St. Engelbert In Rommerscheid. Foto: Jo Wittwer

Marc Chagalls berühmter Exodus-Zyklus bezieht sich auf den Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Knechtschaft und die Geschichte Israels. Seine Lithographien behandeln existenzielle Fragen des Menschseins wie Heimatlosigkeit, Überforderung und mehr. Zur Ausstellung gehört ein umfangreiches Begleitprogramm.

Vom 4. bis 27. September zeigt das Katholische Bildungswerk gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius und den Freunden von St. Engelbert den Exoduszyklus des Künstlers Marc Chagall in der Kirche in Bergisch Gladbach-Rommerscheid.

Zur Einführung am Freitag, 4.9., ab 19 Uhr, spricht die Kunsthistorikerin Kerstin Meyer-Bialk, die auch zwei Führungen durch die Ausstellung anbietet. Eine Filmvorführung sowie zwei musikwissenschaftliche Vorträge – über Exodus in der Musik und über Max Bruch – gehören zum Rahmenprogramm.

Dank unseres Hygienekonzepts können wir einer begrenzten Anzahl an vorab angemeldeten Besuchern den Besuch der Ausstellung und der Veranstaltungen ermöglichen.

1966 erschien Chagalls berühmter Exodus-Zyklus. Als theologischer und historischer Schlüsselbegriff bezieht sich Exodus auf den Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Knechtschaft, wie er im Buch Exodus des Alten Testaments geschildert wird, und erzählt damit die Gründungsgeschichte Israels. Ein Auszug in die ungewisse Zukunft des »Gelobten Landes« geleitet von Mose, einzig ausgerüstet mit einem göttlichen Auftrag und Gottvertrauen.

Der 24-teilige Lithographie-Zyklus hält sich eng an die textlichen Vorgaben. Für Chagall hatte die Bibel stets eine große Bedeutung: »Seit meiner frühesten Jugend schon hat mich die Bibel in ihren Bann gezogen.« Im Zentrum steht beim Exodus-Zyklus der Mensch, der sich besonderen Herausforderungen stellt und damit auf existenzielle Fragen des Menschseins wie Heimatlosigkeit, Überforderung, Angst, Hoffnung und Unsicherheit Antworten sucht.

Dieser Bezug zum Menschen macht die Geschichte des Exodus nach wie vor aktuell. Die Fragen, die Mose und seine Zeitgenossen beschäftigen, sind Fragen, die auch uns heute beschäftigen.

Der Exoduszyklus von Marc Chagall

Ausstellung
Ort: Kirche St. Engelbert, Rommerscheider Höhe 83 | 51465 Bergisch Gladbach
Vernissage: Freitag 4.9.20 von 19:00 bis 21:15 Uhr
Vortrag: Kerstin Meyer-Bialk, M.A., Kunsthistorikerin
Musik: Anni Faust
Kostenfrei
Veranstaltungs-Nr. 7700125
Anmeldung: Katholisches Bildungswerk, Laurentiusstr. 4-12, 51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202-93639-50, E-Mail: info@bildungswerk-gladbach.de
Online: www.bildungswerk-gladbach.de

Dauer der Ausstellung: vom 4. bis 27. 9.2020
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, von 16.00 – 19.00 Uhr

Führungen:

mit Kerstin Meyer-Bialk, M.A., Kunsthistorikerin
So 13.09.2020 | 16.00 – 18.15 Uhr
Di 22.09.2020 | 16.00 – 18.15 Uhr
Kostenfrei | Seminarumfang 1 × = 3 UStd.
Anmeldung erforderlich
Ort: Kirche St. Engelbert
Veranstaltungs-Nr. 7700126

Begleitveranstaltungen

Film »Loving Vincent«
Fr 11.09.2020 | 19.00 – 21.15 Uhr
Animierte, als Kriminalfilm aufgebaute Filmbiografie von Dorota Kobiela und Hugh Welchman, die sich mit den Umständen von Vincent van Goghs Tod beschäftigt.
Filmgespräch: Thomas von der Heide, Theologe & Kulturwissenschaftler
Teilnahme-Gebühr 4,00 € | Seminarumfang 1 × = 3 UStd.
Anmeldung erforderlich
Ort: Kirche St. Engelbert
Veranstaltungs-Nr. 7800073

»Let my people go« – Der Moses-Stoff in der Musik
Fr 18.09.2020 | 19.00 – 21.15 Uhr
Musikwissenschaftlerin Dr. Martina Grempler untersucht, in welcher Weise die dramatischen Ereignisse um Moses und den Auszug aus Ägypten in der Musikgeschichte behandelt wurden. Dabei kommen Werke aus ganz unterschiedlichen Zeiten und Gattungen zur Sprache: von Händels Oratorium Israel in Egypt über Rossinis große Oper Moïse et Pharaon, Mendelssohns Psalmkomposition Da Israel aus Ägypten zog, das Moses-Oratorium von Max Bruch bis hin zu Schönbergs Moses und Aron und dem berühmten Spiritual Go down Moses.
Dr. habil. Martina Grempler, Musikwissenschaftlerin
Teilnahme-Gebühr 6,00 € | Seminarumfang 1 × = 3 UStd.
Anmeldung erforderlich!
Ort: Kirche St. Engelbert
Veranstaltungs-Nr. 7600161

Max Bruch und Bergisch Gladbach
Fr 25.09.2020 | 19.00 – 21.15 Uhr
– Zum 100. Todestag des Komponisten
Der in Köln geborene Max Bruch ist in der Musikszene gut bekannt. Sein Violinkonzert Nr. 1 wird weltweit immer wieder gespielt. Vor hundert Jahren starb er in Berlin. Seit 102 Jahren ist er der erste Ehrenbürger der Stadt Bergisch Gladbach. Max Bruch und Maria Zanders haben die Villa Zanders im Zentrum der Stadt mit musikalischem Leben erfüllt. Hier schrieb Max Bruch die Musik zu Schillers Glocke. Referent Siegfried Schenke verrät, was Maria und Max verbunden hat und was sie für Bergisch Gladbach bewirkt haben? Ein Vortrag mit Musikbeispielen.
Siegfried R. Schenke, Dozent i.R.
Teilnahme-Gebühr 6,00 € | Seminarumfang 1 × = 3 UStd.
Anmeldung erforderlich!
Ort: Kirche St. Engelbert
Veranstaltungs-Nr. 7600162

Anmeldungen

Zu allen Führungen und Veranstaltungen des Begleitprogramms ist eine Anmeldung erforderlich bei:
Katholisches Bildungswerk, Laurentiusstr. 4-12, 51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202-93639-50, E-Mail: info@bildungswerk-gladbach.de
Online: www.bildungswerk-gladbach.de

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