funcke
ist ein Schildgener Urgestein. Sein Vater war Rektor der Grundschule am Ort. Nach mehreren Jahren im Umland kehrte Funcke 2011 mit seiner Familie zurück. Als Ingenieur arbeitet er bei Ford in der Fertigungsentwicklung.

Sein ehrenamtliches Engagement beschreibt er als spontane Reaktion. „Ich dachte, ich muss etwas tun – aus meiner gut situierten Situation heraus, aus meinem Glauben heraus und auch einfach als Mensch.“ Er suchte in Schildgen nach einer Möglichkeit, seine Talente einzubringen.

Bei den Mobilen Nachbarn fühlt er sich „gut gelandet“. Er ist übrigens von der Flüchtlingshilfe zum Fahrrad gekommen und nicht umgekehrt.

Wie Gresser-Ritter und Glöckler hat er von Anfang an seine berufliche Erfahrung auf das Ehrenamt übertragen. Aber auch diejenigen, die sich wie Grunwald-Nonte von den „Manager“-Typen abgrenzten (siehe Folge 2), scheinen im Laufe der Zeit eine Entwicklung durchgemacht zu haben.

Die Ehrenamtsbegleiterin beschreibt etwa, wie sich die Freiwilligen erst einmal „einarbeiten“ mussten und nach einer Weile verstanden haben, dass sie Termine mit Beamten oder Anwälten „strukturiert vorbereiten“ müssen, um alles „schneller und zügiger“ zu machen.

Diese Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit halte ich für einen weiteren Erfolgsfaktor der Schildgener Flüchtlingshilfe. Verbunden mit der „sozialen Ader“ vieler anderer Freiwilliger und der spontanen Hilfe gerade zu Beginn.

Nicht zu vergessen: die (fast) Eins-zu-Eins-Betreuung. Dadurch haben viele Flüchtlinge schnell die Sprache gelernt, Wohnungen gefunden, Schul-, Praktikums- oder Studienplätze bekommen. Und das ist vielleicht auch das Wichtigste, was bleibt: die menschlichen Beziehungen.

_______________________________

Damit endet unsere vierteilige Serie, aber nicht unsere Berichterstattung zum Thema. Wie ist das in Ihrem Stadtviertel gelaufen, welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Nutzen Sie das Kommentarfeld unten – oder schreiben Sie uns: info@in-gl.de

Hier finden Sie die erste drei Folgen:

Die Serie beschränkt sich weitgehend auf das Haus Pohle. Katterbach miteinzubeziehen, hätte den Rahmen gesprengt. Zahlreiche Beiträge über das Camp Katterbach finden Sie hier.

Hier können Sie mitmachen: Ehrenamtliche Hilfe
Deutschunterricht: Inzwischen vor allem Nachhilfe und Prüfungsvorbereitung (quer durch die Sprachniveaus).

Patenschaften: Betreuung einzelner Flüchtlinge oder Familien in sämtlichen Lagen, von einfachen Alltagsproblemen bis hin zu rechtlichen Angelegenheiten. Aktuell vor allem Hilfe bei Wohnungssuche und Praktikums-/Ausbildungs-/Arbeitsplätzen.

Begleitung: Zum Beispiel bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Anwaltsterminen.

Dolmetscherdienste: Für Arabisch übersetzen mittlerweile Flüchtlinge selbst ehrenamtlich. Gesucht sind dagegen Dolmetscher für Tigrinya.

Wohnungseinrichtung/Umzugshilfe: Immer wieder gebraucht werden Möbel, Geschirr und sonstige Einrichtungsgegenstände. Auch Umzugshilfe mit einem Transporter oder Hänger ist dann vonnöten.

Berufliche Integration: Vermittlung von Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen, individuelle Coachings, Hilfe beim Finden von Studienplätzen und Stipendien.

Ansprechpartnerin für alle Angebote von „Willkommen in Schildgen“ ist Sabine Gresser-Ritter, Telefon: 02202/83124, E-Mail: kontakt@willkommen-in-schildgen.de.

Mobile Nachbarn: Die Initiative sammelt, repariert und verkauft Fahrräder zu einem kleinen Preis an Flüchtlinge und andere Bedürftige. Außerdem bietet sie regelmäßige Radtouren und Schulungen an. Ansprechpartner ist Michael Funcke, Telefon: 02202/81230 (über Pfarrbüro von Herz Jesu Schildgen), E-Mail: kontakt@mobile-nachbarn-schildgen.de. 

Spenden dringend benötigt
„Willkommen in Schildgen“ bittet im Moment dringend um Spenden, da die seit 2015 gesammelten inzwischen aufgebraucht sind. Geld ist zum Beispiel notwendig für die Hilfe bei Wohnungseinrichtungen und Kautionszahlungen, anwaltliche Unterstützung oder die Übersetzung von Zeugnissen und anderen Dokumenten.

Kontakt: Sabine Gresser-Ritter,
Telefon: 02202/83124,
E-Mail: kontakt@willkommen-in-schildgen.de.
Bankverbindung: Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
IBAN: DE41 3506 0190 1011 5040 15,
Verwendungszweck: Flüchtlingsinitiative

Mobile Nachbarn in Schildgen

Die Mobilen Nachbarn freuen sich immer über Fahrradspenden, auch Kinderräder. Aktuell suchen sie aber vor allem Schrauber für die Werkstatt. Hier erfahren Sie mehr über die Mobilen Nachbarn

__________________________________

Guter Journalismus ist aufwendig und teuer. Vielleicht wollen Sie einen Beitrag leisten, damit das Bürgerportal weiter wachsen und mehr von diesen langen Berichten produzieren kann? Dann schauen Sie sich bitte mal unseren Freundeskreis: ab 5 Euro werden Sie Mitglied und machen sich das Bürgerportal zu Ihrer eigenen Sache!

PDFDrucken

Laura Geyer

Journalistin. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg, ein Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro. Jetzt glücklich zurück in Schildgen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Liebe Laura Geyer,
    Danke für Ihren schönen Beitrag. Er ist für mich überaus lesenswert, denn er ist mit unseren Worten geschrieben und wunderbar aufgelockert durch die Audiosequenzen, Ergänzungen und Verzahnungen. Außerdem deckt er sich nahezu perfekt mit meinen eigenen Erfahrungen als ehrenamtliche Betreuerin in Odenthal: Als ich mein anfängliches Zögern abgelegt hatte, traf ich auf offene Türen und Menschen. Die Aufgaben änderten sich im Laufe der Zeit. Ich lerne täglich im Kleinen wie im Großen; dazu gehört es auch, sich mal zurückzunehmen oder sich auszuklinken. Aber ich bin ja nicht allein unterwegs. Wir lernen, teilen, lachen und machen Schwieriges wie Schönes gemeinsam. Und es kommt so viel zurück, das macht mir das Herz ganz weit.
    Alles Gute!
    Ute Roggendorf

  2. Liebe Laura Geyer,

    herzlichen Dank für die vier Teile zum “Fluchtpunkt S”!

    Toll geschrieben, nicht unkritisch, aber konstruktiv – wie die Menschen in Bergisch Gladbach.

    Liebe Grüße,
    Lutz Urbach

  3. Diese Serie war sehr gut geschrieben. Ich bin in der Flüchtlingshilfe Willkommen in Schildgen tätig und helfe bei den Deutschkursen. Über die mobilen Nachbarn Fahrradhilfe Schildgen habe ich schon schöne Radtouren mit Flüchtlingen gemacht. Ich habe Deutsche kennengelernt, die ich ohne die Flüchtlinge nie kennen gelernt hätte.