Die Fallzahlen im Rheinisch-Bergischen Kreis für Sonntag sind erneut extrem hoch: Das Gesundheitsamt meldet 121 weitere Fälle. Alleine in Bergisch Gladbach sind es 46 weitere infizierte Personen. Die 7-Tage-Inzidenz springt damit im Kreis auf den sehr hohen Wert von 122 und liegt auch in Bergisch Gladbach über 100.

Für diesen Sonntag hat das Gesundheitsamt 121 Fälle und damit einen neuen Rekordwert gemeldet.  Davon entfallen 46 auf Bergisch Gladbach, 13 auf Burscheid, 10 auf Kürten, 9 auf Leichlingen, 5 auf Odenthal, 10 auf Overath, 14 auf Rösrath und 14 aufWermelskirchen.

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Nach den Angaben des Gesundheitsamts von Montag gelten drei weitere Personen als genesen. 482 Personen sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.027 Personen in Quarantäne, das sind 22 mehr als am Vortag.

Keine Hotspots erkennbar

Eine Erklärung für den steilen Anstieg der Fälle gibt es nicht. Normalerweise fallen die Werte am Wochenende niedriger aus, weil die Lagezentren nicht so gut besetzt sind und sich die Meldungen verzögern. Auch die hohe Zahl von Freitag kann zum Teil auf Nachmeldungen zurückgehen, in den Zahlen für Sonntag können einige enthalten sein, die eigentlich auf den Samstag entfallen. Den Extremwert von 121 ausgerechnet an einem Sonntag erklärt das nicht.

Zudem gibt es offenbar keine Hotspots, keine betroffenen Einrichtungen oder ähnliches. Statt dessen verteilen sich die Fälle auf alle Gemeinden im Kreis.

An der Gesamtlage ändert das nichts. Die Zahl der neuen Fälle ist sehr hoch, die Dynamik enorm: alleine von Freitag bis Sonntag wurden 247 Fälle gemeldet, in der gesamten Woche waren es 345.

Damit stieg die Inzidenz (Fälle der vergangenen sieben Tage je Einwohner) am Sonntag erneut über die 100er Marke und erreicht den Wert von 122.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz*
Bergisch Gladbach4663217417189111,6
Burscheid138915731
Kürten108304934
Leichlingen914118258
Odenthal55913226
Overath1012528043
Rösrath1414209943
Wermelskirchen14163310258
RheinBerg121142525918482121,5

Vorerst keine neuen Regeln

Konkrete Folgen hat diese Sprung zunächst nicht, die Landesregierung NRW hatte lediglich Regeln für das Überschreiten der Schwellenwerte 35 und 50 angegeben. Inzwischen fordern einige der vielen Städte und Landkreise in NRW, die wie RheinBerg über 100 liegen, die Einführung einer weiteren Risikostufe mit landesweit einheitlichen Regeln.

Auch Erik Werdel, Leiter des Krisenstabs RheinBerg, hatte im Interview erklärt, neue Regeln könnten nur landesweit eingeführt werden und müssten einheitlich sein.

Bayern hatte das bereits gemacht, mit einer Sperrstunde ab 21 Uhr und einer Begrenzung der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 50, in Düsseldorf gibt es dazu noch keine Aussagen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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5 Kommentare

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  1. Hallo Herr Humbach in diesen schwierigen Zeiten Humor zu behalten ist bei vielen Menschen abhanden gekommen.Ein bischen Humor wünsche ich auch den Gladbachern Bürger.Ihr ehemaliger Kollege
    Dieter Fritsch

  2. Als erlernter Kaufmann sehe ich die Corona Gefahr, wenn es erlaubt ist, etwas nüchterner. So lange die Beerdigungsinstitute nicht vor Wachstum frohlocken und über Personalmangel klagen werde ich mir mit 84 noch einen Kasten Kölsch bestellen.

  3. Ich würde gerne wussen, wie lange infizierte Personen als infiziert gezählt werden. Gibt es eine Zeitspanne ab wann diese Infizierten als geheilt gelten oder erst ab erneutem Test?
    Die veröffentlichten Zahlen lassen mich zweifeln.

  4. Sehr schöner Artikel. Beschreibt die Lage endlich mal ungeschönt.
    Ich bin und bleibe enttäuscht von der nicht vorhandenen Reaktion der Stadt-/Kreisverwaltung: Aus der Empfehlung auch in öffentlichen Räumen, wie der Fußgängerzone, eine Maske zu tragen, sollte längst eine Pflicht geworden sein.