Die Papierfabrik Zanders steht mitten in der Insolvenz, kündigt aber schon jetzt eine Preiserhöhung für 2019 an. Das sei Teil der strategischen Neuausrichtung, der Verkauf an einen Investor zeichne sich ab.

In einer Pressemitteilung erläutert Vertriebschef John Tucker, die Kostenexplosion in der Produktion bei Chemikalien, Energie und Zellstoff sei zwar offenbar überstanden, doch verharrten die Einkaufspreise auf einem Allzeithoch. Die Zusatzkosten habe das Unternehmen bislang nicht an die Kunden weiter geben können, daher sollen die Preis ab dem 1. Januar für alle Produkte herauf gesetzt werden. Wie hoch, sagt er nicht.

Tucker betont, dass dieser Schritt „Teil der strategischen Überlegungen für 2019″ sei, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Es zeichne sich ein „erfolgreicher Abschluss des Investorenprozesses” ab. Damit meint er die Verhandlungen mit bislang nicht bekannten Interessenten, die die Papierfabrik kaufen und weiter betreiben wollen.

Zanders ist seit Juni in der Zahlungsunfähigkeit, der Insolvenzverwalter Marc d’Avoine arbeitet an einer Restrukturierung und will das Unternehmen nach eigenen Angaben noch dieses Jahr verkaufen. Interessenten aus China sind zwar längst wieder abgesprungen, dennoch gebe es gute Chancen.

Zuletzt hatte die Stadt Bergisch Gladbach das komplette Areal gekauft und dem Unternehmen damit mehr Zeit für eine Rettung verschafft. Rund 60 Beschäftigte wurden bereits entlassen.

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