Foto: NVR/Smilla Dankert

Das Land NRW, die Bahn und der Nahverkehr Rheinland haben den nächsten Schritt für den Ausbau des Schienenverkehrs rund um Köln unterschrieben. Damit geht es auch bei der S 11 voran. 

Bei der 3. Bahnknoten-Konferenz haben NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla, NVR-Verbandsvorsteher Stephan Santelmann und NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober am Montag zwei sogenannte Planungsvereinbarung getroffen.

Dabei geht es erstens um den Bau der Kölner Westspange und den Ausbau der Eifelstrecke, zweitens aber um den Ausbau der S 11. Alleine für das „S-11-Kernpaket” sind 32 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt sollen hier sogar 370 Millionen Euro investiert werden.

Zum Kernpaket gehören der Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs und des Deutzer Bahnhofs, die Erweiterung der S-Bahn-Stammstrecke (Köln Messe/Deutz – Hauptbahnhof), der Einsatz einer modernen Leit- und Sicherungstechnik, der zweigleisige Ausbau zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie die Erweiterung des Gladbacher Bahnhofs.

Stephan Santelmann, NVR-Verbandsvorsteher und Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises betonte: „Der Knoten Köln ist nicht nur für die Domstadt, sondern für die ganze Region von entscheidender Bedeutung. Jeder investierte Euro ist gut angelegt in die Zukunft der Region als Wirtschafts- und Wohnstandort.“

Das bekannte Ziel der ganzen Anstrengungen: der Takt der S 11 soll  in den Hauptverkehrszeiten zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Worringen von bisher 20 auf 10 Minuten verdichtet werden.

Die große offene Frage: Wann?

Wann es soweit sein wird, ist nach wie vor weit offen: „Angaben zu einem möglichen Fertigstellungszeitpunkt sind aktuell nicht möglich”, heißt es in der Presseerklärung. Zu Beginn des Planungsprozess vor mehr als einem Jahr wurde intern „Ende 2023″ als Zieldatum genannt, öffentlicht legt sich in dieser Frage aber niemand fest.

Jetzt sollen zunächst einmal „die Planungen vertieft und bis zur Reife für ein Planfeststellungsverfahren weiter vorangetrieben” werden. Dann wird es auch eine weitere Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung geben.

Zur umstrittenen Frage, ob für den 10-Minuten-Takt tatsächlich eine vollständige Zweigleisigkeit notwendig ist, gab es keine neuen Informationen. Naturschützer argumentieren, in Thielenbruch würde auch ein Gleis ausreichen.

Der heutigen Vereinbarung war eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung voraus gegangen, die für die Projektpartner einen Pilotcharakter hatte. Das habe sich gelohnt, sagte Verkehrsminister Wüst.

Die Beteiligung habe zu konkreten Veränderungen geführt, zum Beispiel in Sachen Barrierefreiheit. Nun seien auch die Haltepunkte Dellbrück, Holweide und Duckterath Bestandteil des S-11-Kernpakets geworden – und sollen barrierefrei ausgebaut werden.

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