Die Kreuzung Nittumer Weg/In den Wiesen ist ein Gefahrenpunkt für Fußgänger. Foto: Jo Schlösser.

Nach Ansicht des Beirats stellt der Fußweg in Schildgen an der L 288 eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen dar. Verschläge zur Verbesserung würden vom zuständigen Landesbetrieb ignoriert.

Für den Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach ist es „völlig unverständlich“, dass der nordrhein-westfälischen Landesbetrieb für Straßenbau „Straßen. NRW.“ die Baumaßnahmen an der L 288 zwischen Schildgen und Schlebusch nicht behindertengerecht zu Ende bringt.

„Wir sind empört, dass unsere Vorschläge zur Reduzierung von Gefahren für Menschen mit Behinderungen, die entlang der viel befahrenen Landstraße auf Gladbacher Gebiet bestehen, von ‚Straßen. NRW.‘ schlichtweg ignoriert werden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Inklusionsbeirates, Holger Thien.

Konkret geht es dem Beirat um den – von Schildgen aus gesehen – linksseitigen Fußgängerweg, der „in einem sanierungsbedürftigen Zustand ist und eine Gefahr besonders für sehbehinderte und blinde Menschen darstellt“. Zudem gebe es hier keine ausreichende Beleuchtung.

Zwar sei der rechtsseitig verlaufende neue Rad-Fußweg mit einem Blindenleitsystem ausgestattet, allerdings fehle zur Überquerung der L 288 vor der Kreuzung Nittumer Weg/In den Wiesen ein Straßenteiler.

Zumindest sollte ein Zebrastreifen für mehr Sicherheit sorgen, lautet eine Forderung. „Wie sollen Menschen mit Behinderungen zur anderen Seite gelangen, an der sich eine Bushaltestelle befindet“, gibt Thien zu bedenken.

Hinzu komme, dass die Fahrzeuge wegen der Abschüssigkeit der Straße diese Stelle mit Geschwindigkeiten von 70 km/h und mehr passierten. „Das muss doch den Verantwortlichen zu denken geben und sie zum Handeln bewegen.“

Gesetzliche Bestimmungen

„Straßen. NRW.“ liegen bereits zwei schriftliche Eingaben vor, in denen der Beirat exakt beschreibt, welche Maßnahmen zur Behebung der Gefahrenquellen erforderlich sind. Diese bereits im Juli und August dem Landesbetrieb zugeleiteten Mails seien bis heute substanziell unbeantwortet geblieben.

„Das ist mehr als enttäuschend, zumal es bereits seit dem Jahr 2012 Bestimmungen des Gesetzgebers gibt, wonach die Ämter dazu angehalten sind, bei baulichen Maßnahmen stets die Erfordernisse für Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen und umzusetzen“, betont der Beirat.

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