Robert-Martin Kraus und Hermann-Josef Wagner griffen zum Spaten. Fotos: Ingo Heuer

Viele tausend Gladbacher Pendler können aufatmen, denn die Bauarbeiten auf der alten Bahndammtrasse für eine Straße zur Autobahn haben begonnen. Doch schon zeichnet sich neuer Streit ab.

Was schon seit dem letzten Jahrhundert diskutiert wurde, nimmt nun doch noch Gestalt an. In der vergangenen Woche ist der Startschuss zu den Bauarbeiten für das sogenannte Mobilitätsband zur A4 gefallen.

Der alte Bahndamm, der seit Jahrzehnten ungenutzt die Stadt in zwei Teile zerteilt, wird abgetragen. Damit wird Platz für den Zubringer aus der Stadtmitte zur Autobahn in Bensberg und einen Radweg geschaffen.

Straße und Radweg bilden das „Mobilitätsband”, einen Begriff, den CDU-Fraktionschef Michael Metten geprägt hat und der einen entsprechenden Vorschlag von Stadtbaurat Harald Flügge aufnimmt.

Die Bürger in Bensberg und Refrath „können aufatmen, denn die bis an die Grenzen belastete Bensberger Straße, Kölner Straße und die Dolmanstraße werden hierdurch spürbar vom täglichen Stopp-and-Go Verkehr entlastet”, kommentiert die CDU.

Pendler sparten viel Zeit, weil sie dann auf direktem Weg zur Auffahrt der A4 gelangten. Außerdem würden durch die Trassenführung viele wichtige Punkte der Stadt sinnvoll miteinander verbunden.

Die beiden Refrather CDU-Ratsmitglieder Robert-Martin Kraus und Hermann-Josef Wagner, seit Jahren Befürworter des Mobilitätsbandes, ließen es sich deshalb nicht nehmen, den ersten Spatenstich selbst vorzunehmen.

Kraus, selbst bekennender Radfahrer: „Ich freue mich besonders auf den Radweg, der dann entlang der Trasse ganz entspannt von der Stadtmitte nach Bensberg führt.“

Wagner: „ Ich bin überzeugt, dass dies ein richtiger und wichtiger Schritt ist, den Verkehr in der Stadt zum Nutzen aller Bürger langfristig in den Griff zu bekommen.“

Der plötzliche Baubeginn hatte die ELF Bürgerinitiativen überrascht. Sie kündigten jedoch ihren Widerstand an: „Mehrere Gutachten haben aufgezeigt, dass mit diesem Vorhaben keine signifikante verkehrliche Entlastung zu erwarten ist, sondern eine innerstädtische Umweltzerstörung größten Ausmaßes.”

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7 Kommentare

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  1. Ganz haimlich an uns Bürgern vorbei schaft die Politik Fakten!!!
    Ich lese täglich Bild da stand davon KEIN WORT drin!!!
    BÜRGER WERT EUCH !!!!!!

    ;-)

  2. Ich hätte erwartet, dass unser Lutz persönlich mit Schäufelchen und Häckchen bewaffnet die Arbeitsaufnahme am Bahndamm begleitet. Statt dessen sitzt er wahrscheinlich im Rathaus und spitzt den Bleistiftvorrat für diese Woche an – schließlich ist bei der Stadtverwaltung für heute der PC-freie Tag ausgerufen worden.

  3. Und schon geht der Trick von Stadtverwaltung und CDU auf: Jeder glaubt an einen Aprilscherz und bleibt zuhause. Dabei werden zur Stunde Tatsachen geschaffen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. Die ersten Bäume sind bereits gefallen. Also Leute: Strömt rasch zuhauf und besetzt den Bahndamm!