Das Evangelische Krankenhaus stellt ab Freitag bis auf Weiteres den Besucherverkehr ein. Besuche von Patienten sind dann nur noch in Ausnahmefällen möglich. Patienten werden vor der Aufnahme auf Corona getestet, aber niemand sollte aus Angst vor einer Infektion eine Krankheit verschleppen.  

Vor dem Hintergrund der aktuellen weiter dynamischen Entwicklungen von Corona-Infektionen in Deutschland und im Rheinisch-Bergischen Kreis stellt das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) ab Freitag, 6. November 2020, bis auf Weiteres den Besucherverkehr ein.

Besuche von Patienten sind nur noch in Ausnahmefällen möglich und müssen mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Die Abgabe von Kleidung und anderer Mitbringsel am Empfang des EVK ist weiterhin möglich. 

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Oberstes Gebot des EVK ist die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern. Inzwischen wird jeder Patient vor der stationären Aufnahme auf das Coronavirus getestet. „Wir können aber nicht ausschließen, dass ein infizierter Besucher ohne Symptome ins Krankenhaus gelangt“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. med. Andreas Hecker.

Die aktuell im EVK behandelten COVID-Patienten hätten sich überwiegend im häuslichen Umfeld angesteckt. „Wir alle sind dazu angehalten, unsere Kontakte möglichst zu beschränken. Darum möchten wir auch die Angehörigen unserer Besucher bitten“, so Dr. Hecker. 

Ausnahmen bei Palliativ-Patienten und Geburten

Nur in Einzelfällen ist ein Besuch im EVK möglich; etwa bei Palliativ-Patienten. Bei Geburten darf der Vater oder eine andere Begleitperson im Kreißsaal dabei sein. Auf der Wochenbettstation kann der Vater dabei sein, darf das Krankenhaus dann aber zwischenzeitlich nicht verlassen.

Gleichzeitig gilt natürlich weiterhin: „Bitte verschleppen sie aus Angst vor einer Infektion keine anderen Krankheiten. Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen zählt nach wie vor jede Minute“, betont Dr. Hecker. 

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht. Ein Krankenhausaufenthalt ist für Patienten immer eine schwierige Situation; ohne Besuch von Angehörigen umso mehr. Es sind unter den aktuellen Umständen aber die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen. Deshalb bitten wir die Bevölkerung um Verständnis und Mithilfe“, sagt Dr. Hecker.

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1 Kommentar

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  1. Das ist eine sehr gute Maßnahme, und sollte in jedem KKH so gemacht werden. Nach der Einlieferung besteht aber doch noch weiterhin die Gefahr, dass der PCR Test nicht 100% richtig war, oder die Krankheit noch nicht ausgebrochen war. Wird das auch nochmal nachgetetstet?