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Das Bergische ist nicht zuletzt wegen seiner einmaligen Landhausarchitektur bekannt. Liebhaber schätzen die rustikale Optik und beziehen die oftmals historischen Elemente in ihre Innenraumgestaltung ein. Doch wie sieht der bergische Einrichtungsstil überhaupt aus? Was sind Wohntrends für 2019?

Und wie gelingt es jetzt im Winter, die eigenen vier Wände in einen gemütlichen Rückzugsort zu verwandeln? Wir haben bei der Raumausstatterin Dagmar Reitz nachgefragt.

„Wir beobachten in den letzten Jahren ein Umdenken“, erzählt uns die Wohnexpertin. „Die regionale Verbundenheit schlägt sich vermehrt in der Einrichtung nieder. Wo vor einigen Jahren Möbel aus dem Discounter ohne individuelle Note dominierten, achten unsere Kunden heute wieder verstärkt darauf, woher die verwendeten Materialien stammen und ob sie zum Design des Hauses und zur Region passen.“

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Das traditionelle Grün der bergischen Haustüren wird beispielsweise wieder vermehrt nachgefragt, aber auch Schiefer oder die bergische Grauwacke, die als Fliesenspiegel in der Küche oder im Badezimmer Verwendung finden. „Natürlichkeit ist sowieso eines der ganz großen Einrichtungsthemen der nächsten Jahre.“ Reine Woll- und Leinenstoffe oder rustikale Holzelemente erleben eine neue Renaissance.

Aber bitte mit Farbe!

Im Kontrast zur gelebten Natürlichkeit steht ein weiterer Trend für 2019: Farbe. Alles wird bunter, knalliger und damit individueller – weg vom Einheitsbeige oder Baumarktgrau. „Ich freue mich immer, wenn meine Kunden mutig Farbe bekennen“, schmunzelt Reitz.

Redakteurin Christina Klug-Nohr spricht mit Raumausstatterin Dagmar Reitz in ihrem Ladenlokal in Refrath über bergische Wohntrends. Foto: Elke Strothmann

Akzente lassen sich nicht nur über Wandfarben setzen, auch Teppiche, farbenfrohe Polstermöbel, Kissen oder Accessoires können helfen, das angesagte Farbenspiel ins eigene Zuhause zu holen. Wer es doch lieber zurückhaltender mag, wird Gefallen an modernen pastelligen Rosatönen finden oder sich für die angesagten Kreidefarben begeistern können, mit denen jedes Möbelstück im Handumdrehen einen Hauch Natürlichkeit erhält.

„Dieser Stil passt sehr gut ins Bergische Land. Denn matte Oberflächen schaffen Wärme und damit Gemütlichkeit. Beides Attribute, die man üblicherweise mit bergischen Landhäusern verbindet.“

Kleine Räume, dunkle Räume?

Was einerseits eine kuschelige Atmosphäre verströmt, kann andererseits schnell dunkel wirken. Denn historische Häuser zeichnen sich häufig durch einen gedrungenen Grundriss mit kleinen, verwinkelten Räumen und niedrigen Decken aus.

Dagmar Reitz hat einen Expertentipp, wie man die bergische Bauweise insgesamt größer und heller erscheinen lassen kann: „Moderne Pastelltöne eignen sich besonders gut, um Helligkeit zu schaffen.

Außerdem ist es wichtig, dass man die Raumgestaltung über eine ganze Wohnebene hinweg durchzieht: Einheitliche Bodenbeläge – beispielsweise breite Landhausdielen – und homogene Wandfarben erzeugen den Eindruck von Weitläufigkeit. Helle, fließende Stoffe sind bei kleinen Räumen ebenso Trumpf wie zurückhaltende Dekorationen, die nicht zu groß sein dürfen.“

Stilbruch als Stilelement

Zwar schätzen viele Menschen die äußere Erscheinung der bergischen Bauweise als Bekenntnis der eigenen Verbundenheit zur Region, doch trotz klassischer Fassaden wollen sie auf ein modernes Wohngefühl nicht verzichten. Um ein solches zu erreichen, ist meist aber eine Sanierung notwendig: Dabei werden Grundrisse geöffnet und kombinierte Wohnflächen geschaffen, wie sie besonders in der zeitgenössischen Architektur vorkommen.

„Ein kubischer Anbau ist oft ein guter Kompromiss“, weiß Dagmar Reitz aus Erfahrung. „Der Stilmix wird so zum Statement.“ Im ländlicheren Bereich sehe man solche architektonischen Gegensätze häufiger.

In den größeren Städten des Bergischen Landes würde ein anderer Stil bevorzugt: „In den Eigentumswohnungen meiner Kunden ist die skandinavische Richtung ein echter Evergreen“, sagt Reitz.

Wunderbar winterlich mit drei einfachen Tricks

Und obwohl bei diesem nüchternen Einrichtungsstil gerade Linien und dezente Farben dominieren, muss nicht auf Gemütlichkeit in der kalten Jahreszeit verzichtet werden: „Ob Stadt oder Land, aus meiner Sicht schaffen drei Dinge sofort eine kuschelige und einladende Atmosphäre: Das Licht echter Kerzen, Wolldecken und Fellplaids sowie dunkelgrüne Farbe – ob durch echtes Tannengrün oder entsprechende Wohnaccessoires.“ Dann kann der Winter ja kommen! (CKN)

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