Elf weitere Fälle hat das Gesundheitsamt am Dienstag im Kreis registriert, davon sieben in Bergisch Gladbach. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz im Kreis über den unteren Schwellenwert von 35 – womit weitere Schutzmaßnahmen gelten. In der Kreisstadt selbst steht der Zähler aktuell sogar bei 48,3.

Von den elf neuen Corona-Fällen hat das Gesundheitsamt am Dienstag sieben in Bergisch Gladbach registriert, je einen in Kürten und Overath sowie zwei in Leichlingen.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tage je 100.000 Bewohner erreicht damit im ganzen Kreis 37,4 und liegt damit leicht über dem unteren Schwellenwert von 35. In Bergisch Gladbach erreicht sie mit 48,3 fast den oberen Schwellenwert von 50.

In Kürten (56) und Leichlingen (61) werden sogar noch höhere Werte erreicht (siehe Tabelle unten).

Die Grafik zeigt die Inzidenzwert seit Beginn der Pandemie. Damit wird klar, dass im Kreis jetzt fast schon wieder die Spitzenwerte aus dem Frühjahr erreicht werden, in der Stadt Bergisch Gladbach fehlt nicht mehr viel. Grafik: HIlger Müller

Der Krisenstab habe mit dieser Entwicklung gerechnet und am Wochenende intensiv beraten, welche Maßnahmen abzuleiten seien, teilte die Pressestelle mit. Zudem gab es am Montag einen neuen Erlasse des NRW-Gesundheitsministeriums, in dem bestimmte Schutzmaßnahmen angeordnet werden, sobald die Inzidenz über 35 liegt.

Der Mund-Nasen-Schutz muss bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auch am Sitz- oder Stehplatz getragen werden, Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen sind generell verboten.

Über die Frage, ob und welche weitergehenden Maßnahmen individuell für den Rheinisch-Bergischen Kreis angeordnet werden sollen, habe der Kreis am Dienstag mit den acht Kommunen beraten.

Das Ergebnis machte der Kreis noch nicht bekannt – es soll in eine Allgemeinverfügung einfließen, „die in den nächsten Tagen erlassen werden wird“. Zuvor müsse diese Verfügung aber mit den Landesbehörden abgestimmt werden.

Bergisch Gladbach stärker belastet

In der Stadt Bergisch Gladbach stieg die 7-Tage-Inzidenz deutlich von 42 auf 48,3 Fälle und ist nur noch sehr wenig von der 50er Marke entfernt. Wäre Bergisch Gladbach eine kreisfreie Stadt, würden beim Überschreiten dieser Marke eine Reihe weiterer Beschränkungen gelten – siehe Grafik.

Da Bergisch Gladbach aber eine kreisangehörige Stadt ist gelten hier zunächst die kreisweiten Regeln. Allerdings hatte die Stadt zuvor angekündigt, bei einer Sonderentwicklung in der Stadt über eigne Maßnahmen nachzudenken.

Im Kreis insgesamt gelten 16 weitere Personen als genesen. 141 Personen sind aktuell infiziert. Es befinden sich 924 Personen in Quarantäne, das sind 10 mehr als am Vortag. 

Zur Zahl der stationär behandelten Patienten machte der Kreis erneut keine Angabe; die dafür notwendigen Meldungen der Krankenhäuser lägen nicht vor. Nach Angaben des DIVI-Intensivregister sind in RheinBerg drei Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt, zwei davon werden invasiv beatmet.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz
Bergisch Gladbach7433173457248,3
Burscheid053049416,4
Kürten1440321255,9
Leichlingen2850642160,7
Odenthal035130420
Overath1812651233,2
Rösrath089084517,5
Wermelskirchen01093951111,5
RheinBerg119292376514137,4

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Nein, das bedeutet es nicht – ausschlaggebend für die Reisebeschränkungen sind die Inzidenzwerte für den gesamten Kreis. Wie der sich entwickelt ist nicht vorhersehbar. Zudem sollen ja an diesem Mittwoch neue, womöglich bundesweite Regeln beschlossen werden. Tests werden bei den Hausärzten durchgeführt, sie können sich aber auch immer beim Bürgertelefon des Kreises informieren: 02202 131313