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Och nein, nicht schon wieder Corona.“ Bei uns läuft eine öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung zur Prime Time. Natürlich wird die Lage von der Corona-Krise beherrscht. Die Grafik des Virus – die kleine Kugel mit Noppen – ist schon längst zum Symbol der Pandemie geworden.

Wir sehen uns – nicht nur seit der Krise – gemeinsam mit den Kindern regelmäßig die Abendnachrichten bei ARD oder ZDF an. Auch wenn den Kids die einseitige Thematik gerade auf die Nerven geht, siehe Eingangszitat. Dennoch: Die abendlichen Nachrichten haben sich als gutes Ritual eingebürgert.

Wir sitzen beieinander und können Fragen umgehend klären. Die Kinder lernen dabei, was draußen in der Welt rund um Corona passiert: Wer erledigt welche Jobs, wer sagt was wozu, wo findet man welche Informationen. Es ist eine Art Sozialkunde light.

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Und nebenbei lernen die Kids etwas über anständige Informationsquellen. Es macht nun einmal einen Unterschied, ob RTL II News mit einem Baller-Werbeclip von „The Division 2“ starten, gefolgt von dem Aufmacher „Häusliche Gewalt“ in der Corona-Krise. Oder ob die Logo-Kindernachrichten bei Kika „Wie läuft der Corona-Test ab“ und „Sauberes Wasser in Venedig“ in den Headlines haben.

Die zufällige Stichprobe dieser Sendungen vom 24. März zeigt, was guter Journalismus und die vernünftige Einordnung von Nachrichten wert ist. Das wollen wir den Kids vermitteln.

Und es ist angesichts von ungefähr 3.290.000.000 (drei Milliarden und zweihundertneunzig Millionen) Ergebnissen bei der Suchanfrage zu „Corona“ unter Google dringend notwendig. Medienerziehung findet eben auch in Zeiten einer Pandemie statt.

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Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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