„Neue Blickwinkel“ standen im Mittelpunkt des dritten „Tags der Städtebauförderung“. Am Samstag wurden in ganz NRW Projekte vorgestellt, die das Land fördert. Und da läuft in Bensberg einiges: 33 Einzelprojekte stehen in den kommenden Jahren an.

In Bergisch Gladbach lag der Fokus auf dem Integrierten Handlungskonzept (InHK) Bensberg, dem Entwicklungskonzept für den Stadtteil Bensberg und den Bereich Bockenberg. Die Städtebauförderung als Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung unterstützt die Entwicklung im InHK-Gebiet. Dafür stehen insgesamt rund 16 Mio. Euro von Bund, Land und EU zur Verfügung.

In diesem Jahr ging es am Aktionstag vor allem um das Motto „Neue Blickwinkel“. Im Zuge der ersten baulichen und damit direkt sichtbaren Projekte – Schlossstraße  und das private Projekt Schlossgalerie  – wurden neue Einblicke auf die Veränderungen der alten Struktur ermöglicht und ein Ausblick auf weitere bevorstehende bauliche und gestalterische Projekte gegeben. Dabei wurde das Augenmerk auf die 33 Einzelprojekte und ihre Verortung im Stadtgebiet gelenkt.

Stadtbaurat Harald Flügge eröffnete den Aktionstag und betonte: „Der integrierte Städtebau, den wir hier vorantreiben, geht die Menschen an, die hier wohnen, die hier einkaufen und gerne flanieren. Ich freue mich, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wir bieten den Besuchern nicht nur tolle Ausblicke und schöne Aktionen an, sondern der Tag markiert in diesem Jahr auch die Startphase der städtischen Baumaßnahmen zum InHK Bensberg.“

Im Gespräch: Lothar Eschbach (rechts im Bild )und Wolfgang Honecker, Abteilungsleiter im Amt für Stadtplanung, vor dem Schaufenster des Ladenlokals in der Schlossstraße 59a. Der Bensberger Lothar Eschbach ist Mitglied der „Initiative Berg“ die ein Augenmerk auf die Gestaltungen des InHK hat. Im „infoFenster“ werden in den kommenden Monaten die Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes aufgezeigt.

Einen Überblick über die aktuellen Projekte des InHK verschafften sich Interessierte Besucher auch im Gespräch mit Vertreter der Stadtverwaltung.

Zu den diskutierten Themen, die den Einwohnern wichtig sind, zählt auch der Standort für den Emilienbrunnen, der versetzt werden soll. Gemeinsam mit Bürgern und Bürgerinnen soll ein geeigneter Standort gefunden werden. Eine Ideensammlung ist angelaufen, erste Standortideen wurden eingereicht.

Ein Panorama-Blick von der fünften Etage des Rathauses Bensberg hat einen ganz besonderen Reiz. Dieser Blick wird aktuell mit gezielten Informationen zu den im InHK genannten Veränderungen im Stadtgebiet ergänzt. Sei es die Schlossstraße, der Wohnpark Manhattan, Stadtgarten, Burggraben, Deutscher Platz, Treppenanlage Schlossstraße, Bereich Steinstraße. Wer sich hier sachkundig macht, bekommt einen guten Einblick in die Projektbereiche. Einzelne Punkte des Konzeptes sind nachzulesen. Geschrieben wurden sie gut sichtbar auf die Verglasung des Turms (Foto ganz oben).

Der Tunnel am U-Bahnhof Bensberg zeigt sich ohne Lichtinstallation nicht gerade von seiner charmantesten Seite. Am Aktionstag fluteten Schriftzüge und bunte Farben den Tunnel.

Eine überraschende Lichtinstallation die die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Unternehmen Gahrens und Battermann umsetzte. Sara Caspari (Stadtverwaltung) erläuterte das Projekt, das einen Vorgeschmack auf die geplante Umgestaltung im Rahmen des InHK geben soll.

Der Stadtgarten – die Umgestaltung der Wiesen unterhalb des Vinzenz-Pallotti-Hospitals – sind auch Bestandteil der Veränderungen. In einer Präsentation im eigens aufgebauten Zelt konnte man die aktuelle Planung einsehen. Gesprächsstoff zu diesem Themenbereich gab es genug.

Besorgt äußerten sich Anlieger. Sie befürchten, dass eine Gestaltung mit Spielplatz, ausgebauten Wegen und Freizeitangeboten auch mehr Schmutz und Lärm im Gepäck hat. Die Anlieger betonten, dass sie bereits jetzt für Sauberkeit auf den grünen Wiesen sorgen, da viel Unrat sorglos weggeworfen wird.

Weitere Beiträge zum InHK Bensberg:

Der Stadtgarten: Von Bensbergs Höhe ins Tal

Bensbergs Händler fordern ein „Ende der Basta-Politik”

Die Bensberger Mauer wird nun (zum Teil) eine Treppe

Der Stand der Dinge beim Umbau der Schlossstraße

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ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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2 Kommentare

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  1. Ich fand es sehr schade, dass da überwiegend ein sehr engagiertes greises Publikum den Ausführungen von Herrn Flügge beiwohnten. Wenn ich meine Kinder, die bereits über 30 Jahre alt sind auf den Emilienbrunnen anspreche, so ernte ich von diesen lediglich ein uninteressiertes Lächeln. Von daher denke ich, dass die Teilnahme der representative Bevölkerung an der Umfrage nicht gegeben sind und nur eine Handvoll ewiggestriger daran teilnehmen werden.

  2. Wenn Herr Flügge behauptet, das InHK “ginge die Menschen an, die hier wohnen”, dann möge er dafür sorgen, dass das so auch vollzogen wird und nicht von ortsfernen Planern gegen den Willen der hiesigen Bevölkerung agieren.