Das Bündnis von Grünen, FDP hatte die Forderung aufgestellt, die Planung für die Umgestaltung der Schlossstraße noch einmal neu zu denken – und dabei ein Moratorium für die vorerst überlebensfähigen Bäume auszusprechen. Dem hat sich auch die CDU angeschlossen und die Stadtverwaltung in die Pflicht genommen.

Das Dreierbündnis denkt die Bensberger Schlossstraße neu … und CDU und Baurat Flügge folgen! So kann man die neuere Entwicklung um den Erhalt bestehender und eine Neupflanzung weiterer Bäume zusammenfassen.

Das Dreierbündnis von SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen mit ihrem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Frank Stein hatte seine Forderung nach einer Neubewertung der Situation in der Bensberger Schlossstraße und einen Stopp faktenschaffender, irreversibler Maßnahmen nun auch in der HFA-Sitzung vom 27.8.20 vorgebracht.

Die CDU-Fraktion war nun ebenfalls bereit, dass Thema wieder aufzunehmen – man wolle sich guten Vorschlägen ja schließlich nicht verschließen. Eine erfreuliche Tendenz, nachdem der entsprechende Antrag des Dreierbündnisses – eingebracht auf den dringenden Wunsch vieler Händler und Bürger – zwei Tage vorher im SPLA mit den Stimmen von CDU, LKR und LInken/BGL abgelehnt bzw. erst gar nicht auf die Tagesordnung gelassen worden war (was ja im Ergebnis dasselbe ist).

Daraufhin wurde Stadtbaurat Flügge – inoffiziell – gebeten, eine Liste von Standorten zusammenzustellen, an denen Bäume stehen bleiben respektive neue gepflanzt werden können, ohne dass dadurch die Planungen für den Tiefbau (Leitungen, Gründungen, etc.) beeinträchtigen werden.

Einer Prämisse, die auch dem Dreierbündnis immer wichtig war: Der Fortgang der Umgestaltung der Schlosstraße darf nicht verzögert werden – nicht zuletzt im Sinne der Einzelhändler, deren Geschäft ohnehin durch die Umstände der letzten Monate und Jahre stark beeinträchtigt ist.

Das  Dreierbündnis wird am Ball bleiben: Dessen Vertreter werden nun zügig das Gespräch mit Herrn Flügge und seiner zuständigen Abteilung suchen, um sich zu vergewissern, dass aus dem angekündigten Goodwill auch faktische Voraussetzungen folgen.

Mitunter genügt es, wenn eine erste Strömung die Richtung ändert, damit der ganze Fluss den Berg in eine andere Richtung hinunter fließt …

Grüne FDP SPD

Die drei Parteien haben zur Kommunalwahl 2020 ein Ampel-Bündnis gegründet und treten mit einem gemeinsamen Kandidaten ab. Hier veröffentlichen sie ihre gemeinsamen Mitteilungen.

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4 Kommentare

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  1. “Man” hätte das auch mit “Grün” und „Aufenthaltsqualität“ haben können, “man” hätte nur auf die Bürger hören müssen.

    Zunächst kamen zeitgerecht in kleinen Gesprächsrunden die dringlichen Hinweise auf zwingend erforderliche Plan-Änderungen. „Kleinere, strukturierte, begrünte Mauer, vergrößerter Platz ohne Dreieckstreppe mit Beet und Bepflanzung für das Mikroklima, Bäume stehen lassen, mehr Bäume unterschiedlicher Arten auf der richtigen Seite“…yni. Nachdem das nicht zum Erfolg führte und kein Fortschritt erzielt wurde im Hinblick auf Plan-Änderung, da gab es dann mit sage und schreibe mehr als 3000 Unterschriften einen mehr als überzeugenden Hinweis auf den nachdrücklichen Wunsch nach Plan-Änderung aus Sicht der Bürgerschaft. Eine große Aktion der Bensberger Bürger in Zusammenarbeit mit den Klimafreunden Rhein Berg.

    Schon bei der Übergabe der Unterschriften im September 2019 an den Bürgermeister wurde klar, es ist und bleibt so wie bei den AUKUV und SPLA Sitzungen, der „Siegerentwurf“, von der Verwaltung entschlossen „moderiert“, der wird auch diese Veränderungswünsche unbeschadet überstehen. Dieser „Macht gegenüber den Bürgern“ muss man sich erst einmal sicher sein. Mit Zweidrittelmehrheit im Rat und ein über Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk der handelnden Personen, Verwaltung und Politik, da kann man den Bürgern einfach die Stirn bieten, Verkündungstermine.

    Wenn man als Politiker Erfolg haben will mit seinen Vorhaben, dann gilt es persè sich mit der Verwaltung „gut zu stellen“. Dabei meine ich jetzt nicht die ziel- und ergebnisorientierte vertrauensvolle Zusammenarbeit, die so wieso erforderlich ist, wenn man mit knappen Ressourcen unter oft schwierigen Rahmenbedingungen zum Erfolg kommen will. Die langjährige Zusammenarbeit (mehr als 10 Jahre sollten es nicht sein) zwischen Politik und Verwaltung hat zu „Erbhöfen“ und „Königreichen“ geführt, wobei die Verwaltung bei den zwischenzeitlichen Wahlen die einzige „Konstante“ geblieben ist. Diese „Kontinuität“ ist es und die langjährige Vernetzung, die den „Apparat“ zum im besten Fall bilateralen Handeln geführt hat, eben zwischen Politik und Verwaltung. Der Bürger kommt nur noch bei der „Stimmabgabe“ vor, da wird um ihn gebuhlt und gerungen. Warum machen die das so?

    Offensichtlich geht es um den Erhalt von scheinbaren „Machtverhältnissen“, es geht um „weiter so“.

    Und genau das gilt es zu ändern, wenn wir denn mit unserer Kommune und den zugehörigen Kenngrößen (KPI=key performance indicator) irgendwann einmal im Mittelfeld landen wollen, in der wirtschaftlichen Entwicklung, bei der Schulinfrastruktur, bei der Mobilitätswende, in der Digitalisierung, beim Wohnungsbau oder auch im Klimaschutz….wie könnte das gehen?

    Richtig Wählen, den Prozess der Bürgerbeteiligung etablieren als Regulativ, auch Korrektiv von Politik und Verwaltung und gezielt das Wissen und Können der Bürger mobilisieren und einbeziehen zur qualitativen Verbesserung der Stadtentwicklung. Die guten Ideen kommen nicht zwingend von langjährigen Parteimitgliedern, erst recht nicht von solchen, die schon seit mehr als 15 Jahren in den bekannten Strukturen sitzen, das ist „Besitzstandswahrung“.

    Wir brauchen Veränderung, richtig wählen, nicht nur zur Hoffnung auf eine grüne Schlossstraße!!!

  2. Wenn dem so ist … (mag das Folgende auch ggf. naiv klingen):

    Dann braucht GL einen Bürgermeister (= auch Verwaltungschef …!), der „der Verwaltung“ klarmacht,
    dass es nicht um deren „Ding“ geht, sondern um das Umsetzen dessen, was politischer Mehrheits- und vor allem Bürgerwille ist.

    Und für einen politischen Mehrheitswillen zu sorgen, der (von der Innenstadt-Renovierung bis zum Flächennutzungsplan) gescheite Projekte im Sinne vernünftiger und zeitgemãsser Stadtplanung wie -gestaltung hervorbringt,

    dazu ist kommenden Sonntag per tätigem Bürgerwillen (= Wahl) Gelegenheit

    — inkl. Wahl eines BM, der „die Verwaltung“ im Sinne solchen Mehrheits- und Bürgerwillens führt.

    PS: Was übrigens die derzeit bedrängte und eh‘ sparsame Baumlandschaft oder das „steinreiche Paradies” in Bensberg-City betrifft

    — Mindestens einem Teil der Händlerschaft schienen aber die primär „autogerechte Innenstadt” plus Parkplatz vor jeder Ladentür näher als ein Flächen begrünender und beschattender Baumbestand …

  3. Ich kann den Optimismus leider nicht teilen. Nach der Wahl ist alles wieder vergessen. Die Verwaltung will ihr Ding durchziehen. Eine erste Vorstellung von der Steinwüste sieht man links vom neuen Center!

  4. Das überflüssige Kettensägen-Massaker in Bensberg-City fällt also (wenigstens) vorerst aus ….

    Nach all den politischen Grussadressen an die Bäume um und in GL wäre eine solche Irrsinns-Aktion auch kaum noch argumentierbar gewesen

    (obwohl mit politischen Volten und sonstigen Eingaben jeder Art ja auch hier stets zu rechnen ist) …

    Danke an alle Aktiven und Initiativen jedenfalls,, die sich für Bensbergs City-Bäume stark gemacht haben!