Mit Sonderschichten und mehr Personal versucht die Kreisverwaltung, die überlangen Wartezeiten bei der Zulassung von Fahrzeugen zurück zu fahren. Das ist bislang nur bedingt gelungen. Jetzt werden die Außenstellen wieder geöffnet und weitere Mitarbeiter eingestellt.

Die Umstellungen aufgrund der Corona-Pandemie und eine ungewöhlich hohe Zahl von Neu- und Umanmeldungen hatte die Warteliste der Zulassungsstelle explodieren lassen: bis zu sieben Wochen mussten die Bürger:innen warten, bis sie vorgelassen wurden. „Wir sind uns bewusst, dass dies zu Verärgerung geführt hat und bedauern den entstandenen Unmut“, sagt Anette Kupferschmidt-Fritz, Ordnungsdezernentin der Kreisverwaltung.  

Immerhin sei die Wartezeit inzwischen auf drei bis vier Wochen reduziert worden, berichtet Birgit Bär, Pressesprecherin des Kreises. Aber auch das sei völlig inakzeptabel. Daher werde der Kreis nun eine Reihe weiterer Maßnahmen umsetzen. In der Hoffnung, die Warteliste bis Ende der Sommerferien abgearbeitet zu haben.

Zum einen sollen fünf weitere Aushilfskräfte befristet eingestellt werden, die in der kommenden Woche ihre Arbeit aufnehmen.

Zulassung auch wieder in Overath, Rösrath, Burscheid und Leichlingen

Außerdem wurden die Servicezeiten im Kreishaus und in der Nebenstelle Wermelskirchen angepasst und verlängert. Zudem bieten die Städte Leichlingen, Burscheid, Overath und Rösrath für ihre Bürger:innen wieder einen Service vor Ort an, auch dort nach Terminvergabe.

Früher, so berichtet Ordnungsdezernentin Kupferschmidt-Fritz, „konnte das Straßenverkehrsamt zu den Geschäftszeiten spontan ohne Termin aufgesucht werden, man musste allenfalls 20 Minuten warten.“

Soweit wird es vorerst nicht kommen, eine Terminabsprache per Mail bleibt erforderlich:
Zulassungsstelle: zulassung@rbk-online.de
Führerscheinstelle: fahrerlaubnisbehoerde@rbk-online.de 

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Wunderbarerweise klappte meine Zulassung in nur 3 Tagen! Aber dafür musste ich einen Zulassungsdienst bezahlen … Mein mir von der Stadt Ende Mai zugeteilter Termin wäre erst Ende Juli gewesen. Moral von der Geschichte: Alle Bürger*innen Bergisch Gladbachs sind gleich, aber die mit Geld sind gleicher.
    Woran das wohl liegt? Wie schön, dass im September Kommunalwahlen sind.
    Und das Märchen von den “überraschend hohen” Um- und Anmeldewünschen kann man ja erzählen – ich vermute jedoch eher, dass sich jetzt die Stellenkürzungen rächen . Und das Versagen bei der Digitalisierung, schließlich könnte man das Ganze auch mühelos online abwickeln (andere Städte in NRW haben das bereits realisiert)

  2. Leider sind es bei mir immer noch 10 Wochen bis zum Termin. Die Pressesprecherin und Ordnungsdezernentin scheinen die Termine und Zeiten in einer parallel Welt wahrzunehmen: ″Immerhin sei die Wartezeit inzwischen auf drei bis vier Wochen reduziert worden“ und „konnte das Straßenverkehrsamt zu den Geschäftszeiten spontan ohne Termin aufgesucht werden, man musste allenfalls 20 Minuten warten.“ Was die hier loslassen sind nur mediale Nebelkerzen. Jetzt sind es 10 Wochen und vor einem Jahr ein Auto zugelassen, da war nichts mit 20 Minuten, da habe ich den ganzen Vormittag in der GL Zulassungsstelle verbracht.