Mit einer Spende von 32.500 Euro unterstützt der Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach die Anschaffung eines hochmodernen Beatmungsgerätes. Es kann bei schweren COVID-19 Fällen eingesetzt werden, steigert aber auch unabhängig von Corona das Leistungsspektrum des EVK.

Das neue Gerät vereint drei Möglichkeiten, Patienten zu beatmen beziehungsweise die natürliche Atmung zu unterstützten.„Wir können mit dem Beatmungsgerät invasiv, also mit Tubus, und nicht-invasiv mit Maske einen Patienten beatmen“, erklärt Dr. med. Thomas Stevens, Chefarzt der Pneumologie am EVK. „Die dritte Möglichkeit ist die sogenannte High-Flow Sauerstofftherapie, bei der dem Patienten der Sauerstoff zusammen mit Druckluft und Atemluftbefeuchtung zugeführt wird.“

Anfang April hatte der Förderverein über seinen vierteljährlichen Bittbrief den Spendenaufruf für das Gerät gestartet. „Wir sind überwältigt von dieser großen Spendenbereitschaft und danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich“, sagt Cornelia Lübbe-Roggen, Vorsitzende des Fördervereins.

Freuen sich über die Spende für das Beatmungsgerät am EVK (v.l.): Oberarzt Jens Callegari (Pneumologie), Florian Schier, Pflegerische Leitung Intensivstation; Thomas Stokowy, Betriebs- und Pflegedienstleiter; Cornelia Lübbe-Roggen, Vorsitzende Förderverein; Chefarzt Dr. med. Manfred Molls (Anästhesiologie und Intensivmedizin), EVK-Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski (Foto: Daniel Beer)

Die Corona-Pandemie habe deutlich aufgezeigt, wie wichtig eine starke regionale Gesundheitsversorgung ist, betont EVK-Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski: „Die Bevölkerung erkennt dies an und unterstützt uns in unserer Arbeit. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Corona führt zu Finanzierungslücken

Gerade für kleinere Krankenhäuser wie das EVK bedeutet die Corona-Pandemie eine erhebliche finanzielle Belastung, wie Dr. Januschewski erklärt. Ein zusätzliches Intensivbett verursacht Kosten von etwa 85.000 Euro. Über das Hilfspaket der Bundesregierung wurde den Kliniken ein Zuschuss von 50.000 Euro zugesagt. Die Finanzierungslücke muss aus eigener Kraft geschlossen werden.

Inzwischen konnten auf Empfehlung des NRW-Gesundheitsministeriums wieder mehr Betten- und Untersuchungskapazitäten für Nicht-COVID-19-Patienten freigegeben werden. Das EVK möchte weiterhin als Hochleistungsklinik mit individuellen Behandlungsangeboten nach modernsten medizinischen Standards ein verlässlicher Gesundheitspartner in der Region sein, sagt Dr. Januschewski: „Unser Anspruch ist, der Bevölkerung Spitzenmedizin von Top-Ärzten zu bieten.“

Förderverein hilft seit über 50 Jahren

Dafür ist das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach auch auf die Unterstützung des Fördervereins angewiesen, der seit über 50 Jahren viele Projekte unterstützt, die von staatlichen Stellen oder Krankenkassen finanziell nicht getragen werden. Cornelia Lübbe-Roggen hofft deshalb, dass der große Zuspruch aus der Bevölkerung auch weiterhin anhält: „Ein so gut aufgestelltes Krankenhaus wie das EVK hilft der gesamten Region.“ 

Spendenkonto:
Förderverein Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
IBAN: DE61 3706 2600 3702 4380 11
VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen

Aufmacherbild: Simon Orlob auf Pixabay

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