Ab sofort läuft die Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ruft wieder hunderttausende Radfahrer:innen dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Rad­verkehrsförderung zu erkennen. Ein Thema, dass auch im Bergisch Gladbacher Wahlkampf eine Rolle spielt.

In diesem Jahr ist das Radfahren in Zeiten von Corona das Schwerpunktthema. Rebecca Peters, stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende sagt: „Corona hat viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht haben. Städte sollten jetzt alles daran setzen, diese Neuaufsteiger auf dem Rad zu halten und ihnen dafür einladende und sichere Infrastruktur anzubieten. Der Fahrradklima-Test soll zeigen, wie gut das schon gelingt.“ 

ADFC-Vorstandsmitglied Bernhard Werheid für RheinBerg/Oberberg ergänzt: „Bergisch Gladbach hat das Angebot für den Radverkehr in letzter Zeit wenig verbessert. Jetzt geht es um die Frage: Werden die Bürgerinnen und Bürgern diese Politik weiter unterstützen oder am 13. September eine Änderung herbeiführen? Was läuft schon gut – was kann noch besser werden? Wir bitten alle Bergisch Gladbacher, sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de zu nehmen. Es lohnt sich!“

Macht Radfahren in GL Spaß oder Stress?

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Neuaufsteiger sicher anfühlt.

Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2018 mitgemacht und die Situation in über 600 Städten beurteilt. Bergisch Gladbach schloss beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test schlecht ab. Die Bewertungen vom letzten Durchgang gibt es auf www.fahrradklima-test.de/karte beim Klick auf Bergisch Gladbach. 

Wie Bergisch Gladbach im vergangenen Jahr abgeschnitten hat erfahren Sie hier.

Bis 30. November bewerten!

Die Umfrage findet zwischen 1. September und 30. November 2020 über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).

Auch auf Facebook und Twitter

Neuigkeiten zum Fahrradklima-Test postet der ADFC unter dem Hashtag #fkt20. Radbegeisterte werden gebeten, die Informationen weiter zu verbreiten. Der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen.

Über den ADFC: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Der ADFC-Kreisverband RheinBerg-Oberberg setzt sich insbesondere für eine gute Rad-Infrastruktur ein und fördert mit der Radfahrschule den (Wieder-)Aufstieg aufs Fahrrad

ADFC

Der ADFC ist ein Verband von RadlerInnen, die das Ziel verfolgen, den Verkehr fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Neben seinem Engagement für eine umweltbewusste und damit nachhaltige Mobilität berät der ADFC in allen Fragen rund ums Fahrrad. Eine Vielzahl von geführten Radtouren läßt...

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33 Kommentare

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  1. Guten Abend Herr Hüpper,
    wie ich schon indirekt schrieb, haben die früheren und jetzigen Regierungskoalitionen die Einführung von synthetischen, CO2-neutralen Kraftstoffen bewusst verhindert. Diese Problematik wird in Zukunft durch den Green Deal der EU zum Kuriosum. Denn es wird nachweislich nicht gelingen ohne Bio- und/oder E-Fuels die Bestandsflotte CO2-neutraler zu machen. Die verhinderte Anrechnung steht einem Business-Modell und der Einführung entgegen. Und es macht wegen des recht hohen Herstellungs-CO2-Fußabdruck von Neufahrzeugen (insbesondere E-Fahrzeuge!) keinen Sinn die 2030 noch ca. 20 Mio Bestandsfahrzeuge duch Neufahrzeuge zu ersetzen.
    Weil aber sicherlich viele Bürger CO2-emissionsreduzierten Kraftstoff freiwillig tanken würden (Kosten wie Super-Diesel), bemüht sich der “CDU Arbeitskreis Nachhaltigkeit”, solchen Kraftstoff in absehbarer Zeit anbieten zu lassen. Das wäre ein Anfang.

  2. Sehr geehrter Herr Maus, die von Ihnen geschilderten Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe sind sehr interessant und können wahrscheinlich künftig einen wertvollen Beitrag zur Ökobilanz leisten. Sie sind allerdings derzeit real nicht verfügbar. Des Weiteren reden wir hier von Kommunalpolitik, die keinen Einfluss auf die von Ihnen geschilderten Hinderungsgründe hat. Insofern ist das eine in meinen Augen eine interessante Information, allerdings sehe ich unter diesen Bedingungen den Beitrag zum Klimaschutz durch Fahrräder als erwähnenswert an.

  3. Guten Tag Herr Schulze,
    bei weiteren Diskussionspartnern habe ich mich bereits für die späte Reaktion auf die Beiträge entschuldigt. Das bitte auch hier akzeptieren.
    Ich gebe Ihnen sehr gerne und mit Überzeugung recht, dass Fahrradfahren — insbesondere auch für Schüler — ggf. eine notwendige/sinnvolle Mobilitätsart sein kann. Auch deshalb, oder gerade auch deshalb, ist es erforderlich, dass Radwege sicherer werden und geschlossene Radwegenetze das politische und verwaltungsseitige Ziel sind. In meinen Beiträgen, hatte ich die die sachlichen Hintergründe des Fahrradfahrens als Klimafrage in den Vordergrund gestellt. Ich darf noch einmal betonen, dass es sehr gute Gründe gibt, das Fahrradfahren zu befördern. Nur, ist es wirklich nötig, dafür das Klima oder die “Klimarettung” zu bemühen?

  4. Stichwort Corona:
    So gut wie alle Radwege in GL sind so schmal, dass es gar nicht möglich ist, beim Überholen von Fußgängerinnen und langsamen Radfahrern die 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Hat das irgendwer in der Verwaltung auf dem Schirm?

    Bislang ist unsere Stadt immer um die ‘Rote Laterne’ herumgekommen beim Test – aber was nicht ist, kann noch werden… ;-)

    (Andre Sache: Meint Herr Maus das eigentlich ernst, was er da von sich gibt? Kann nicht recht einschätzen, ob es Satire ist oder nur so klingt.)

  5. Lieber Herr Maus,
    gerne zum Gespräch, wann, wo? Meine “Koordinaten” sind im Hause der CDU bekannt.
    Soviel vielleicht vorweg, das mit der Beurteilung, das geht mir im Falle des Herrn Buchen nicht anders lieber Herr Maus, nicht einfach eine Meinung. Wobei mir vermutlich das “tiefschürfende” Gespräch fehlt, allerdings habe ich ihm aus dem Nahbereich drei Jahre lang zugeschaut bei seiner politischen Arbeit, als Bürger und Teilnehmer der AUKIV-Sitzungen, die er viele Jahre geleitet hat. Das hat meine Entscheidung gegen Herrn Buchen als Bürgermeister geprägt.
    Auf ein persönliches Kennenlernen freue ich mich.
    Mit den besten Grüßen aus dem Naturpark Bergisches Land
    Lothar Eschbach

  6. Lieber Herr Eschbach,
    ganz so klar ist Ihr Hinweis auf eine Meinung meinerseits, bezogen auf einen Hinweis zu Christaian Buchen nicht: Da ich ihn persönlich kenne und einige “tieferschürfende” Gespräche mit ihm geführt habe, erlaube ich mir daher eher eine Beurteilung als eine Meinung. Auch bei der Beurteilung von einzustellenden Mitarbeitern und Kollegen sind Sie sicherlich auch regelmässig derart vorgegangen.
    Das erwähnte Treffen nehme ich gerne wahr. Bitte schlagen Sie einen geeigneten Ort vor. Gerne lade ich Sie auch zum Kennenlernen ein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  7. Lieber Herr Wolfgang Maus, alles Verständnis dieser Welt wegen der späten Antwort, wenn man in unserem Alter, wenn ich das mal so sagen darf, noch so agil und fit ist, seinen persönlichen Interessen nachzugehen und sich dafür engagieren zu können, dann ist das auch schon ein Geschenk.

    Selbstverständlich billige ich Ihnen eine gewisse unabhängige Meinungsbildung zu, wenn Sie allerdings feststellen, dass Sie diese Plattform nur zum Austausch von Fakten und nicht von Meinungen nutzen wollen, dann tun Sie es auch bitte nicht.

    In der Beurteilung, dass wir mit Herrn Buchen einen Neuaufbruch hätten realisieren können, da unterscheiden wir uns grundsätzlich in unseren Meinungen und Beurteilungen. Nach dem Ausgang der Wahl könnte man fast meinen, das wäre unerheblich.

    Gerne stehe ich Ihnen auch für das von Ihnen angebotene Gespräch zur Verfügung.

  8. Ergänzung und Literatur zu meinen heutigen Kommentaren:
    Die Chinesen werden die Klimaschädlichkeit der sog. “Energiewende” dazu nutzen, um den Deutschen die Führung bei Verbrennungsmotoren zu entreißen. Diesen Niedergang der deutschen Automobilindustrie ist absehbar und lässt sich aus dem Artikel entnehmen. Ebenso die problematische zugehörige EU-CO2-Gestzgebung.
    https://www.automobil-industrie.vogel.de/synthetischer-dieselkraftstoff-tu-muenchen-nimmt-demoanlage-in-betrieb-a-966444/?cmp=nl-99&uuid=DF627F7E-99A5-458C-B52A4E3AD00F1970
    Aus meinen Geschäftsbeziehungen mit China kann ich diesen Bericht weitgehend bestätigen.

  9. Sehr geehrter Herr Ullmann,
    in den anderen heutigen Beiträgen habe ich mich bereits für meine recht späte Antwort entschuldigt. Ich hoffe auch Sie sehen mir das nach.
    Da Sie einen sehr aufwendigen Beitrag geschrieben haben, versuche ich die Antworten zwischen Ihre Zeilen zu schreiben:

    @Wolfgang Maus
    Sagen Sie ´mal, stammt aus Ihrer Feder nicht, es mag schon einige Jahre her sein, ein sogar hier im BüPo publizierter Beitrag, intelligent aufschlüsselnd und zugänglich geschrieben, zum Thema „Diesel-Hatz und Messwerte-Abakadabra“ (sehr pointiert und hoffentlich nicht falsch erinnert) …?

    WM: Zu dem angeführten Hatz-Dieselmotor habe ich noch nichts geschrieben; es gibt aber Veröffentlichungen und Kommentare meinerseits, die versucht haben z.B. den Hintergrund der zum großen Teil medial ausgebreiteten Gesetzes- und Gesundheitsprobleme richtig zu stellen. Selbst die seriöse FAZ hat hier gepatzt.

    Sollten Sie eine Website haben und dieser Beitrag z.B. darüber ggf. verfügbar sein, verlinken Sie ihn doch noch einmal, es wäre eine grds. lohnende Lektüre auch in diesem Zusammenhang …

    WM: Genau zu Ihrer Frage kann ich nichts Passendes liefern. Wenn es Sie interessiert wären einige Veröffentlichungen verfügbar, die sich mit dem Widerspruch zwischen Physik und politischem Handeln beschäftigen.

    Davon abgesehen geht mancher Teil hiesigen Disputs auf Missverständnisse, Unschärfen (oder das Gegenteil …), glaubensbedingte Befindlichkeiten oder eben auch fundamental unterschiedliche „Glaubensbekenntnisse“ zurück, von denen nicht zuletzt der ganze Klima- und Verkehrskomplex leider durchdrungen ist.

    Um da aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Für mich besteht überhaupt kein Zweifel an der Notwendigkeit einer alles umfassenden, aber intelligent aufgesetzten und komponierten Verkehrs- oder Mobilitätswende

    – Und zwar alleine aufgrund des „Massenproblems“, sprich des Problems, dass die gegenwärtig konfigurierte Massenmobilität eben die Mobilität per Masse zunehmend reduziert oder / und mit solch gravierenden Kollateralfolgen belegt, dass die abnehmende Mobilität nicht einmal das größte Problem bliebe …

    WM: Bitte lesen Sie auch meine Antworten an die Herren Eschbach und Trost.

    Wer also immer noch davon ausgeht oder allen verspricht,
    dass jeder allzeit auch mit dem eigenen Kfz staufrei beweglich überall hin komme bzw. zu kommen habe und da, wo er so anlange, selbstverständlich jederzeit ausreichend Parkraum und den in unmittelbarster Nähe seines Lieblingsladens, eigentlich sogar gleich vor demselben vorfinde bzw. vorfinden müsse
    – Und all das auch noch ohne jede negative Auswirkung auf Stadtraumgestaltung, Wohn- und Lebensqualität, Landschaftsstruktur bzw. -verbau, Ressourcen(über)beanspruchung etc.;
    wer also immer noch davon ausgeht, der ist Illusionist, Zyniker, an und für sich beschränkt oder schlicht reduziert auf das kurzatmige wie –sichtige Bewahren von Gewohnheiten, Privilegien, Besitzständen.

    Noch ´mal Stichwort „Massenproblem“: Schon die gedankenspielhafte Umstellung eines quantitativ unveränderten bzw. noch zunehmend automobilen (Personen- und Last-)Verkehrs auf E- / Batterieantrieb zeigt die Sackgasse
    – Denn die hier entstehenden Probleme allein per Batterieherstellung und –entsorgung verballern das ökologische Plus auf der einen mit neuen Lasten auf der anderen Seite;
    nicht zu reden vom noch einmal hoch potenzierten Bedarf an Energie, die bei parallelen Ausstiegen aus grundlastfähig gewesenen Formen zusätzlich aus den bereits jetzt (noch …) nicht grundlastfähigen erneuerbaren Energieformen verfügbar gemacht werden müsste …

    WM: Das wesentlichste Problem bei der klimarelevanten Betrachtung ist die vollständige Bilanzierung der diversen CO2-Fußabdrücke, die nicht nur bei Herstellung, Betrieb und Recycling (Well to Wheel lt. EU) entstehen, sondern viel entscheidender, bei der Herstellung z.B. der Ladeinfrastruktur oder der Wasserstoffinfrastruktur. Das wird heute üblicherweise unterschlagen.

    Genau hier z.B. treffen auch Maus´ Hinweise auf die im Unterschied dazu gegebene Verfügbarkeit von technologisch hochentwickelten Treibstoffvarianten „konventioneller Art“, die im Zusammenhang eines intelligenten Energie- oder Treibstoff-Mix´ zum Zuge kommen müssten und dringend an die Stelle eher polit-theologischer Bannflüche treten sollten, die sowohl in der Sache fehlgehend als auch industriepolitisch verheerend sind …
    – Was alles nichts an der Notwendigkeit ändert, bisherige und sicher liebgewonnene Verkehrsgewohnheiten, besonders was den stadtnahen und innerstädtischen Verkehr betrifft, in einem konsequenten Übergangsprozess zu ändern …

    Und auch hier sollte das Prinzip des intelligenten Mix´ gelten, heißt der heiß diskutierte Radverkehr bildete hier ebenso ein Teilmodul als ein massiver Ausbau des ÖPNV (samt Vernetzung, Kleinbusstrecken, kompakter Tarifmodelle etc.), inklusive „springender“ Innovationen als z.B. Seilbahnrouten und logistischer Konzepte (Verkehrsbauwerke / Relaisstationen),
    die den automobilen Individualverkehr zumindest in den Innenstädten deutlichst reduzieren bzw. von ihnen fernhalten;
    denn die Generalklausel der (vor allem) autogerechten Stadt hat ihre Zeit ohne jeden Zweifel hinter sich, und was in diversen Metropolen wie Kopenhagen, London, Paris, Madrid, New York … bereits jetzt unterschiedlichen Grades möglich ist, sollte auch in der Strundekapitale möglich werden …
    Spätestens ab dem 13.09., mit der neuen Ratsbesatzung samt neu besetzter Kommandobrücke (und das bis heute kaum umgesetzte Mobiltätskonzept könnte ein gutes Initial bilden) …

    WM: Selbstverständlich müssen wir die Mobilität neu definieren. Auch in Bergisch Gladbach. Aber dies bitte auf der Basis ehrlicher, und nicht manipulierter Meinungen der GL-Bürger. Bitte beschäftigen Sie sich auch mit den volkswirtschaftlichen Auswirkungen, die bei uns deshalb in der politischen Diskussion (noch) keine Rolle spielen, weil es den meisten recht gut geht. Daher sollten Entscheidungen nur auf der Basis von Fakten geschaffen werden. Vertrauen in Parteien kann sich doch nur so ausbilden. Oder?
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  10. Sehr geehrter Herr Trost,
    in einer weiteren Antwort habe ich mich für meine späte Antwort schon entschuldigt. Bitte sehen Sie es mir nach.
    Sie geben mir Gelegenheit mit weiteren Mythen aufzuräumen und Ihre Frage umfassend zu beantworten:
    1.) Es ist wissenschaftlich seit mehr als 10 Jahren (auch von mir) nachgewiesen, dass aus Sonne- und Windenergiestrom preiswerter CO2-neutraler Kraftstoff für unsere Bestandsflotte und Neufahrzeuge — z.B. in Nordafrika oder Patagonien — durch CO2 und Wasserstoffsynthese hergestellt werden kann und auch bereits in kleinen Mengen wird. Übrigens ist die Firma Porsche dabei weltweit führend.
    2.) der Preis für die kWh Strom liegt in solchen Regionen unter 2 ct/kWh; d.h., dass z.B. synthetischer Diesel mit einem Preis von ca. 70 ct/Liter eingeführt werden könnte.
    3.) Und warum macht man das nicht einfach? Weil die EU unter Mitwirkung des deutschen Umweltministeriums die CO2-Vermeidungsanrechnung bei Flüssigkraftstoffen verhindert haben. Ob die sog. “Verkehrswende” zur E-Mobilität nicht gestört werden soll?
    4.) Insofern entsteht kein Geschäftsmodell den Bürger und Sie können sich bis heute nicht mit Ihrem Auto (falls Sie eins nutzen) klimagerecht verhalten.
    5.) Nun zu Ihrer eigentlichen Frage: Diese synthetischen Diesel- oder Benzin-Kraftstoffe (MeOH, OME, DMC, …) bestehen — anders als die fossilen — nur aus einem sog. C1-Molekül. Dies bewirkt bei der Verbrennung, dass durch das Ansaugen von Landluft (Stadtluft ohnehin) die dort befindlichen geringen Schadstoffmengen (Partikel, Stickoxide, Kohlenmonoxid, ..) nach dem Verbrennungsprozess ggü. der Umgebungsluft vermindert werden. Die Schadstoffemissionen sind daher als negativ zu bilanzieren. Ein E-Fahrzeug ist “nur” neutral. Übrigens: ein heutiger EU6 Diesel kann das sogar schon mit fossilen Kraftstoffen.
    Bislang konnte man mir noch nicht erklären, warum die Grünen den Verbrenner 2030 verbieten wollen. Auch nicht, warum die EU solche Kraftstoffe nicht zur Erfüllung der “Fridays for Future” Bewegung aus Klimagründen endlich zur Anrechnung freigibt. Wem kann das nützen? Qui bono?
    Es bleibt daher “nur” der kritisch-faire Vergleich mit dem Fahrrad, wenn es um CO2 und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen geht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  11. Lieber Herr Eschbach,
    ich bedanke mich sehr für die — aus meiner Sicht — nützliche Diskussion.
    Zunächst darf ich mich für meine späte Antwort entschuldigen. Neben der Bürgermeister- und Kommunalwahl gab es wichtige politische EU- und D-Vorgänge für die Industrie, die mich sehr beschäftig haben.
    Ich würde mich freuen, mit Ihnen auf der Basis der Naturwissenschaften die von Ihnen angesprochenen Sachthemen zu vertiefen.
    Es ist richtig, dass es viele Entscheidungen gibt, die gerade heute auf der Basis von ein-eindeutigen Fakten auf Lösungen, aufs Anpacken warten. In der von mir beobachteten politischen GL-Sachdiskussion sind aus meiner Sicht bei dem 3er Bündnis einige entscheidende Fragen unbeantwortet geblieben. Wenn Sie mir eine gewisse unabhängige Meinungsbildung zubilligen, dann hat Christian Buchen Probleme und Lösungen besprochen, die in keiner Weise auf dem heute politisch gerne genutzen Umweltmythen und Mainstream aufbauten. Dieser jetzige politische Generaltrend wird ableitbar massive Wohlstandsauswirkungen haben. Das lässt sich physikalisch-ökonomisch mit Fakten belegen. Ich bin sehr sicher und sage Ihnen ehrlich, dass wir einen Neuaufbruch mit Herrn Buchen hätten realisieren können.
    Diese Plattform möchte ich aber nicht nutzen, um Meinungen auszutauschen, sondern nur Fakten. Dazu stehe ich Ihnen auch in einem Gespräch von Ingenieur zu Ingenieur zur Verfügung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  12. @Wolfgang Maus: Könnten wir Ihre CO2 Rechnung um weitere Schadstoffe, also etwa Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeldioxid, Rußpartikel, ergänzen? Dabei handelt es sich nachweislich um Schadstoffe, die von Autos ausgestossen werden und sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Bitte mal in Relation zum Fahrrad setzen. Danke.

  13. @Wolfgang Maus
    Sagen Sie ´mal, stammt aus Ihrer Feder nicht, es mag schon einige Jahre her sein, ein sogar hier im BüPo publizierter Beitrag, intelligent aufschlüsselnd und zugänglich geschrieben, zum Thema „Diesel-Hatz und Messwerte-Abakadabra“ (sehr pointiert und hoffentlich nicht falsch erinnert) …?

    Sollten Sie eine Website haben und dieser Beitrag z.B. darüber ggf. verfügbar sein, verlinken Sie ihn doch noch einmal, es wäre eine grds. lohnende Lektüre auch in diesem Zusammenhang …

    Davon abgesehen geht mancher Teil hiesigen Disputs auf Missverständnisse, Unschärfen (oder das Gegenteil …), glaubensbedingte Befindlichkeiten oder eben auch fundamental unterschiedliche „Glaubensbekenntnisse“ zurück, von denen nicht zuletzt der ganze Klima- und Verkehrskomplex leider durchdrungen ist.

    Um da aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Für mich besteht überhaupt kein Zweifel an der Notwendigkeit einer alles umfassenden, aber intelligent aufgesetzten und komponierten Verkehrs- oder Mobilitätswende

    – Und zwar alleine aufgrund des „Massenproblems“, sprich des Problems, dass die gegenwärtig konfigurierte Massenmobilität eben die Mobilität per Masse zunehmend reduziert oder / und mit solch gravierenden Kollateralfolgen belegt, dass die abnehmende Mobilität nicht einmal das größte Problem bliebe …

    Wer also immer noch davon ausgeht oder allen verspricht,
    dass jeder allzeit auch mit dem eigenen Kfz staufrei beweglich überall hin komme bzw. zu kommen habe und da, wo er so anlange, selbstverständlich jederzeit ausreichend Parkraum und den in unmittelbarster Nähe seines Lieblingsladens, eigentlich sogar gleich vor demselben vorfinde bzw. vorfinden müsse
    – Und all das auch noch ohne jede negative Auswirkung auf Stadtraumgestaltung, Wohn- und Lebensqualität, Landschaftsstruktur bzw. -verbau, Ressourcen(über)beanspruchung etc.;

    wer also immer noch davon ausgeht, der ist Illusionist, Zyniker, an und für sich beschränkt oder schlicht reduziert auf das kurzatmige wie –sichtige Bewahren von Gewohnheiten, Privilegien, Besitzständen.

    Noch ´mal Stichwort „Massenproblem“: Schon die gedankenspielhafte Umstellung eines quantitativ unveränderten bzw. noch zunehmend automobilen (Personen- und Last-)Verkehrs auf E- / Batterieantrieb zeigt die Sackgasse
    – Denn die hier entstehenden Probleme allein per Batterieherstellung und –entsorgung verballern das ökologische Plus auf der einen mit neuen Lasten auf der anderen Seite;

    nicht zu reden vom noch einmal hoch potenzierten Bedarf an Energie, die bei parallelen Ausstiegen aus grundlastfähig gewesenen Formen zusätzlich aus den bereits jetzt (noch …) nicht grundlastfähigen erneuerbaren Energieformen verfügbar gemacht werden müsste …

    Genau hier z.B. treffen auch Maus´ Hinweise auf die im Unterschied dazu gegebene Verfügbarkeit von technologisch hochentwickelten Treibstoffvarianten „konventioneller Art“, die im Zusammenhang eines intelligenten Energie- oder Treibstoff-Mix´ zum Zuge kommen müssten und dringend an die Stelle eher polit-theologischer Bannflüche treten sollten, die sowohl in der Sache fehlgehend als auch industriepolitisch verheerend sind …
    – Was alles nichts an der Notwendigkeit ändert, bisherige und sicher liebgewonnene Verkehrsgewohnheiten, besonders was den stadtnahen und innerstädtischen Verkehr betrifft, in einem konsequenten Übergangsprozess zu ändern …

    Und auch hier sollte das Prinzip des intelligenten Mix´ gelten, heißt der heiß diskutierte Radverkehr bildete hier ebenso ein Teilmodul als ein massiver Ausbau des ÖPNV (samt Vernetzung, Kleinbusstrecken, kompakter Tarifmodelle etc.), inklusive „springender“ Innovationen als z.B. Seilbahnrouten und logistischer Konzepte (Verkehrsbauwerke / Relaisstationen),
    die den automobilen Individualverkehr zumindest in den Innenstädten deutlichst reduzieren bzw. von ihnen fernhalten;
    denn die Generalklausel der (vor allem) autogerechten Stadt hat ihre Zeit ohne jeden Zweifel hinter sich, und was in diversen Metropolen wie Kopenhagen, London, Paris, Madrid, New York … bereits jetzt unterschiedlichen Grades möglich ist, sollte auch in der Strundekapitale möglich werden …
    Spätestens ab dem 13.09., mit der neuen Ratsbesatzung samt neu besetzter Kommandobrücke (und das bis heute kaum umgesetzte Mobiltätskonzept könnte ein gutes Initial bilden) …

  14. Lieber Herr Wolfgang Maus,

    bevor es weitere Missverständnisse oder gar Fehlinterpretationen gibt, als Ingenieur der Mess- und Regelungstechnik kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir uns auf sehr vieles verständigen können, wie das so unter Ingenieuren möglich sein sollte, allerdings leider nur jenseits der CDU Kommunalpolitik.

    Das scheint mir aber derzeit ein ganz wesentlicher Unterschied zu sein. Als Ingenieur ohne Parteibuch möchte ich das “weiter so” beendet und in eine grundlegende Veränderung der Politik in unserer Kommune überführt sehen. Diese Veränderung trifft die Stadtentwicklung insgesamt mit der Verwaltung vorneweg, der Bedeutung der Schulen in unserer Stadt, der Aktualisierung und Umsetzung des Mobilitätskonzeptes, der Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes und dessen Anwendung und der massiven Integration der Digitalisierung bei dieser Veränderung. Dafür sehe ich die Beteiligung der Bürger an der Weiterentwicklung unserer Stadt auf Basis eines Leitbildes als unverzichtbar an, kein Feigenblatt.

    Die Konzentration auf die Sacharbeit, die vielen vorhandenen “best practice” Beispiele zu den o.a. Themenfeldern und engagierte Bürger mit hoffentlich auch nach der Wahl politisch anderen Schwerpunktsetzungen, die geben mir die Hoffnung, dass die Rückstände in vielen Bereichen auch schnell und zielorientiert aufgeholt werden können. Dazu bedarf es allerdings eines Politikwechsels und Zeit haben wir schon genug verloren, deshalb keine neuen Lernkurven.

    Frank Stein als Bürgermeisterkandidat des Dreierbündnisses von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP scheint mir dafür ein Garant zu sein, weshalb ich ihn auch wähle. Er ist mit drei Jahren hinreichend lange in der Verwaltung als Kämmerer tätig, ein Zahlenmensch, um die vielen Königreiche zu kennen, aber kurz genug um nicht Teil des Problems zu sein und als Veränderer dann nicht mehr glaubhaft wirken zu können.

    Das sieht bei seinem „Bürgermeisterkandidatenkontrahenten“ völlig anders aus. Nach weit mehr als 10 Jahren in politischer Verantwortung in dieser Stadt – völlig abgesehen von 75 Jahren CDU am Ort – dazu die letzten 5 Jahre auch noch als AUKIV Vorsitzender, ein glaubhafter „Changemanager“ sollte ein anderes Profil haben. Abgesehen davon gibt es Gott sei Dank politische Optionen zusätzlich zur Wahl des Bürgermeisters, die die Absicht der Veränderung verstärken könnten. Wer im obigen Sinne seine Schwerpunkte setzen möchte, der wählt Frank Stein, Bündnis 90/Die Grünen und/oder die Freie Wählergemeinschaft, wobei auch im Kreistag eine „Grüne Stimme“ hilfreicher sein könnte, als Besitzstandswahrung, der FNP lässt grüßen.

    In diesem Sinne wünsche ich eine gute Woche und für die Wahl eine glückliche Hand.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lothar Eschbach

  15. @Wolfgang Maus
    Sie schreiben von “wissenschaftlich nachvollziehbaren (…) Fakten” vs. “Umwelt-Mythen”. Selbst vergessen Sie aber bei Ihrer Gegenüberstellung der CO2-Bilanz von Fahrrad und Pkw ausgerechnet das Auto selbst in die Rechnung mit einzubeziehen, wodurch das Ergebnis stark zugunsten Ihrer Aussageabsicht verzerrt wird. Das hinterlässt einen faden Geschmack. Zudem unterscheiden sich schon die ergoogelten Rohwerte sehr stark voneinander, je nachdem wie man die Suchanfrage formuliert. Hier würde ich noch am ehesten noch auf die Aussage des Umweltbundesamtes vertrauen. Zitat:

    “In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass eine Berufspendlerin oder Berufspendler, die oder der werktags je 5 km mit dem Rad zur Arbeit hin und zurück fährt, anstatt das Auto zu benutzen, im Jahr rund 300 kg CO2-Emissionen einsparen kann. Der Radverkehr ist somit gemeinsam mit dem Fußverkehr die klimaschonendste Fortbewegungsart.”

  16. Sehr geehrter Herr Eschbach,
    es ist sicherlich Ihr gutes Recht, von Fakten wenig oder gar nichts zu halten. Unser Wohlstand beruht auf wissenschaftlich nachvollziehbaren, physikalisch-ökonomischen Fakten. Nachhaltigkeit ebenfalls. Umwelt-Mythen zahlen sich vielleicht heute noch politisch aus. Aber auch auf Dauer?
    Ist Herodot für Sie akzeptabel? “Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem.” (Was auch immer du tust, tue es gut und bedenke das Ende.) Können wir uns wenigstens darauf einigen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  17. Insofern durch die jüngste Erhebung des Ampelkandidaten in den „Klimastand” (ausdrückliche Wahlempfehlung der Klimafreunde);

    die zumindest vordergründig dominierende Präsenz m.o.w. „grüner” Themen und Motive im Wahlkampf;

    die wiederholt besondere Relevanz v.a. des Themas Verkehr / Mobilitätswende und zumal in den gerade darüber kontroversen Debatten der beiden Favoriten-Bewerber für‘s BM-Büro;

    insofern alldadurch der Wahl am 13.09. ein entsprechender Focus zukäme,
    würde (unabhängig davon, wie berechtigt jeweilige Zuschreibungen für die BM-Kandidaten und einzelnen Parteien wären) das Stimmergebnis auch viel über die konkrete Haltung / den fordernden Willen von uns Wählern im Blick auf ggf. kommende Grundsatzentscheidungen in Sachen Verkehrszukunft GL aussagen.

    Zugespitzt:
    Von einem im BM-Büro gelandeten Stein würde dann die konsequent und zeitnah „tätliche” Klima- wie Verkehrswende in GL erwartet, vor allem wenn dabei auch noch flankiert von einem entsprechend hohen Gewicht des Grünen Teils der Ampel.

    Eine andererseits starke CDU, weiterhin stärker als Grün, vielleicht allein (fast) so stark als der Ampelbund (oder gar …), verbunden mit einer entsprechenden „Buchung” für‘s BM-Büro wäre v.d.H. dann der deutlichste Hinweis auf ein gewünschtes mindestens „moderato” hinsichtlich aller einschneidend verändernden Maßnahmen.

    Symbolisch verdichtet stehen hier die konträren Positionen der BM-Bewerber Buchen und Stein zum Stadtautobahn-Projekt über die berühmte Bahndamm-Trasse.

    So könnte die Wahl nächste Woche bei insbesondere klarem Ausgang zu einer tatsächlichen Richtungswahl mit jeweils spürbaren Konsequenzen werden.

  18. Das Engagement in allen Ehren Herr Havermann, aber hier scheinen Sie sich seit längerem schon an sehr persönlichen Sichten abzuarbeiten.

    Gerade bei ganzheitlicher Betrachtung ist der modale Split und damit der modale Shift die einzige „schnell“ wirkende Stellschraube, wenn man mal von den vielen kleinen und eher weniger wirksamen Maßnahmen absieht, um die Verkehrssituation zu verbessern.

    Beim ÖPNV dauert die Verbesserung, abgesehen von einigen möglichen kleineren Maßnahmen, fast eine Generation (20-30 Jahre).

    Genau deshalb kommt dem Umstieg auf‘s Fahrrad eine so hohe Bedeutung zu. Auch wird es nicht nur mit Anreizen abgehen. Die Innenstädte sind auf dem Weg autofrei zu werden, was einem Verbot entspricht.

    Es sind eben sehr viele Maßnahmen mit sehr unterschiedlicher Wirkung bezogen auf das Gesamtsystem der Mobilität.

    Das Postulat der Freiheit der Mobilität, zu jeder Zeit mit dem Fortbewegungsmittel meiner Wahl dorthin zu kommen, wo ich möchte, das ist der Traum der 50-iger Jahre.

    Das Mobilitaetskonzept ist eine sehr gute Grundlage, bei mehr politischem Willen vor allem der CDU könnten wir sehr viel weiter sein bei der Umsetzung. Dabei verstehe ich Sie nicht so, als ob Sie davon ablenken wollten, kein „weiter so“.
    Keine neuen Lernkurven für alte (2016) Probleme.

  19. Hallo Herr Havermann,
    ich empfehle Ihnen die Lektüre des Mobilitätskonzepts Bergisch Gladbachs. Dann werden Sie erkennen, dass es mitnichten darum geht, “mit aller Gewalt Radwege aus den Straßen zu stampfen”, sondern dass es eben genau um die von Ihnen geforderte ganzheitliche Betrachtung aller Verkehrsmittel geht, um Mobilität zu optimieren. Und zwar vorurteilsfrei. Dazu wurde zunächst eine Istaufnahme gemacht und daraus, basierend auf vielfältiger Erfahrung ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Und zwar nicht mit “gesundem Menschenverstand” am Stammtisch, sondern auf Basis der Istaufnahme und anerkannter Methoden. Die Lösung ist ein Angebot zum Modalsplit, dem eine Reduzierung des Anteils des PKW-Verkehrs am Gesamtaufkommen von 58% auf 50% vorsieht. Und zwar durch “Anreize” an den Fahrradverkehr und nicht durch “Verbote” von PKW-Verkehr, worauf ja ein bekannter Kandidat immer so großen Wert legt.

  20. Nun, Frau Barthold,
    ich kann natürlich nicht verlangen, dass jeder meine Beweggründe erkennt. Für Sie aber noch mal:

    Mein Ziel ist es, den Verkehr ganzheitlich zu betrachten. Dass alle Parteien jetzt Radwege präferieren, zeigt doch nur, dass sie keine anderen Ideen haben, Autos von der Straße zu bringen, im Gegenteil, Herr Buchen will mit der Bahndammtrasse zusätzlichen motorisierten Individualverkehr anziehen, wie das viele Verkehrsexperten prognostizieren. Aber jetzt mit aller Gewalt Radwege aus den Straßen zu stampfen ist ähnlich sinnvoll, wie eine Bahndammtrasse. Haben Sie sich schon mal die Mühe gemacht und den Radverkehr auf der Kölner Straße beobachtet – wenn Sie ihn denn finden? Ich schon, 5 rauf, 10 runter pro Tag, wie ich schon einmal schrieb. Die Leidtragenden waren die früheren Anrainer der Kölner Straße und sind jetzt die Bewohner der Nebenstraßen. Ist dass Ihr Ziel, Radwege, koste es, was es wolle, auch wenn das zu einer Belastung für Dritte wird, weil Sie da ja nicht wohnen? Verstehen Sie jetzt, was ich mit ganzheitlich meine?

    Natürlich ist ein Radwegenetz in BG unerlässlich, aber doch nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Der ADFC, der manch seltsame Verlautbarungen ablässt, sollte mal feststellen, wie viel % Autofahrer bei Starkregen, Sturm, Eis + Schnee bei den tollsten Radwegen auf den Drahtesel steigen und wie viele Radfahrer dann lieber absteigen. Die Versprechen, mit einem ausgebauten Radwegenetz würden so viele Autos auf den Straßen wegfallen (ja, wie viele denn, ADFC?), dass sich das Verkehrschaos verabschieden würden sind nur was für Leute, die auch an den Nikolaus glauben.

  21. Wenn ein CDU-Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr wie Herr Maus ernsthaft bezweifelt, dass Radfahren umweltfreundlicher sei als Autofahren, muss es nicht verwundern, wenn in dieser Stadt in Punkto Radverkehr nichts nach vorne geht – unfassbar.

  22. Guten Tag Herr Müller,
    ich freue mich, mit Ihnen auf diesen Seiten diskutieren zu können! In den Medien werden hierzu ehrliche (sämtlich) Informationen kaum geliefert. Auch das IGL veröffentlicht halt nur Geliefertes und wird kaum recherchieren können.
    Ihr Hinweis, dass ein Auto zusätzlich CO2 ausstößt (solange es mit fossilem Kraftstoff betrieben wird!) stimmt heute noch. Gerade hier beginnt die gesetzmäßige CO2-Torheit der EU: Denn, wenn wir z.B. einen heutigen Passat als Maßstab nehmen, so wäre der CO2-Fußabdruck etwa 100 g/km. Wie Sie richtiger Weise schreiben, wären das für diese Überschlagsbetrachtung gesamt ca. 115 g/km. Wenn bereits synthetische Kraftstoffe zugelassen und angeboten würden (geeignete: OME, DMC, FT-Diesel, MTG), blieben der Fahrer-CO2-Fußabdruck und ein recht kleiner Teil aus Herstellung, Transport und Recycling übrig.
    Die EU-Torheit, die vom Bundesumweltministerium gestützt wird, besteht nun darin, dass es heute schon (praktisch!) möglich ist CO2-armen Kraftstoff zu tanken. Nur wird die CO2-Minderungsanrechnung politisch bewusst ausgeschlossen. Entsprechend hat sich auch noch kein flächendeckendes Geschäftsmodell entwickeln können. Wer es aber mit der Klimavorsorge ernst meint, kann durch eine CDU-Initiative in absehbarer Zeit CO2-armen Kraftstoff in GL tanken. Die konkrete Absichtserklärung haben wir bereits von der Mineralölfirma. Freiwillig, auch ohne Anrechnung, ist die Firma Bosch hier mit “R33” in Vorleistung getreten. Das bei uns in GL wahrscheinlich sehr bald verfügbare R33 spart 17% CO2 ein. Das Bosch-Management fährt auch bereits mit den “Care-Diesel”, welches gut 60% CO2-Einsparung ergibt. Das wäre über die Bestandsflotte bis 2030 sehr viel mehr CO2-Einsparung, als der jetzige, zum Scheitern verurteilte Regierungsplan, E-Mobilität einzuführen.

    Mit Ihrer Bemerkung, dass es einer gesamten Lebenszyklusbetrachtung (LCA) zur Beurteilung der wirkungsvollsten CO2-Reduzierung bedarf, treffen Sie erneut ins “Schwarze”! Das ist eine weitere Irreführung der EU und des o.g. Ministeriums: Man rechnet das Batteriefahrzeug (wie ich zuvor schrieb) nur ab der Steckdose bis zum Rad. Die Batterien kommen mehrheitlich aus Asien, sodass man die Mobilitätsart bewusst mehrfach “lückenhaft” bzgl. des kumulierten CO2-Fußabdrucks bilanziert. Wenn man “nur” die LCA inklusive der kompletten Herstellung, des Betriebs und dem Recyceln rechnet, kommt eine aktuelle, erstmals validierbare Studie des VDI zum Ergebnis, dass ein Batteriefahrzeug über ca. 200.000 km gefahren werden muss, bevor es den fossil (!) betriebenen Diesel bzgl. CO2-Emission schlägt. Leider ist auch diese Studie noch unvollständig, denn sie lässt — so wie der Gesetzgeber — die nicht zu vernachlässigenden CO2-Fußabdrücke des Infrastrukturaufbaus außen vor. Wie Sie erkennen können, müssen wir uns die Fakten durch Diskussionen erarbeiten.

    Zu Ihrem Punkt am Schluss darf ich nur kurz erwähnen, dass ich zur Erörterung der nachhaltigsten Beförderung eine grobe zeitliche und volkswirtschaftlich vergleichende Berechnung angelegt hatte: Auto Vs ÖPNV in der Rush-hour GL -> Köln und zurück. Ihre Erfahrungen kann ich bestätigen. Inzwischen wieder ohne Baustellen ist der ÖPNV sehr lange unterwegs. Um zum Schluss zu kommen: Ihre Fahrrad-Touren waren in jedem Fall überlegen, wenn es um Ihre Gesundheit/Fitness geht. Und Spaß wird es Ihnen auch gemacht haben. Ich darf wiederholen, ich bin pro Fahrradverkehr; aber bitte nicht mit der Begründung falscher Fakten.

  23. @Guten Tag Herr Maus,
    der Beitrag des ADFC beschäftigt sich im Grunde nicht mit Umweltpolitik. Insofern war ich beim Lesen erstaunt, dass Sie ihm dies vorhalten.

    Davon abgesehen scheinen mir Ihre Anmerkungen aber interessant: Sie schreiben, dass die „Klimafreundlichkeit“ (des Fahrrades gegenüber dem Auto), „irreführend ins Feld geführt“ wird. Sie belegen diese angebliche Irreführung mit vergleichenden Zahlen über CO2-Fußabdrücke.

    Soll man daraus tatsächlich verstehen, das Fahren mit einem Fahrrad sei aus Ihrer Sicht klimaschädlicher als Fahrten mit dem Auto? Das ist schwer nachzuvollziehen, und es entspräche sicherlich nicht dem Stand der öffentlichen Diskussionen.

    Nicht so einfach einverstanden bin ich ebenfalls mit Ihrer Annahme, dass Fahrradfahren in Bergisch Gladbach lediglich dem Spaß und der Gesundheit dient, auch wenn beides allerbeste Gründe dafür sind, sich aufs Rad zu setzen.

    Vielmehr gibt es bekanntlich sehr viele Menschen, die das Rad als praktisch notwendiges Verkehrsmittel sehen, um von A nach B zu kommen, zur Schule(!!!), zur Arbeit, zum Arzt oder auch z.B. zum Einkaufen. Um diese Radfahrer*innen, jung und alt, geht es aus meiner Sicht ebenfalls, oder sogar insbesondere. Sie sind auf das Rad angewiesen und benötigen tagtäglich sichere und durchdachte Radstrecken. Daraus ergibt sich m.E. ein sehr viel größerer Handlungsbedarf, als wenn es „nur“ um Gesundheit und Spaß ginge.

    Vielleicht könnten Sie beide Aspekte noch einmal kommentieren bzw. Ihre Argumentation nachvollziehbar machen, gerne auch abseits vom Bürgerportal. Da Sie, soweit ich es weiß, die CDU im Umweltausschuss (AUKIV) vertreten, sind ihre Erkenntnisse für die Entwicklung der Verkehrs-Infrastruktur von Bergisch Gladbach sicherlich von besonderer Bedeutung.

    Hanns-Eberhard Schulze – Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG)

  24. Neben manchen Scherereien um des Kaisers Bart, quasi theologischen Disputen um diverse klimatische, ökologische etc. Glaubenssätze, bleibt doch eine Perspektive sachbestsändlich unstrittig (und völlig frei von Ideologie jeder Art):

    Je mehr Personen mit einzelnen Kfz zumal in bestimmten Zeitfenstern und auf bestimmten Routen (inkl. Schwingkursen. Ausweichstrecken, Schleichwegen etc.) gleichzeitig unterwegs sind,
    desto dichter, zäher und staugeprägter wird der Verkehr (bis zum Stillstand am Lastpunkt X).

    „What shall we do with the drunken“ … traffic?

    Zwei Grundmöglichkeiten dem „Massenproblem” Herr zu werden
    — wobei es darum gehen soll, die Massenmobilität zu erhalten, ohne dass per „Masse” die „Mobilität” aufgehoben wird,
    noch durch Kollateralfolgen individualmotorisierter Massenmobilität die Lebensqualität bis Lebensgrundlagen gefährdet sind:

    a) Neue Autostraßen bauen und die vorhandenen erweitern (in dieser Linie etwa der Vorstoß des CDU-BM-Bewerbers Buchen zur Reanimation des Stadtautobahn-Projekts über den berühmten Bahndamm).

    b) Autoalternative Verkehrswege, -formen, -kapazitäten und -konzepte stärken, ausbauen und neu entwickeln (z.B. auch Seilbahn, Verkehrsbauwerke etc.).

    Beides (also a und b) zugleich und in gleichem Maße ist aus strukturellen, logistischen und nicht zuletzt finanziellen Gründen kaum bis gar nicht möglich.

    Es muss an diesem gedachten Punkt somit eine Grundsatzentscheidung getroffen werden, welches Verkehrsmodell für die Zukunft den Schwerpunkt-Focus bilden bzw. den fördernden Vorrang erhalten soll.

    Sozusagen zugespitzt zeigt sich das an eben den kontroversen Positionen der favorisierten BM-Bewerber Buchen und Stein zum besagten Stadtautobahn-Projekt:

    Christian Buchen dafür, Frank Stein dagegen (dafür hier für eine Nutzung der Bahndamm-Trasse als Radschnellweg).

    Wenn man so will und man dieses Thema für entsprechend relevant erachtet, lässt sich hier also eine Richtungsentscheidung (für oder gegen welche Richtung auch immer) treffen.

    Das ist im Zuge einer Wahl doch ‘mal von erfrischender Klarheit.

  25. Ach Herr Havermann, wirklich? Es wird immer absurder. Jetzt tun Sie doch bitte nicht so, als läge Ihnen das Wohlergehen der radfahrenden Menschen in dieser Stadt so am Herzen. Sie versuchen doch permanent, alle Maßnahmen, die der Verbesserung der Radinfrastruktur dienen sollen mit merkwürdigen Argumenten zu torpedieren.
    Folgende Aspekte sind nun mal nicht zu ignorieren: Autoverkehr erzeugt Lärm, schlechte Luft, kostet viel Geld und beansprucht enorm viel Fläche.

  26. Seht geehrte Herr Maus,

    sie haben bei den 15g/km beim Autofahrer übersehen, dass das KFZ auch noch ein klein wenig CO2 ausstößt.
    Bei der Gesamtbillianz darf natürlich auch nicht der Anteil an CO2 welcher bei der Produktion des Fahrzeuges anfällt übersehen werden.

    Letztes Jahr ging eine Rechnung durch die sozialen Medien, welche zeigen wollte, dass ein Dieselfahrer weniger CO2 ausstößt als ein Radfahrer, welche aber vom Verfasser zurückgezogen wurde, nachdem er auf die seiner Rechnung vorhandenen Fehler hingewiesen wurde.
    (siehe z.B. https://www.volksverpetzer.de/social-media/rad-vs-diesel/)

    Hinzu kommt noch die Feinstaubbelastung durch Brems- und Reifenabrieb, Flächenbedarf, auslaufende Betriebsmittel etc..

    Mir persönlich ist sowieso der Aspekt der Vorhersagbarkeit der Fahrzeiten mit dem Rad derjenige, welche mich zum Radpendler werden lassen.
    So habe ich, als ich noch von Bergisch Gladbach bis mitten in die Kölner Innenstadt pendeln musste, immer 40 +/- 5 Minuten für die Fahrt gebraucht,m it dem KFZ zwischen 25 Minuten und 2,5 Stunden! Wobei man trotz Live-Staukarten niemals die wirkliche Zeit mit Sicherheit vorhersagen konnte.

    Der größte Killer des Radverkehres dürfte eine pünktliche, zuverlässige, nicht überfüllte S-Bahn im 10-Minuten-Takt sein.

  27. Ach Herr Boschen,

    habe ich von einer Forderung nach kostenfreien Parkplätzen geschrieben? Nein!

    Wollen Sie die unnützen Fahrradweg-Streifen auf der Kölner Straße verteidigen? Ja! Ihre, wenn auch fragwürdige, Sache.

    Wenn die Stadtverwaltung diese Fahrradstreifen anlegen lässt, ohne Rücksicht auf die größer werdende Gefahr für die Radfahrer, nur des Feigenblatts wegen, ja schließlich etwas getan zu haben, dann halte ich das für grob fahrlässig. Haben Sie sich schon mal die Situation angesehen? Eher wohl nicht, sonst wüssten Sie, wie lächerlich die Aktion für 10-20 Fahrradfahrer täglich ist bei gestiegener Gefahrenlage. Aber das scheint Sie nicht zu stören, Hauptsache, es gibt Fahrradwege, egal wie unsinnig und gefährlich sie sind und ob sie überhaupt von den Radfahrern angenommen werden.

  28. Was mich an der umweltpolitischen Begründung des ADFC irritiert, sind die im Vordergrund stehenden Hinweise auf angebliche Umwelt- oder Klimafreundlichkeit. Warum belässt man es nicht einfach bei dem Wesentlichen: Radfahren macht Spaß und ist gesund. Wenn das keine guten Gründe sind! Und wenn man diese Bürgerwünsche durch sichere Fahrradwege dringend erfüllen muss, dann sollte das im politischen Fokus stehen!
    Nur, warum wird zusätzlich die Klimafreundlichkeit, die sich durch den Mobilitäts-CO2-Fußabdruck äußert, irreführend ins Feld geführt? Der IGL kann man den Vorwurf der vernachlässigten Recherche nicht machen. Hier wird aufgeführt, was an Informationen hereinkommt.
    Insofern möchte ich auf den wissenschaftlich nicht ganz einfach zu berechnenden CO2-Fußabdruck des Fahrradfahrens eingehen und im IGL ergänzend veröffentlichen. Denn der Fußabdruck des Fahrradfahrens hängt sehr stark von der Ernährung und der Intensität des körperlichen Energieeinsatzes ab. Entsprechend kommt die Wissenschaft auf Bereiche von gut 20 g/km CO2 bis gut 130 g/km. Im Mittel kann man von ca. 60 g/km CO2 Emission ausgehen. Ein Autofahrer liegt bei ca. 15 g/km.
    Nun muss man auch wissen, was politisch bei einer bestimmten Partei möglicher Weise nicht bekannt ist, nämlich, dass man ein Auto, Lkw oder Flugzeug mit fast 0 g/km CO2 Emissionen betreiben könnte, wenn nicht NGOs, das UBA (Umweltbundesamt) und das BMU (Umweltministerium) die CO2-Anrechnung von synthetischen Kraftstoffen mit der Begründung verhindert hätten: Die Einführung/Anrechnung synthetischer, CO2-freier Kraftstoffe würde die Verkehrswende zur E-Mobilität behindern. Inzwischen haben alle Regierungsbeteiligten in Berlin verstanden, dass die EU-gesetzlich verankerte CO2-Vermeidungsregelung ein krasser Fehler war, der dazu führt, dass die CO2-Ziele weder 2030 noch 2050 — über alle zugehörigen CO2-Fußabdrücke bilanziert (von der Wiege bis zur Wiege) — eingehalten werden können. Das ist ein heute bereits absehbarer und kaum noch abzuwendender Fakt, der in den öffentlichen politischen Ausschusssitzungen des AUKIV parteibedingt unbeachtet bleibt. Eine Partei fordert immer noch das Verbot von Verbrennern ab 2030, obwohl der prominente MP Kretschmann die umrankenden Mythen längst durchschaut und Ba-Wü synthetische Kraftstoffe auch politisch fördert. So, wie die realen CO2-Fußabdrücke der Mobilitätsformen in der Umweltdiskussion außen vorbleiben, so schwierig ist es auch diese physikalischen Gegebenheiten den Medien nahe zu bringen. Um mit diesen faktischen Klarstellungen keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich unterstütze persönlich die sinnvollen Ziele der fahrradfahrenden Verkehrsteilnehmer. Dies mit kruden, nachhaltigkeitswidrigen “Mobilitätswenden” zu verbinden, sollte man aus Nachhaltigkeitsgründen ablehnen.

  29. Was sich auch in den hiesigen Wahlkampf-Kontroversen und –Kommentierungen bereits abgezeichnet hat (Zitat aus der WDR K-Wahl-Umfrage 2020):

    „Verkehr ist Problem Nummer eins – Unterschiede gibt es in den elf Städten der Studie bei den Antworten auf die Frage nach dem wichtigsten Problem vor Ort. In den meisten Städten werden Verkehrsthemen am häufigsten genannt …“

    Genau auf diesem Feld haben sich ebenso die beiden Speerspitzen der Schwarzen Hausmacht und des Ampelbundes, die mutmaßlichen BM-Favoriten: Christian Buchen und Frank Stein, ihre bisher schärfsten Debatten geliefert – Es gibt also durchaus markable Unterschiede …

    Mal sehen, wohin dann der „Stimmen-Verkehr“ am 13.09. so fließt …

  30. @Carsten Leite
    das ist ja genau das Problem in Bergisch Gladbach. Die Radinfrastruktur ist völlig ungenügend. Wenn man allerdings die aktuelle Fahrrad-Nutzung zur Voraussetzung für Investitionen macht, würde ein Henne/Ei-Problem draus.

    @Patrick Stein
    Steuern sind bekanntermaßen nicht zweckgebunden und von daher zahlen auch Radfahrer für die Infrastruktur mit. Und glauben Sie nicht, die Kfz-Steuer wäre für die Straßen auch nur annähernd kostendeckend. Was Fahrrad-Rowdies angeht ist Ihre Forderung in etwa so als würde man den Aus- oder Neubau einer Straße an die Bedingung knüpfen, dass sich zuerst ALLE Autofahrer an die Tempolimits und Abstandsregeln halten müssen sowie Bußgelder auf mindestens 5000 Euro angehoben werden. Sie würden dies zurecht als populistisch abtun.
    Dem letzten Satz kann ich nur beipflichten.

    @Rolf Havermann
    Womit wir wieder bei Ihrem Lieblingsthema wären. Da Sie sich auf Ihre Ansichten offensichtlich festgelegt haben, nur kurz was zum Thema Parkplätze: es gibt kein gesetzliches Anrecht auf kostenlose Straßenstellplätze. In den vielen Städten außerhalb Deutschlands müssen die Anwohner dafür zahlen, teilweise mittlere bis hohe dreistellige Beträge pro Jahr, denn Stellplätze kosten die Kommunen viel Geld in Bereitstellung und Pflege und verbrauchen jede Menge öffentlichen Raum.

  31. Der Fahrrad – Klima – Test soll also den Bergisch Gladbachern vor Augen führen, wie schlecht es mit Fahrradwegen bestellt ist. Dass der ADFC sich angeblich auch um die Belange der Fußgänger kümmern will, ist m.E. bisher über den Vorsatz nicht hinausgekommen.

    Was die Radwege anbelangt, ist BG sicher Diaspora. Alibi-Aktionen wie die Rad-Streifen auf der Kölner Straße aber, auf der täglich kaum 10 Radfahrer runter oder 5 rauffahren, ziehen das Thema nur ins Lächerliche. Für eine solche Anzahl von Nutzern die kompletten Parkplätze in die Seitenstraßen zu vertreiben, wo Anrainer ohnehin schon Probleme hatten, ihre Fahrzeuge ordnungsgemäß abzustellen, ist konterkarierend.

    Die Sorge für die Fußgänger, wenn sie denn vorhanden ist, sollte den ADFC veranlassen, ihrer Klientel ins Gewissen zu reden. Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass viele Radfahrer die Bedeutung von “Fußgänger” – Überwegen nicht anerkennen. Sie überfahren die Zebrastreifen und rasen teilweise darüber, was Fußgänger in Gefahr bringt und Autofahrer zu Notbremsungen zwingt. Vom ADFC habe ich zu diesem Thema ebenso wenig gehört wie zum Überfahren roter Ampeln, die viele Radfahrer als Hobby ansehen.

  32. Lieber ADFC, fangt erst mal an, Steuern für Fahrradwege zu zahlen. Dann könnt ihr fordern! Führt Nummernschilder für Fahrräder ein. Die Anonymität deckt die Gefährder unter euch! Und hört auf Fußgänger und Autofahrer zu schneiden. Partner im Verkehr lautet die Maßgabe!

  33. Ohne an der Umfrage teilgenommen zu haben, als erwachsener Radler in GL unterwegs zu sein, empfinde ich das Fahrrad als Alternative zu was auch immer in GL als absolutenFremdkörper. Spass macht es nur Wege, Zeit und Parkgebühren zu sparen. Komfortabel, durchschaubar, sicher ist anders. Schade. Soll man das ernsthaft Kindern als Fortbewegungsmittel empfehlen? Die vielen Elterntaxis sprechen für sich.