Nach vielen Debatten und Verzögerungen startet jetzt der Umbau der Schlossstraße zur „Straße der vielen Begegnungen”. Vor der künftigen Schlossgalerie wird zunächst der Belag erneuert. Allerdings handelt es sich dabei um ein Provisorium.

Der Investor der Schlossgalerie erneuert die Straße unmittelbar vor dem kernsanierten Gebäude.  Centerscape stellt nach Beendigung der eigenen Bauarbeiten im Rahmen der Wiederherstellungspflicht die oberste Pflasterschicht wieder her. Das ist ein Provisorium, das später durch das für die ganze Schlosssstraße einheitliche Plaster ersetzt wird, erläutert die Stadtverwaltung.

Allerdings stimmt sich Centerscape dabei eng mit der Stadt und dem Architektenbüro Club L 94 ab und richtet den Untergrund bereits jetzt so her, dass später nur noch das Pflaster verlegt werden muss – also hier keine Doppelarbeit anfällt.

Die Stadt selbst beginnt ihren ersten Bauabschnitt, die Errichtung der großen Treppenanlage hinauf zum Alten Markt, nach aktuellem Stand am 5. November. Dann wird zunächst der Hang abgetragen und durch eine Stützwand gesichert.

Die Details des 1. Bauabschnitts
Die Arbeiten für den ersten Abschnitt der Umgestaltung der Schlossstraße sei im Sommer in zwei Abschnitten ausgeschrieben worden. Beide Aufträge werden von der Firma Geschwister Balter Bauunternehmung GmbH aus Losheim in der Eifel ausführt. In einem ersten Baugespräch seien die Details für die Bauarbeiten besprochen worden.

Abschnitt 1 umfasst die Erdarbeiten zur Hangabtragung und –sicherung, Abschnitt 2 betrifft die Stützmauer und die Treppe. Die Treppe verbindet in einer Teilrekonstruktion der historischen Wegeverbindung über den damaligen Verlauf der Wipperfürther Straße die Schlossstraße mit dem Platz „Am Markt“.

Die Treppe hat 50 Stufen auf einer Strecke von 28 Metern und dient auch für die neue „Bensberger Schlossgalerie” als Fluchtweg. Daher hatten die mehrfachen Verzögerungen der Bauarbeiten auch zu einer Verschiebung der Eröffnung des Einkaufszentrums geführt.

In einem ersten Schritt soll der Hang stufenweise abgetragen und die entstehende Böschung mit einer erdvernagelten Spritzbetonschale gegen ein Abrutschen gesichert werden, berichtet die Stadt. So entstehe ein freies Baufeld für den zweiten Abschnitt, in dem zunächst ein Fundament für die L-Steine erstellt wird, danach die L-Steine gesetzt werden und zuletzt die Treppe hergestellt wird.

Abschließend würden die unteren Stufen, das „Dreieck”, zusammen mit der Oberfläche des kleinen Stadtplatzes (bisherige Freibühne) erstellt.

Beide Bauabschnitte sollen parallel durchgeführt werden, so dass „im Frühjahr 2020 mit der Fertigstellung zu rechnen ist”, erklärt die Stadtverwaltung.

Der 5. November ist – wahrscheinlich nicht ganz zufällig – der Tag, an dem die Stadtverwaltung die Bürger in einer öffentlichen Veranstaltung über den letzten Stand der nach wie vor umstrittenen Pläne für die neue Schlossstraße in Kenntnis setzen will.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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