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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

5 Kommentare zu “Im Schnellzug nach Köln?”

  1. Eine sehr interessante und informative Veranstaltungin Bergisch Gladbach!
    Leider habe ich auf dieser Veranstaltung die eigentlich “betroffene” Zielgruppe vermisst. Die Jugend! Was möchte die Jugend, die heutigen 16-20 jährigen, die die eigentlichen Nutznießer dieser Planung sein werden. Ich habe ein interessiertes junges Mädchen mit ihrem Vater gesehen.
    Wir haben diskutiert…gesprochen…Ideen eingebracht. ..grüne und rote Punkte geklebt …aber sind es auch die Gedanken der wirklichen Zielgruppe?

    Ich rege an, vielleicht die Veranstaltung an Schulen (vielleicht in kleinerem Format) an den Projekttagen der Schulen durchzuführen. ..um dort Meinungen und Gedanken zu hören und einzufangen ..nämlich von den Mitbürgern, für die wir alle dort waren…

  2. Bei aller Freude über diesen Ausbau der S 11 und damit dem verbesserten Anschluss nach Köln und vor allem an das Netz der Deutschen Bahn, aber auch die geplante Verbesserung der Taktfrequenz, man sollte dabei nicht vergessen, hier wird ein „Sackbahnhof“ bedient, Bergisch Gladbach ist End- und Startpunkt mit der S 11.
    Das wäre bei Ausbau der Straßenbahnlinien als Nahverkehrsverbindung von Thielenbruch (Linien 3 und 18) nach Gladbach-Mitte und dem Ausbau der Straßenbahnlinie vom Gladbacher Bahnhof über den Bahndamm bis nach Moitzfeld und alternativ mit der Linie 1 nach Köln oder über Gladbach zurück innerstädtisch (Bergisch Gladbach) sehr viel anders. Wahrscheinlich wäre mit der verkehrstechnischen Wirkung auf den modalen Shift und den Individualverkehr eine völlig andere Größenordnung erreichbar.
    Schließlich sind in Moitzfeld mit dem Technologiepark, mit Miltenyi Biotec und dem neuen Industriegebiet bald über 5000 Arbeitsplätze, abgesehen von dem möglichen „Umsteigeverkehr“ durch den Anschluss an die A 4 in Moitzfeld.

    Das die KVB, das Köln ein solches Projekt, ein solcher Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs eher weniger interessiert, das ist bedauerlich, aber fast nachvollziehbar, Kölner Verkehrs Betriebe eben, da gibt es noch viel zu tun.
    Das eine zu tun, ohne das andere zu lassen, das wäre mal ein wegweisender und strategischer Ansatz bei den bekannten Planungs- und Umsetzungszeiträumen, auch für die Nutzung des Bahndamms. Schließlich war der schon immer Bahndamm, da käme es fast einer Wiederinbetriebnahme gleich.

  3. Anstatt einer Verkürzung des S-Bahn Taktes könnte man auch eine Straßenbahnlinie vom Bhf über den Bahndamm an die Linie 1 anschließen.

    Diese fährt dann auch alle 20 Min wodurch man den 10 Min Takt nach Köln gewährleisten kann.

    Da morgens bereits alle 4/6 Minuten eine Bahn ab Refrath fährt, könnte man diese evtl. bis GL verlängern, wodurch Bensberg (alle 10 Min und später bis Herkenrath) nicht benachteiligt würde.

  4. Die Bilder zeigen es, die Intuition sagt es uns, eine Zweigleisigkeit ist wohl Voraussetzung dafür, dass man sich den 10-Minutentakt funktionsfähig vorstellen kann. Das muss unter bestmöglicher Wahrung naturschützender Belange geschehen, darf aber in keinem Fall den Ausbau behindern.
    Der Transportsektor hat bisher noch keinen Beitrag zur Lösung der Klimaproblematik geleistetet und auch das Elektroauto braucht Ressourcen und wird an dem unterträglichen Flächenbedarf nichts ändern (s.a. https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/4268/). Daher ist es so wichtig, dass der S-Bahn Ausbau schnellstmöglich kommt und vielleicht sind wir eines Tages sogar froh, wenn wir in der Rush-Hour noch öfter als alle 10 Minuten eine S-Bahn fahren lassen können, weil kaum jemand mehr mit dem Auto nach Köln kann oder will….
    Die Voraussetzungen werden jetzt geschaffen und sind dann für Jahrzehnte quasi festgeschrieben. Lasst uns diese Chance nutzen !!!

  5. Es ist schön, dass endlich Bewegung in das 20Minutentakt-Problem kommt. Die Stadt hat viel zu lange vergeblich auf Möglichkeiten geschielt, den Straßenverkehr zu optimieren (u.a. mit einer Straße über den alten Bahndamm) und damit der Bevölkerung Sand in die Augen gestreut. Nachdem sich alle Bürgerinitiativen mit den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern gegen den FNP-E. über die lebensgefährdenden Belastungen durch den Straßenverkehr seit Jahren in Stellung gebracht haben, scheinen sich nun auch die Entscheider in den Machtzentren zu rühren. Wenn man den ganzen runden Tischen, Regionalgesprächen, Planvorstellungen und Ankündigungen der BB glauben darf, wird in BG etwas geschehen. Über zeitliche Rahmen lässt man sich natürlich nicht aus, ist man ja durch die Marktgalerie in Bensberg ziemlich gebranntes Kind. Hoffen wir das Beste, lieber Leser.

    Was nun völlig fremdartig erscheint ist die Aufnahme eines Gütergleises im Gladbacher Bahnhof, und das auch noch mit der Begründung “Zanders”! Von der Firma hört man sehr unterschiedliche Zukunftsaussichten und Prognosen. Sie selbst verzichtet schon lange auf den Güterzuganschluss auf eigenem Gelände, weil die produzierten Mengen das nicht mehr lohnen. Außerdem weiß scheinbar niemand, was mit dem Unternehmen geschieht, wie heute der KSTA berichtet. Solche Zeichen lassen kaum noch hoffen für die hiesigen Arbeitsplätze, wenngleich die, wenn irgend möglich, erhalten bleiben sollten.
    Trotzdem scheint es unsinnig, ein Gütergleis in den neuen Bahnhof zu legen, das möglicherweise nie genutzt wird.

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