Die Abstimmung der Pläne für die neue Schlossstraße zieht sich: Zunächst debattieren die Fraktionen die Anpassungen unter sich, dann werden Händler und Immobilienbesitzer einbezogen – und zum Schluss die Öffentlichkeit. 

Vorab bieten die Stadtplaner und die Abteilung StadtGrün bereits heute (Donnerstag, 17 Uhr) einen „Baumrundgang” für interessierte BürgerInnen an. Dabei soll erklärt werden, warum 34 Bäume gefällt und durch 57 neue Bäume ersetzt werden sollen (siehe dazu auch diesen Beitrag und die Kommentare unten).

Die inzwischen vom Architektenbüro Club L94 erarbeitete Entwurfsplanung für die Schlossstraße mit einem Vorschlag für den Umgang mit dem Emilienbrunnen soll am 2. Oktober zunächst in einer Sitzung des Interfraktioneller Arbeitskreises erörtert werden, teilte Stadtplanungschef Wolfgang Honecker am Mittwochabend im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss mit.

Daran nehmen Vertreter der Fraktionen im Stadtrat sowie der Verwaltung teil. Bei früheren Sitzungen des Arbeitskreises waren auch Abgesandte der Immobilienbesitzer (ISG), der Einzelhändler (IBH) und von Bürgerinitiativen eingeladen worden. Das ist dieses Mal nicht der Fall.

Für die Händler, die Eigentümer und „Bürgergruppierungen” gibt es ein neues Format: Dieser „Jour Fix” mit der Verwaltung findet am 10. Oktober um 17 Uhr statt. Auch bei diesem Treffen sind die Medien als Vertreter der Öffentlichkeit nicht zugelassen.

Die wird erst am 5. November offiziell informiert, bei einer Informationsveranstaltung veranstaltung zum aktuellen Planungsstand des InHK (Integriertes Handlungskonzept Bensberg) am 5. November.

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6 Kommentare

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  1. Ich bin der Meinung das man Bäume Überhaupt nicht verletzen darf. Ohne Sauerstoff kann man nicht leben und die Bäume erzeugen Sauerstoff. Deshalb sollte man die Bäume nur dann fällen, wenn es keinen andren Weg gibt.

  2. Ich schließe mich dem Kommentar von Herrn Wolf uneingeschränkt an. Zunächst einmal sollen die Bäume auf der Schlossstr. weitestgehend abgeholzt werden und dann … schaun mer mal, die konkrete Planung liegt noch nicht vor!

    Deshalb: Finger weg von den bestehenden Bäumen, solange nicht klar ist, dass die ökologische Nettoklimabilanz nachher größer ist als vorher. 34 ausgewachsene Bäume durch 57 Minibäumchen zu ersetzen, die darüber hinaus auf der Schattenseite stehen und deshalb keinen zusätzlichen Schatten spenden bringt jedenfalls keinen ökologischen und vom Bürger wahrgenommenen, gefühlten Nutzen.

  3. Ja, ich stimme Frau Bonn und Herrn Wolf zu: Die mathematische Gegenüberstellung der heutigen Anzahl alter, großer Bäume mit zukünftig geplanten, jungen, kleinen Bäumen ist sicherlich zu kurz gegriffen.

    Neu gepflanzte Bäume würden grundsätzlich viele Jahre benötigen, um in ihrer „Klimaleistung“ auf die der heute bestehenden, alten Bäume zu kommen. Darüber hinaus benötigen neue Bäume in den ersten Jahren ganz besonders aufwändige, teure Pflege. Ihr Überleben ist nicht sicher. Sie werden „eine lange Durststrecke haben…“, so u.a. Herr Schundau von den Grünen im Umweltausschuss am 11. September.

    Richtiggehend schmerzhaft dabei ist es zu sehen, dass im oberen und mittleren Bereich der Schlossstraße bestehende, alte Bäume gefällt werden sollen, um sie ein kleines Stück weiter durch kleinere, junge Bäume zu ersetzen.

    Insgesamt sollen 34 der derzeit 38 Bäume im von der Neugestaltung der Schlossstraße betroffenen Gebiet gefällt werden sollen, also fast alle.

    Diese Planung ist ganz bestimmt nicht klimafreundlich. Sie entspricht auch nicht dem Beschluss im letzten Umweltausschuss, „Klimaschutz als vorrangige Querschnittsaufgabe“ zu betrachten.

    Ein klima- und bürgerfreundliche Politik würde versuchen, Bäume zu erhalten und neue zu pflanzen, wo sie für die Menschen wichtig sind.

    Vielleicht kann sich die Verwaltung im Laufe der genannten Gespräche ja doch noch für derartige Gedanken öffnen.

  4. Die Formulierung „34 gefällt und durch 57 Neue ersetzt „ beschreibt nicht den wahren Sachverhalt. 34 große, gewachsene Bäume kommen weg, dafür werden 57 Bäumchen- allerdings nur auf einer Straßenseite, die nicht die Sonnenseite ist- neu gepflanzt.