Otto Jung war jahrzehntelang und vielseitig aktiv für Bergisch Gladbach. Der Träger der Goldenen Ehrennadel und des Bundesverdienstkreuzes ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Zum Tod des langjährigen Ratsmitgliedes und Trägers der Goldenen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach, Otto Jung, hat Bürgermeister Lutz Urbach im Namen aller Bürgerinnen und Bürger von Bergisch Gladbach dessen Witwe und Familienangehörigen sein tief empfundenes Mitgefühl ausgesprochen.

Das Engagement des Verstorbenen erstreckte sich auf die unterschiedlichsten Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt: In Sport, Politik und Kirche hinterlässt er die Spuren seines ehrenamtlichen Wirkens.

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So spielte er in allen Jugendmannschaften der Vorgängervereine des heutigen SV Bergisch Gladbach 09 Fußball, war Betreuer, Jugendtrainer und Fußballschiedsrichter. Bei Erreichen der Altersgrenze von damals 47 Jahren war er der ranghöchste Oberligaschiedsrichter im Rheinisch-Bergischen Kreis. Er war überdies Lehrgangsleiter für Nachwuchsschiedsrichter, auch half er bei der Betreuung von Jugendauswahlmannschaften mit.

In späteren Jahren hat er sich verstärkt in die Politik eingebracht. So war er 20 Jahre lang Ortsverbandsvorsitzender für Gronau und Heidkamp. Weil er die Menschen und Strukturen vor Ort kannte, hatte er die Probleme seiner Stadtteile immer im Blick und war dafür bekannt, dass er Lösungen mit Augenmaß und Weitsicht anging.

Von 1979 bis 1984 und von 1989 bis 2009 –  insgesamt 25 Jahre lang –  war Otto Jung Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach. Er gehörte im Laufe dieser Jahre vielen verschiedenen Ausschüssen an.

Besonders engagierte er sich im Rechnungsprüfungs-Ausschuss. Von 1994 bis 2009 war er dort Mitglied, die letzten zehn Jahre Vorsitzender. Sein Schwerpunkt in der politischen Arbeit lag außerdem im Bereich Verkehr: erst im Tiefbau- und Verkehrsausschuss, später im Bau-, Verkehrs- und Werksausschuss, ab 1999 im Ausschuss für Umwelt, Infrastruktur und Verkehr.

Von 1979 bis 1984 gehörte er dem Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald an, von 1994 bis 1999 deren Gesellschafterversammlung. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied im Aufsichtsrat Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg.

Auch als evangelischer Christ wirkte Otto Jung im öffentlichen Ehrenamt: Sechs Jahre lang, von 1986 bis 1992, war Otto Jung Mitglied der Präsidialversammlung der Evangelischen Kirche. Zuvor hatte er sich schon im damaligen Arbeitskreis „Christen und Kerntechnik“ bei seiner Arbeitgeberin, der Firma Interatom, engagiert. Von 1998 bis 2004 war er für die Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach Presbyter und auch Kirchenbaumeister. Er übte diese Ämter mit großer Leidenschaft aus.

Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement wurde er 2008 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Im Jahre 2010 verlieh ihm seine Heimatstadt für seine außerordentlichen Verdienste die Ehrennadel in Gold.

Bürgermeister Lutz Urbach würdigte die Verdienste des Verstorbenen mit hoher Wertschätzung: „Wir haben mit Otto Jung einen Menschen verloren, der jahrzehntelang außergewöhnlich engagiert zum Ansehen der Stadt Bergisch Gladbach beigetragen hat. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung halten.“

Pressestelle Stadt BGL

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