Der Bahnhof Messe-Deutz. Bahnhöfe und Strecke sollen ausgebaut werden. Foto: NVR/Smilla Dankert

Auf Bergisch Gladbach rollt eine weitere große Bürgerbeteiligung zu. Aber im Gegenteil zum FNP haben die Bürger auf den Ausbau der S 11 lange gewartet. NVR und Bahn starten jetzt einen frühzeitigen Dialog: Im Netz, in Mülheim und in Bergisch Gladbach.

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Die Taktverdichtung der S-Bahn-Anbindung in Richtung Köln und ein zweites Gleis gehören seit vielen Jahren zu den großen Wünschen der Bergisch Gladbacher. Der teilweise Ausbau der Strecke und eine Verdopplung der Zahl der Züge ist als Teil des Projektes „S-Bahn-Ausbau im Knoten Köln” beschlossene Sache, jetzt beginnt der konkrete Planungs- und Genehmigungsprozess. Die Details stellten NVR und 

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Der zweigleisige Ausbau zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach für den 10-Minuten-Takt, der Ausbau der Stationen in Duckterath, Bergisch Gladbach, Hauptbahnhof Köln und Messe/Deutz sind die zentralen Punkte im ersten Projektabschnitt. Im Zuge der Vorplanungen sind jetzt erste Entwürfe fertig, sie sollen nun den Betroffenen vorgelegt werden.

Dabei setzen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Bahn unter dem Motto „S bewegt die Menschen” auf eine breite und frühe Beteiligung der Öffentlichkeit. Formal ist es eine „frühzeitige Bürgerbeteiligung”, weit vor dem gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren. 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst unterstützt diesen Ansatz persönlich: „Bei großen Infrastrukturprojekten wollen wir die Menschen frühzeitig von deren Nutzen überzeugen und sie auch in die Umsetzung aktiv einbeziehen,“ sagt der Minister.

Den S-Bahn-Ausbau Köln hat das Ministerium sogar als Modellprojekt im neuen landesweiten „Bündnis für Mobilität” ausgewählt. Dabei sollen neue Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung bei einem landesweit bedeutenden Infrastrukturprojekt erprobt werden.

Die Vison: So soll der Knoten Köln nach dem Ausbau aussehen

Erster Schritt ist ein Online-Dialog auf der Website sbahnkoeln.de vom 26. März bis zum 14. Mai 2018. Auf der Website informieren Pläne und Luftbilder über die zentralen Punkte des Vorhabens. Die Bürger können sich ein Bild von der Situation vor Ort machen, Rückfragen an die beteiligten Vorhabenträger und ihre Partner stellen und Anregungen äußern.

Auf der Website wird es auch ein geschlossenes, moderiertes Debattenforum geben: Wer sich anmeldet, kann mitmachen und die Diskussion verfolgen.

Im zweiten Schritt gibt es die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit Projektbeteiligten und Planern bei zwei Terminen:

  • Infomesse Köln: 9. April 2018, 15:30–20 Uhr,
    Stadthalle Köln Mülheim, Jan-Wellem-Straße 2
  • Infomesse Bergisch Gladbach: 14. Mai 2018, 15:30–20 Uhr,
    Bergischer Löwe, Konrad-Adenauer-Platz

Bei den Infomessen gibt es eine festen Programmpunkte, sondern offene Angebote zum direkten Gespräch mit Planern und Fachleuten. Interessierte können ihre Ortskenntnisse sowie Eindrücke einbringen.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung gehen, wo dies möglich ist, in die weiteren Planungen ein. „Wir wollen ein modernes und zukunftsfähiges S-Bahn-Netz für den Großraum Köln schaffen“, sagt Bernd Köppel, Leiter Großprojekte West der DB Netz. Die Planer sollten nach den besten möglichen Lösungen, mit Blick auf Mensch und Natur. „Die Bürger können uns unterstützen, indem sie schon in der Vorplanung ihre Erfahrungen und Hinweise einbringen,” hofft Köppel.

„Die Fahrgastzahlen im S-Bahn-Verkehr in und rund um Köln steigen seit Jahren, allein im Jahr 2016 um 7,6 Prozent“, erklärt NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. „Vor dem Hintergrund des starken Wachstums der Metropolregion und zunehmender Pendlerverkehre wollen wir den Ausbau der S-Bahn im Sinne der Fahrgäste schnell vorantreiben.” Daran können und sollen sich die Betroffenen beteiligten. Egal, ob sie täglich in der S-Bahn sitzen oder ob sie an der Strecke wohnen. Oder beides.

Weitere Infos:

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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