Die Papiersorte Zanbarrier wird auf der 6,3 Meter breiten PM3 hergestellt

Zanders stellt schon lange kein Briefpapier mehr her, sondern Spezialpapiere, vor allem für Verpackungen. Die ökologische Sorte für fettige Produkte wurde jetzt noch einmal verbessert – und ist damit für mehr Waren einsetzbar. Das könnte für die Zukunft des Unternehmens eine wichtige Rolle spielen. 

Lange hatte die Papierfabrik vor allem mit ihrer inzwischen 62 Jahre alten Sorte Chromolux von sich reden gemacht, ein hochwertiges Material für die Verpackung und Etikettierung von teuren Parfüms oder Whiskeys. Ein Spezialpapier, dass die Firma wohl mehrfach vor dem Untergang bewahrt hat.

Ein ähnlich erfolgreiches Produkt mit einem breiten Absatzmarkt soll das im Sommer 2018 entwickelte Papier Zanbarrier NGR werden. Dank seiner „außergewöhnlichen Qualität” werde die Sorte bei flexiblen Lebensmittelverpackungen eine ähnliche Rolle spielen wie Chromolux bei Etiketten, erklärt Michael Berner, Verkaufsleiter Lebensmittelverpackungen bei Zanders, in einer Pressemitteilung.

Das Papier wirkt als zuverlässige Barriere gegen Öl und Fett. Das herkömmliche Papier Zanbarrier OGR (Oil and Grease Resistant) setzt dabei auf Fluorcarbon. Die Variante Zanbarrier NGR (Natural Grease Resistant) komme dagegen völlig ohne Chemikalien aus und sei biologisch abbaubar.

Bislang ging der Verzicht auf Chemikalien zu Lasten der Dichtigkeit. Doch jetzt hat Zanders den Produktionsprozess soweit verbessert, dass auch die Öko-Variante sehr dicht ist – und damit als flexible  Verpackungen für noch mehr fettige Produkte genutzt werden kann: für Döner oder Pommes, als Brotbeutel und Butterpapier oder für Pizzakartons.

[su_spoiler title=”Wie funktioniert die natürliche Barriere?”]Für Zanbarrier werden die frischen Zellstofffasern mehrfach sehr fein gemahlen. Damit wird die Oberfläche stark vergrößert, so dass die Fasern viel Wasser aufnehmen und gelartig werden. Die Fasern bilden ein sehr enges und stark miteinander vernetztes Blattgefüge, das laut Zanders eine natürliche Barriere bildet. Dieser Prozess ist durch weitere Verarbeitungsstufen im sogenannten Refiner erweitert worden, damit ist das Papier noch dichter geworden. [/su_spoiler]

Zanbarrier NGR sei „die perfekte Wahl, um nicht-natürliche Materialien in Lebensmittelverpackungen zu vermeiden”, sagt Produktionschef Berner. Das Papier wird auf der 6,6 m breiten Papiermaschine PM3 hergestellt.

Zum Hintergrund: Die Zanders Paper GmbH beschäftigt nach eigenen Angaben an der Gohrsmühle rund 350 Mitarbeiter. Nach der Insolvenz war es von einer Gruppe skandinavischer Investoren gekauft worden. Das Portfolio umfasse

  • hochglänzende Etikettenpapiere und Premiumkartons der Traditionsmarke Chromolux,
  • die Etikettenpapiere Zanlabel,
  • die Verpackungskarton-Qualitäten Zanpack,
  • Chromolux digital, Silver digital und Zanjet für den Digitaldruck,
  • Zanbarrier, das Barrierepapier für flexible Lebensmittelverpackungen in den Varianten OGR (Oil and Grease Resistant) und NGR (Natural Grease Resistant).

Kunden des Unternehmens sind Hersteller von Getränken wie Spirituosen, Sekt, Wein, Bier oder Wasser, Lebens- und Genussmitteln, Tabakwaren, Pharma- und Kosmetikprodukt

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Redaktion

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