In einem Bergisch Gladbacher Krankenhaus haben sich drei Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Jetzt werden rund 100 Kontaktpersonen getestet, Mitarbeiter und Patienten.

Der Rheinisch-Bergische Kreis teilte am Dienstag mit, dass bei drei Mitarbeitern Tests auf eine Corona-Infektion zu positiven Ergebnissen geführt haben. Nähere Angaben zur Tätigkeit der Betroffenen und zum Krankenhaus macht der Kreis nicht.

Alle Kontaktpersonen seien bereits ermittelt werden. Sie seien alle einem bestimmten Gebäudeteil zuzuordnen, in dem insgesamt 70 Personen beschäftigt sind. Bei allen Mitarbeitern wurden Abstriche genommen, die Ergebnisse stehen aus.

Außerdem wurden alle Patienten, die Kontakt zu den Betroffenen hatten, im Krankenhaus getestet. Diejenigen, die bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden waren, sind vom Gesundheitsamt informiert worden. Insgesamt geht es um 37 Patienten.

Wer nicht betroffen ist

Das heißt: Wer in einem der drei Bergisch Gladbacher Krankenhäuser in den letzten Tagen behandelt worden ist und keinen Anruf des Gesundheitsamtes erhalten hat, steht in keinem Zusammenhang mit diesem Fall, betont die Kreisverwaltung.

Nur ein Teil der Kontaktpersonen unter dem medizinischen Personal wird in solchen Fällen in die häusliche Quarantäne geschickt. Die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes sehen vor, dass medizinische Fachpersonal, das für die Funktionsfähigkeit des Krankenhauses wichtig ist, unter entsprechender Schutzausrüstung weiter arbeiten kann.

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist für medizinisch-gesundheitliche Fragen rund um das Corona-Virus unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. 

Hintergrund: Wer ist Kontaktperson?

Bei Kontaktpersonen wird zwischen drei verschiedenen Graden unterschieden.

Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt,  ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben. Quarantäne wird angeordnet. 

Die Kontaktperson zweiten Grades stand hingegen in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar in einem räumlichen Umfeld aufgehalten, jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist in diesem Fall gering. Quarantäne wird nicht angeordnet. 

Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, welches adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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8 Kommentare

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  1. Hinweis der Redaktion: An dieser Stelle standen vier Kommentare unter dem Namen „Bergischer Impuls”, in denen der „Redaktionsvorsitzende” dieser Onlinepublikation sich geäußert hatte, unter anderem mit dem Vorwurf, das Bürgerportal würde seine Kommentare nicht zulassen. Nun hat er verlangt, dass seine Kommentare und Daten gelöscht werden. Dieser Bitte sind wir nachgekommen.

  2. Hallo Herr Girbel, ich glaube nicht das ihr Nachrichtendienst ein Erfolg wird. Die Anschrift aus dem Impressum gibt es in Bergisch Gladbach nicht,oder hab ich das Haus nur nicht gefunden, und wenn diese Information schon fragwürdig ist, wie sind dann die restlichen Infos ?

  3. Der Stadt-Anzeiger bennent das (Name gelöscht, s.u., die Redaktion) als betroffene “Altersheim”, aber kein Krankenhaus (https://www.ksta.de/region/rhein-berg-oberberg/coronavirus-rhein-berg-305-bestaetigte-faelle—drei-krankenhausmitarbeiter-positiv–36351608). Die erste Info war aber gestern hier im Bürgerportal gestern auch schon zu lesen, bevor der Kommentar offenbar gelöscht wurde (der Kommentatir wirkte vom Namen her wie der Betreiber einer alternativen Infoseite für das Bergische Land).

    Hinweis der Redaktion: Wir folgen in diesem Fall der Linie des Gesundheitsamtes des Kreises und nennen nicht die Namen der betroffenen Einrichtungen. Ebenso lassen wir es nicht zu, dass diese redaktionelle Linie durch anonyme Kommentatoren unterlaufen wird, daher haben wir diesen Kommentar bearbeitet. Für die Inhalte des Links sind wir nicht verantwortlich, sondern der Stadt-Anzeiger selbst.

  4. @Xsara
    verfügen Sie über eine Sonderausgabe des KStA?
    Ich habe heute weder online noch in Papierform eine Namensveröffentlichung des Krankenhauses im KStA gelesen.

  5. weder der name des altenheims in refrath noch der name des Krankenhausese werden bekannt gegeben..ich bedauere das sehr in einer demokratie
    wulf dietrich

  6. Sehr geehrter Herr Bartsch, die Medien lassen sich nicht steuern. Es handelt sich hier um eine sehr restriktive Medienpolitik der Kreisverwaltung. Redaktionellen Entscheidungen treffen aber die Redaktionen, das gilt für den Kölner Stadt-Anzeiger genauso wie für uns oder überregionale Medien.

  7. Nicht mal den Namen des Krankenhauses zu nennen spricht Bände über die gesteuerte Medienpolitik