Brigitte Teubner-Hatterscheid hat in ihre „Kleine Werkstatt“ in der Franz-Hitze-Straße eingeladen, um „Kunstsplittertorten“ zu genießen. Sechs Künstler haben das Thema auf ihre unterschiedliche Weise in Kunstobjekte umgesetzt. Dabei sind erstaunliche Dinge entstanden.

Nachdem mir die Arbeiten der Gruppe in der Ausstellung „Schief gewickelt” in 2019 durchweg gut gefallen hatten, habe ich mich gefreut, in diesem Jahr eine Einladung zu bekommen und die Ergebnisse des Themas “Kunstsplittertorte” zu betrachten. Ich stelle mir das nicht so einfach vor, dieses Thema in Kunstobjekte umzusetzen und war gespannt, was ich sehen würde.

Zu allererst wurde ich natürlich auch dort mit Corona konfrontiert. Die Personalien wurden notiert, der Rundgang durch die Ausstellung war als Einbahnstraße angelegt, ich musste fragen, ob ich den engen Hauseingang betreten konnte, um den Abstand einzuhalten. Maske verstand sich bei allen Teilnehmern und Besuchern von selbst. Dann konnte ich den Rundweg durch die Räume und den Garten beginnen.

Zunächst möchte ich die teilnehmmenden Künstler zeigen. Man möge mir nachsehen, dass alle Fotos seitlich aufgenommen wurden, aber bei der geraden Draufsicht spiegelte sich ein Fenster in der Glascheibe des Bilderrahmens.

Die Kunstobjekte waren nicht nach Künstlern sortiert, sondern standen alle durcheinander. Bei den meisten war der Bezug zum splittrigen Thema sofort zu erkennen.

Bei den Gemälden habe ich ihn nicht erkannt und Herrn Holtorff um Erklärung gebeten. Der Bezug liegt nicht in den Gemälden, sondern im Malgrund. Man sieht nicht auf den ersten Blick, dass die Bilder nicht auf Leinwand gemalt sind, sondern alle auf Holz. „

Wenn ich an Splitter denke, sind das bei mir meistens Holzsplitter, darum habe ich alle auf unterschiedlich dicke Holzplatten gemalt,” erzählte er mir.

Bei dieser Arbeit könnte man denken, dass einem Stress und Überforderung letztendlich auch den Kopf zersplittern könnten.

Eine kleine Galerie mit Hochkantfotos, alles gesplittert.

Die Arbeiten im Haus hatten hauptsächlich den Splitter gedanklich umgesetzt. Im Garten fanden sich dann die zum Teil sehr appetitlich umgesetzten Torten.

Der Humor kam auch nicht zu kurz.

Im Schuppen war für das leibliche Wohl gesorgt, das ich für mich vernachlässigt habe, weil ich nicht so viel Zeit hatte, wie im letzten Jahr. Darum konnte ich auch zur Lesung mit Musik nicht bleiben. Ich hoffe aber, dass ich im nächsten Jahr wieder Gast sein darf, denn mir gefallen diese kleinen, bodenständigen Kunstwerke fast ausnahmslos sehr gut.

Im Haus lagen noch Gedichte von Birgitta Schmitz-Hussain auf einem Tisch, von denen mich eins an die Wanderungen mit BamBam erinnerten. Das habe ich mitgenommen und es soll hier den Abschluss bilden.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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2 Kommentare

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  1. Hallo, Frau Barth,
    Sie haben eine reizende Art zu be-/schreiben! Ich habe mich sehr über Ihren Besuch gefreut und das Gespräch mit Ihnen genossen. Irgendwie haben Sie immer eine interessante Art, Dinge zu sehen und inspirieren mich zu einem neuen Blickwinkel. Ich freue mich schon auf´s nächste Mal!
    Alles Liebe,
    Brigitte Teubner-Hatterscheid

  2. Hallo Frau Barth, sie haben das Thema verstanden und vortrefflich beschrieben. Danke für ihren Beitrag und ich freue mich ein weiteres Jahr kreativ zu sein um nächstes Jahr wieder auszustellen. freundlichst Markus Holtorff