Die Streckenführung durch Thielenbruch

Der vorgesehene Ausbau der S-Bahn von Bergisch Gladbach nach Köln sollte nach Auffassung der CDU-Stadtratsfraktion durchgängig mit einem zweiten Gleis geplant und realisiert werden.

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„Wir sind der Meinung, dass der angestrebte 10-Minuten-Takt der S 11 nur dann verlässlich funktioniert, wenn dieses zweite Parallelgleis lückenlos verlegt ist“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lennart Höring in einer Presseerklärung. Ihm sei es wichtig, im Kontext der am kommenden Montag im Bergischen Löwen stattfindenden Info-Messe über die Vorplanungen des S11-Ausbaus auf diesen „wichtigen Punkt“ aufmerksam zu machen.

Lennart Höring

Höring, der auch Vorsitzender des für strategische Verkehrsentwicklung zuständigen Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses ist, verweist darauf, eine deutliche Erhöhung der Fahrgastzahlen auf dieser S-Bahnstrecke sei für die Mobilitätsentwicklung von großer Bedeutung.

„Es sollte auch das Interesse der Stadt Köln sein, den starken Autoverkehr auf den Straßen in Richtung Zentrum der Domstadt spürbar zu reduzieren. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen die Staufahrten mit dem eigenen Wagen von oder über Bergisch Gladbach nach Köln absolut leid sind, dass sie auf die S-Bahn umsteigen werden, wenn der 10-Minuten-Takt sicher funktioniert“, betont Höring.

Zudem sei die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene „ein echter Beitrag für den Umweltschutz, denn weniger Autoverkehr bedeutet bessere Luft“.

Direkte Gespräche

Die bevorstehende Info-Messe am 14. Mai ist von der Nahverkehr Rheinland GmbH, vom NRW-Verkehrsministerium und von der DB-Netze AG, die für das Ausbauprojekt verantwortlich zeichnen, als eine Maßnahme der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gedacht.

Zwischen 15.30 Uhr und 20.00 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger Gespräche mit den Planern und Projektpartnern führen. Eine ähnliche Veranstaltung hatte es bereits am 9. April in Köln-Mühlheim gegeben.

„Die CDU-Fraktion hofft darauf, dass das gesamte Projekt – mit der durchgängigen Verlegung des zweiten Gleises und dem fachgerechten Ausbau des Bergisch Gladbacher S-Bahnhofs – zügig vorangebracht wird“, bekräftig Höring. Die Realisierung dieses S-Bahn-Projekt sei bedeutend für die weitere Stadtentwicklung.

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4 Kommentare

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  1. Klasse wäre natürlich, wenn man folgendes zusätzlich zum S11 Ausbau umsetzen würde:

    – KVB-Linie von Thielenbruch bis Duckterath bzw. Gierath verlängern – ungefähr bis BGL-Campus/Polizei. Weiter halte ich einen Bau für nicht zwingend notwendig.

    – Linie 1 bis Moitzfeld zwecks Arbeitsplätzen im Techn.park

    – Linie 4 bis Schildgen.

    – Zudem sind die eigentlich sehr zentralen Stadtteile wie Hand und Paffrath sehr schlecht Richtung Köln angebunden – wüsste aber nicht wie man die bahntechnisch erreichen könnte.

  2. Ich stimme Lothar Eschbach zu: Das eine tun, ohne das andere zu lassen.

    Bergisch Gladbach braucht (ebenso wie die Stadtteile entlang der Bergisch Gladbacher Straße) dringend eine verbesserte S-Bahn-Anbindung. Mehr Verkehr auf der Schiene ist die einzige Möglichkeit, wirklich etwas am Stauproblem zu ändern.

    Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir dabei über extrem lange Planungs- und Realisierungszeiträume reden. Wenn der 10-Minuten-Takt endlich kommt, wird er schon nicht mehr ausreichen. Anstatt nur dieses eine Projekt zu verfolgen und dann ‘total überrascht’ zu sein, dass die S-Bahn weiterhin überlastet ist, sollten wir heute schon einen weitergehenden Ausbau des Schienennetzes ins Auge fassen: Linie 1 nach Herkenrath, eine Straßenbahn auf dem Bahndamm bis GL-Stadtmitte, und eine Linie von Dünnwald über Schildgen nach Odenthal.

    Auch der Radverkehr sollte bei alldem nicht vergessen werden. Wenn ein zweites Gleis gebaut wird, sollte direkt daneben auch ein Radweg vom Bahnhof bis (mindestens) zur Stadtgrenze entstehen. Das würde Radfahrenden den morgendlichen Albtraum rund um den Gronauer Kreisel ersparen, und die Fahrt nach Köln gerade für PendlerInnen deutlich entspannter und attraktiver machen.

  3. Man kann hier nur Herrn Eschbach beipflichten. Anstatt sich größerer Lösungen zu widmen und den Bahndamm neben anderen guten Möglichkeiten in seiner ureigensten Bestimmung zu belassen und eine Straßenbahn über die Trasse zu führen, meint wohl die alles bestimmende GroKo im Rat, dieses über 30 Jahre als herzlichen Streitpunkt geführte Objekt weiterhin als Ass in der Hinterhand zu halten, falls die Pläne der Kölner SPD, teilweise unterstütz von CDU und Grünen, die Börschel-Idee “Pförtnerampel” auf der Bergisch Gladbacher Straße durchzuboxen, zum Tragen kommen. (Puh, langer Satz)

  4. Eine sehr sachliche Pressemitteilung der CDU-Ratsfraktion zum Thema S-Bahn Ausbau. Ein Hinweis allerdings lässt aufhorchen:
    “Es sollte auch das Interesse der Stadt Köln sein, den starken Autoverkehr auf den Straßen in Richtung Zentrum der Domstadt spürbar zu reduzieren. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen die Staufahrten mit dem eigenen Wagen von oder über Bergisch Gladbach nach Köln absolut leid sind, dass sie auf die S-Bahn umsteigen werden, wenn der 10-Minuten-Takt sicher funktioniert“
    Da dachte ich, es gäbe Konsens zwischen Köln und Bergisch Gladbach, demnach scheint es hier aber keine starke Überzeugung zu sein, dass diese Maßnahme bei der Stadt Köln den richtigen Stellenwert hat.

    Bei aller Freude über diesen Ausbau der S 11 und damit dem verbesserten Anschluss nach Köln und vor allem an das Netz der Deutschen Bundesbahn, man darf dabei nicht vergessen, hier wird ein „Sackbahnhof“ bedient, Bergisch Gladbach ist End- und Startpunkt mit der S 11.
    Das wäre bei Ausbau der Straßenbahnlinien als Nahverkehrsverbindung von Thielenbruch (Linien 3 und 18) nach Gladbach-Mitte und dem Ausbau der Straßenbahnlinie vom Gladbacher Bahnhof über den Bahndamm bis nach Moitzfeld und alternativ mit der Linie 1 nach Köln oder über Gladbach zurück innerstädtisch (Bergisch Gladbach) sehr viel anders. Wahrscheinlich wäre mit der verkehrstechnischen Wirkung auf den modalen Shift und den Individualverkehr eine völlig andere Größenordnung erreichbar.
    Schließlich sind in Moitzfeld mit dem Technologiepark, mit Miltenyi Biotec und dem neuen Industriegebiet bald über 5000 Arbeitsplätze, abgesehen von dem möglichen „Umsteigeverkehr“ durch den Anschluss an die A 4 in Moitzfeld.

    Das die KVB, das Köln ein solches Projekt, ein solcher Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs eher weniger interessiert, das ist bedauerlich, aber fast nachvollziehbar, Kölner Verkehrs Betriebe eben, da gibt es noch viel zu tun.
    Das eine zu tun, ohne das andere zu lassen, das wäre mal ein wegweisender und strategischer Ansatz bei den bekannten Planungszeiträumen, auch für die Nutzung des Bahndamms. Schließlich war der schon immer Bahndamm, was absolut Konsens ist.