Die Zahl der bestätigten Infizierungen mit Corona ist am Donnerstag um 17 gestiegen. Auch eine Arztpraxis ist betroffen. Zum ersten Mal gibt der Kreis die Verdopplungszeit an, die als Kriterium für den Erfolg der Maßnahmen gilt – und zeigt, dass der Kreis etwas bessere Werte aufweist als das Land NRW.

Mit den 17 neuen Fällen gibt es im Rheinisch-Bergischen Kreis jetzt insgesamt 333 Fälle, 185 davon gelten als genesen, teilte die Kreisverwaltung mit. In den beiden Vortagen gab es jeweils elf neue Fälle.

+ Anzeige +

19 Betroffene werden in einem der vier Krankenhäuser im Kreis behandelt, davon liegen fünf auf einer Intensivstation. Diese Zahl hat sich nicht verändert.

Alle 14 Tage verdoppelt sich die Fallzahl

Zum ersten Mal weist der Kreis in seiner täglichen Statistik den Inzidenzwert und die Verdopplungszeit aus. Der Inzidenz-Wert gibt an, wie viele Corona-Infektionen es pro 100.000 Einwohner gibt – und liegt in RheinBerg bei derzeit 117,5. In ganz NRW wird die Inzidenz etwas höher mit 122 angegeben.

Die Verdopplungsrate liegt in RheinBerg bei 14 Tagen. Das ist die Zeitspanne, in der sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Für NRW hatte Gesundheitsminister Laumann am Mittwoch einen etwas schlechteren Wert von 12 Tagen genannt – und 16 Tage als Ziel ausgeben.

Beide Werte zeigen, dass der Rheinisch-Bergische Kreis im Landesvergleich ganz gut abschneide, sagte auch Kreisdirektor Erik Werdel dem Bürgerportal im Interview-Podcast. Um diese Tendenz zu halten sei es wichtig, die kontaktbeschränkenden Maßnahmen weiter einzuhalten. „Von einer Abflachung der neuen Fälle kann ich nicht sprechen”, sagte Werdel.

Arztpraxis geschlossen

Eine Arztpraxis in Bergisch Gladbach wurde vorübergehend geschlossen, nachdem eine Mitarbeiterin positiv getestet worden war. Als Kontaktpersonen wertet das Gesundheitsamt hier nur die Kollegen; die wurden informiert und unter häusliche Quarantäne gesetzt.

Die Patienten der Praxis gelten nicht als unmittelbare Kontaktpersonen, weil die positiv getestete Person unter voller Schutzausrüstung gearbeitet habe. Wie zuvor macht der Kreis keine Angaben über den Namen der Praxis.

In Kliniken und Pflegeheim stehen Test aus

Das gilt auch für die beiden in den Vortagen betroffenen Krankenhäuser in Bergisch Gladbach. Die noch ausstehenden Ergebnisse der Tests von Mitarbeitern und Patienten lägen hier noch nicht vor, teilt der Kreis mit.

Allerdings hatte das EVK selbst dem Kölner Stadt-Anzeiger zu Protokoll gegeben, die Tests seien alle negativ verlaufen, die betroffene Station sei wieder geöffnet.

Die GFO Kliniken RheinBerg, die mit dem MKH und dem VPH die beiden anderen Krankenhäuser der Stadt betreiben, nahmen nicht Stellung.

In dem ebenfalls betroffenen Pflegeheim in Bergisch Gladbach stehen laut Kreisverwaltung noch zwei Testergebnisse aus, alle bisherigen Tests seien negativ ausgegangen.

Die aktuelle Verteilung

Die neuen Zahlen verteilen sich wie folgt: (jeweils neue Fälle / Gesamtzahl / wieder gesund / derzeit Infizierte):

  • Bergisch Gladbach +5, 145, -76 (69)
  • Burscheid, +3, 15, -8 (7)
  • Kürten +1, 16, -9 (7)
  • Leichlingen +0, 22, -13 (9)
  • Odenthal +0, 17, -11 (6)
  • Overath +4, 36, -18 (18)
  • Rösrath +1, 36, -28 (8)
  • Wermelskirchen +3, 45, -22 (23)
  • Gesamt: +17, 333, -185, (148)
  • 3 Todesfälle

Derzeit befinden sich 621 Personen in Quarantäne, fünf weniger als am Vortag.

PDFDrucken

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Liebe IGL Leser, sind Ihre Zahlen denn so vergleichbar. Wieviel % der Bevölkerung wurden denn vom Land NRW getestet und wieviel im Rheinisch Bergischen Kreis?
    Ich bin kein Statistiker, aber die Zahlen die in der Presse so immer wieder veröffentlichen werden sind die vergleichbar um hiervon etwas sinnvolles abzuleiten?