Die Papiermaschinen bei Zanders stehen still; die Beschäftigten sind auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen

Eigentlich sollte schon zum Jahreswechsel Schluss sein, doch das Ringen um ein Überleben der Papierfabrik Zanders geht weiter. Der Runde Tisch vertagte sich offenbar auf den 14. Januar – und überspringt damit eine eigens angesetzte Sitzung des Hauptausschusses des Stadtrats.

Der Kölner Stand-Anzeiger berichtet aus Verhandlungskreisen, die Gespräche des Runden Tischs seien am Mittwoch ohne Ergebnis gegangen. Es sei jedoch ein neuer Termin für den 14. Januar angesetzt worden – dann wollten die Eigentümer der Zanders Paper GmbH nun doch ein seit fast einem Jahr gefordertes Gutachten über die Überlebensfähigkeit des Unternehmens vorlegen.

Die Stadtverwaltung nahm auf Anfrage des Bürgerportals dazu zunächst keine Stellung und kündigte eine Information für Freitag an; sie wiedersprach der Darstellung nicht.

Am 12. Januar – und damit zwei Tage vor der nächsten Gesprächsrunde – kommt der Hauptausschuss (als Vertreter des Stadtrats) zu einer Sondersitzung zusammen. Nachdem der Stadtrat bei seiner letzten Sitzung im Dezember den Jahreswechsel als letzten Stichtag für eine Einigung über einen neuen Pachtvertrag festgelegt hatte, sollte jetzt eigentlich über diesen Pachtvertrag oder andere Konsequenzen abgestimmt werden.

Eine Planung, die – offenbar in Abstimmung von Bürgermeister Frank Stein mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats – erneut über den Haufen geworfen wurde.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Was will eigentlich der Betriebsrat und der Eigentümer von Zanders? Die Stadt weiter an der Nase herumführen. Die Stadt hat schon so viel für die Mitarbeiter und den Eigentümer der Firma Zanders getan. Was wollen die denn noch mehr, soll die Stadt auch noch die Lohnzahlungen übernehmen und die Betreiber streichen den Gewinn ein? In was für einer Welt leben wir. Schade, dass es soviele alte Mitarbeiter nicht im Betrieb gibt. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ei Herr Olander nur Geld herausziehen will für seinen persönlichen Gewinn. Die Mitarbeiter und die Produktionsstätte interessieren ihn nicht.

  2. Es könnte das Manuskript für einen Wirtschaftskrimi sein: „Eine Stadt im Griff einer Heuschrecke“. Wie viele Stichtage gab es schon, wie oft hat der Eigentümer schon falsch gespielt, wie lange bangen die restlichen Arbeitnehmer um Ihre Stellen? Diese Geschichte nähert sich der Entscheidung „Lieber ein Ende mit Schrecken als . . . !“ oder wie lange will die Stadt sich noch auf dem Kopf rumtrampeln lassen?

    Am 14.01. soll nun das von der Stadt verlangte Gutachten vorliegen. Über die Güte desselben darf trefflich spekuliert werden, wenn man sich länger als ein Jahr geweigert hat, eins zu liefern und plötzlich damit um die Ecke kommt. Das Bemühen der Stadt, die Firma, und damit die Arbeitsplätze zu erhalten, in allen Ehren, aber wirtschaftliches Denken und agieren sieht anders aus.