Harald Henkel. Foto: Manfred Esser

Der zuständige Fachausschuss beschäftigt sich in diesem Monat mit der Verkehrsplanung in Schildgen, Herkenrath und Moitzfeld. Die CDU findet das richtig – und beantragt neue Lärmschutzmaßnahmen zwischen Moitzfeld und Herkenrath.

Die Ortsteile Schildgen sowie Herkenrath und Moitzfeld rücken im laufenden Monat verkehrsplanerisch in den Fokus politischer Entscheidungen. „Ich bin erleichtert, dass es in der kommenden Sitzung des Ausschusses für strategische Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) in einer Beschlussvorlage darum geht, die bisherigen Planungen zur Umgestaltung Schildgens mittels einer Verkehrsuntersuchung fortsetzen zu wollen; Ziel sollte es sein, auf dieser Grundlage bald eine fundierte Öffentlichkeitsbeteiligung in Gang setzen zu können“, betont der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Harald Henkel.

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Er vertritt den Wahlbezirk Schildgen im Rat der Stadt und hat den bisherigen Planungsprozess mit dem CDU-Ortsverband Schildgen/Katterbach, dem Henkel vorsitzt, intensiv begleitet. 

„Wir begrüßen es sehr, dass die Verwaltung in der für die Sitzung am 23. Februar vorliegende Beschlussvorlage befürwortet, das Aachener Büro MWM mit der anstehenden Verkehrsuntersuchung zu beauftragen; das entspricht auch unseren Vorstellungen, das Büro MWM mit weiteren notwendigen Analysen zu beauftragen.“

Diese umfassen unter anderem eine Parkraumuntersuchung sowie eine exakte Darstellung der Verkehrsentwicklung Schildgens als Grundlage für die Öffentlichkeitsbeteiligung und die Entscheidungsfindung der Ratsfraktionen.

Lärmschutzmaßnahmen zwischen Moitzfeld und Herkenrath 

Um Lärmschutzmaßnahmen geht es in einem Antrag, den die CDU-Fraktion ebenfalls zur bevorstehenden ASM-Sitzung eingebracht hat. Entlang der viel befahrenen L 289 soll eine deutliche Reduzierung des Straßenlärms zwischen Herkenrath und Moitzfeld erreicht werden.

Ursachen des Lärms sind der Schwerlastverkehr, vereinzelt laute Krafträder und Abrollgeräusche unterschiedlicher Reifenqualitäten. Letztere würden durch den aufgetragenen Asphalttyp noch begünstigt.

Die Empfehlungen in dem Antrag der CDU-Fraktion lauten, dass die Geschwindigkeiten durch Piktogramme anzuzeigen sind – aus Richtung Herkenrath solle die Anzeige kurz nach der Einmündung der Straße Horst und von Moitzfeld aus kurz vor der Einmündung der Bushaltestelle Birkerhöhe aufgestellt werden.

Zudem hält die Fraktion es für sinnvoll, das Ortsende-Schild von Herkenrath in Richtung Moitzfeld rechtsseitig in Höhe der Einmündung der Straße Hardt aufzustellen. „Unser Antrag beinhaltet sodann die Prüfung einer Reduktion der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf 50 km/h, was zu mehr Sicherheit für die Einmündungen an der L 289 sowie für den dortigen Schulweg führen soll“, erläutert der CDU-Fraktionssprecher im ASM, Lutz Schade. Er vertritt den Wahlbezirk Moitzfeld im Stadtrat. 

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4 Kommentare

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  1. Hallo zusammen,
    zum Thema Lärmschutz. Mein Vorschlag; komplettes Stadtgebiet Bergisch Gladbach Tempo 50 oder niedriger und lieber wieder die Augen auf unsere nicht vorhandenen bzw. desolaten Radwege richten. Das wäre der richtige Schritt.

  2. Seit Jahren beklagen Radfahrende den schlechten Zustand des Radwegs an der L289 Moitzfeld – Herkenrath. Dieser weist an mehreren Stellen starke Unebenheiten auf; mindestens ein älterer Radfahrer ist hier bereits schwer gestürzt.
    Darauf kam stets die Antwort, dass es sich um eine Landesstraße handele und die Stadt daher leider nichts machen könne.
    Das scheint sich nun plötzlich geändert zu haben…
    Ich habe nichts gegen Maßnahmen zur Lärmreduktion, im Gegenteil – aber dann sollte sich der Ausschuss auch um die Sicherheit des Radverkehrs kümmern, bevor es weitere Schwerverletzte gibt!

  3. Guten Morgen Frau Herrmann,
    seit wann stehen denn die Häuser da? Wurden sie nicht auf preiswerten Grundstücken gebaut in einer verkehrsärmeren Zeit? Wer hat die Eigentümer gezwungen, dort zu bauen? Wie kann man den Nutzen des preiswerten Grundstücks ziehen, wenn man weiß, dass dort eine Straße langzieht und sich beschweren, wenn darüber immer stärkere werdender Verkehr fährt? Ihren Vorwurf, im Sommer bei offener Terrassentür nicht mehr telefonieren zu können scheint mir übertrieben. Auf dem Teilstück Shell-Tankstelle – Herkenrath habe ich sehr selten Autos über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit fahren sehen. Und halten Sie 50 km/h für sehr viel leiser als 70 km/h?

  4. Thema Lärmschutzmaßnahmen zwischen Moitzfeld und Herkenrath:
    Ich frage mich allen Ernstes, welcher Politiker an dieser Maßnahme Interesse hat. Mir würde es ja einleuchten, wenn die Geschwindigkeitsbeschränkung ab der Ampel an der Shelltankstelle greifen würde, wo im Anschluss noch viele Häuser bis zur Straße Birkerhöhe mit dem Lärm belästigt werden. Gerade ab der Tankstelle geben alle Gas und die Lärmbelästigung für die Anwohner ist enorm. Es sollte nicht nur um die wenigen Häuser gehen, die zwischen Herkenrath und der Straße Birkerhöhe liegen, sondern um die vielen Häuser, die zwischen Kreuzung Moitzfeld (Shell-Tankstelle) und Birkerhöhe liegen, die im Sommer bei offener Terrassentüre nicht mehr telefonieren können. Für mich eine Lachnummer!