Stadtrat und SEB-Verwaltungsrat haben den Ankauf des Zanders-Arals gebilligt. Bürgermeister Urbach wertet das Votum als Beleg, dass der Rat bei wichtigen Themen konstruktiv zusammen arbeitet – und als Schritt zur Standortsicherung. 

Der Stadtrat hat am Dienstag, den 9. Oktober 2018, einstimmig und ohne Enthaltung für den Ankauf der Grundstücksflächen der Zanders GmbH in der Stadtmitte gestimmt. Zuvor war ein notarielles Angebot des Insolvenzverwalters Dr. Marc d`Avoine für die rund 23 Hektar Industriefläche bei der Stadt eingegangen. Die Abstimmung fand im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung statt. Zuvor hatten aber bereits im öffentlichen Teil sämtliche Fraktionen für diesen Schritt votiert.

Bürgermeister Lutz Urbach begrüßte diese Abstimmung außerordentlich:

„Es zeigt, meine Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat, dass wir bei wichtigen Themen konstruktiv beraten, zusammenarbeiten und verantwortlich entscheiden. In den letzten Wochen haben viele Kolleginnen und Kollegen sowie externe Fachleute an diesem Schritt gearbeitet. Trotz der Kürze der Zeit wurde alles daran gesetzt, sämtliche Risiken und Chancen dieses Grundstückskaufs herauszuarbeiten und abzuwägen.

Natürlich sind die Altlasten ein Punkt, der nicht abschließend geklärt werden konnte. Aber Bezirksregierung und Kreisverwaltung haben uns signalisiert, dass sie uns im Fall der Fälle bei diesen Themen in Zukunft nicht alleine lassen werden.

Im Fokus steht nach wie vor die Standortsicherung des Papierunternehmens, das seit 1829 in der Stadtmitte angesiedelt ist und für die Stadtgeschichte und die Menschen dieser Stadt bis heute eine hohe Bedeutung hat. Rund 500 Zandrianer mit ihren Familien haben nun wieder Hoffnung, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann. Dies hat eine enorm große Bedeutung.

Sollte die Papierära irgendwann enden, sind die Flächen in den Händen der Stadt. Auch hier wollen und werden wir gerüstet sein.“

In der Verwaltungsratssitzung des Stadtentwicklungsbetriebs, die nach der Ratssitzung stattfand, wurde der Ankauf ebenfalls einstimmig ohne Enthaltung beschlossen.

Im Vorfeld dieser Ratsentscheidung waren die Ratsmitglieder bei einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag, den 4. Oktober 2018, durch Bürgermeister Lutz Urbach, externe Berater sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung Köln, der Kreisverwaltung sowie der Stadtverwaltung, über diese Ankaufsmöglichkeit informiert worden.

Neben Bürgermeister Lutz Urbach, Stadtkämmerer Frank Stein und Stadtbaurat Harald Flügge nahmen auch die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Landrat Stephan Santelmann und der Geschäftsführer des Region Köln/Bonn e.V., Dr. Reimar Molitor, an dieser Veranstaltung teil. Außerdem waren zwei Vertreter des Insolvenzverwalters Dr. Marc d´Avoine zu Beginn der Veranstaltung anwesend. Ebenfalls zur Beantwortung von Fragen standen die juristischen Berater der Stadt Bergisch Gladbach zur Verfügung.

Zwei Stunden lang wurde bei der Informationsveranstaltung über das Für und Wider der Entscheidung beraten.

Am 1. September 2018 ist das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Zanders GmbH vom Kölner Amtsgericht eröffnet worden. Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine wurde zum Insolvenzverwalter bestellt.

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