Skizze des Club L 94 für die Anbindung der Freitreppe an die Schlosstraße. 

Die Stadtverwaltung bestätigt erneut, dass der Umbau der Schlossstraße und auch der Freitreppe im ersten Abschnitt erst ab Sommer 2019 beginnen kann. Zudem skizziert sie die weiteren Abschnitte.

Der aktuelle Planungsstand und die nächsten Schritte für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes sind in der kommenden Woche Thema im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) sowie im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss. Im Vorfeld verschickte die Stadtverwaltung einen Pressemitteilung zum Sachstand.

Neu ist darin allerdings nur ein einziger Punkt: Die große Freitreppe neben der neuen Schlossgalerie zum Alten Markt wird nicht von Schlossgalerie-Investor Centerscape mit gebaut, sondern wandert ebenfalls in die Verantwortung des Kölner Büros Club L94, das auch den Wettbewerb für die Umgestaltung der Schlossstraße gewonnen hatte.

Nach Angaben der Stadt orientieren sich die Architekten aber eng am ersten Entwurf des Centerscape-Architekten F.-W. Groefke.

Details zur Gestaltung der Freitreppe
Die große Treppenanlage steigt relativ steil entlang der Nordfassade der Bensberger Schlossgalerie auf. Sie ist die wichtige fußläufige Stadtteilverbindung von der Schloßstraße hinauf zum Markt.

Geplant sind einzelne Stufenpakete mit Zwischenpodesten, die so angeordnet sind, dass die Anbindung an die Zugänge der Bensberger Schlossgalerie in den unterschiedlichen Geschossebenen gewährleistet ist.

Die Anbindung der Freitreppe an die Schloßstraße erfolgt über eine gegenüber dem ursprünglichen Architektenentwurf veränderte Treppenanlage vor der Schlossgalerie. Durch die neue Lage konnte Platz gewonnen werden, der unter anderem als Marktaufstellfläche genutzt werden soll. 

Die Tatsache, dass die Treppenanlage neben der Schlossgalerie sowie der Straßenabschnitt der Schlossstraße vor dem Gebäude erst 2019 umgesetzt werden, sei eine Folge der Fördersystematik, erläutert Planer Wolfgang Honecker ein weiteres Mal. Wie bekannt führt das dazu, dass die Schlossgalerie weit früher fertig wird (nach aktueller Planung im Sommer) als die Straße davor.

Der Siegerentwurf des Club L94 für die Schlossstraße mit den vier Abschnitten

Die Stadtverwaltung erinnert auch noch einmal daran, dass beim Realisierungswettbewerb 2017 für die Schlossstraße für vier Jahre vier Bauabschnitten skizziert worden waren:

Zum 1. Bauabschnitt zählen die Treppenanlage zum Markt, der Stadtplatz sowie die Stufen zur Schloßstraße. Hier kam die Förderzusage für das Jahr 2017. Da aber noch die Gestaltung konkret durch den Wettbewerbsgewinner club L 94 erstellt werden muss, gibt es noch keine abschließende Entscheidung über die Gesamtgestaltung. Diese ist für Februar 2019 avisiert. Der Abriss der Gebäude an dieser Stelle ist förderunschädlich möglich bzw. schon teilweise erfolgt. Der Baubeginn ist für Sommer 2019 geplant

Der 2. Bauabschnitt umfasst die Fläche vor der Bensberger Schlossgalerie. Hier wurde Mitte Oktober bekannt, dass die Fördersumme für 2018 in voller Höhe bewilligt wurde, am 29. November 2018 überreichte die Regierungspräsidenten Gisela Walsken den Förderbescheid an Harald Flügge. Der Baustart ist unmittelbar im Anschluss an den 1. Bauabschnitt vorgesehen.

Details zum Förderbescheid für 2018
Die Bezirksregierung hat für den 2. Bauabschnitt 2,612 Million Euro in der vollen beantragten Höhe bewilligt. Dabei geht es um diese Maßnahmen:

  • Umgestaltung der Schloßstraße (2. Bauabschnitt – Aufwertung des Oberflächenbelags und Erweiterung der Ergänzungsfläche vor dem Bistro oberhalb der Straße),
  • Aufwertung des Burggrabens (Aufwertung Burgmauer, altstadtgerechte Beleuchtung),
  • Standortmanagement inkl. Standortbüro Schloßstraße
  • Aufwertung des „Stadtgartens“ zwischen Odinweg, Kardinal-Schulte-Haus und Vinzenz-Pallotti-Straße
  • Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes –  Hof- und Fassadenprogramm
  • Konzept und Richtlinie für einen Verfügungsfonds (Förderung von Projektideen aus der Bürgerschaft)
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Tag der Städtebauförderung).

Mit einem ersten Förderbescheid hatte das Land NRW bereits 2017 1,023 Mio. Euro bewilligt, unter anderem für den ersten Bauabschnitt der Schlossstraße. Insgesamt wird mit einem öffentlichen Investitionsvolumen von 15,8 Mio. Euro gerechnet. Der Förderanteil beträgt 70 Prozent.

Der 3. Bauabschnitt betrifft die Straßenfläche ab dem Kino bis zur Nikolauskirche bzw. Commerzbank sowie die Treppe zur Kadettenstraße. Für diese Gestaltung werden die Fördermittel im Jahr 2020 beantragt.

Im 4. Bauabschnitt erfolgen die Neugestaltung der Fläche ab der Tiefgaragenzufahrt auf der Höhe Schlossstraße 65 bis zum Stockbrunnen sowie der Gartenstraße. Hier werden die Anträge für das Förderprogrammjahr 2021 gestellt.

Weitere Vorgehensweise

Um die Planung zu konkretisieren und alle fachlichen Belange zu berücksichtigen, so die Verwaltung, werden noch im Dezember mit dem zuständigen Planer von club L 94 verwaltungsinterne Abstimmungen stattfinden.

Der interfraktionelle Arbeitskreis Schloßstraße, dessen Einrichtung in der Sitzung des AUKIV vom 30. Oktober 2018 beschlossen wurde, soll erstmalig Mitte Januar zusammenkommen. Der Arbeitskreis setzt sich aus den Vertretern der Politik, Verwaltung, Anwohnern, Händlerschaft und Bürgerinitiativen zusammen.

Die Entscheidung über die Gestaltungsplanung der gesamten Straße und die zu verwendenden Materialien (Bodenbelag und Mauer) ist für die Sitzung des Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss am 26. Februar anvisiert.

Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr wird im Vorfeld, am 5. Februar 2019, über die Vorlage beraten.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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