Die Zahl der Hunde in Bergisch Gladbach hat in der Pandemie stark zugenommen – und damit auchdie Beschwerden über Tiere und ihre Besitzer. Daher appelliert die Ordnungsbehörde an die Hundehalter, sich an die gesetzlichen Vorgaben zur Meldepflicht und der Haltung von Hunden zu halten. Und listet sie zur Sicherheit noch mal auf.

Über 6.000 Hunde gibt es im Stadtgebiet, konkret waren es Anfang 2021 6199 Tiere, die steuerlich angemeldet sind. Das Miteinander zwischen Hundehalterinnen und Hundehalter sowie den Mitmenschen ist nicht immer problemlos. So verzeichnet die Ordnungsbehörde aktuell mehr Beschwerden bezüglich des fehlerhaften Führens von Hunden im Stadtgebiet. 

Das Landeshundegesetz NRW sowie spezielle Regelungen in der städtischen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Bergisch Gladbach sehen konkrete Handlungsvorgaben vor. 

Führen des Hundes in der Öffentlichkeit

Viele Menschen fürchten sich vor Hunden. Außerdem möchten auch Hundebesitzerinnen und –besitzer auf ihren Spaziergängen nicht auf andere unangeleinte Hunde treffen. Um aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Wünsche des Anderen zu wahren, sollen sich (freilaufende) Hunde immer in dem Einwirkungsbereich der hundeführenden Person befinden, um eventuelle Gefahren abwehren und schnell eingreifen zu können. 

Vielerorts besteht eine verbindliche Leinenpflicht. Hunde sind unabhängig von Größe oder Gewicht in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten, in allgemein zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen und im Wald außerhalb von Wegen anzuleinen. Dies regelt Paragraph 2 Absatz 2 Landeshundegesetz NRW.

Zur Schonung der Tiere gilt im Naturschutzgebiet eine Leinenpflicht für alle Hunde. Alle großen Hunde, also alle Tiere, die eine Widerristhöhe von über 40 Zentimetern haben und/oder schwerer als 20 Kilogramm wiegen. kg Körpergewicht) mit sich führen, sind außerhalb eines befriedeten Besitztums auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile nur angeleint zu führen. (§ 11 Abs. 6 Landeshundegesetz NRW)4

Diese Regelung gilt aufgrund einer Sonderregel ebenfalls für die Anlage der Saaler Mühle gemäß Paragraph 5 Abs.1 der ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Bergisch Gladbach. 

Auf Kinderspielplätzen dürfen Tiere grundsätzlich nicht mitgeführt werden. Dies ist in Paragraph 8 Abs.4 der ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Bergisch Gladbach geregelt. 

Beseitigung des Hundekots

Für viele, die einen Hund halten, ist das Mitführen von Hundekot-Tüten bereits eine Selbstverständlichkeit. Die Beseitigung der Verunreinigung stellt nicht nur eine gute soziale Geste dar, sondern ist auch eine rechtliche Verpflichtung, denn die ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt Bergisch Gladbach schreibt vor, dass durch Tiere verursachte Verunreinigungen auf öffentlichen Flächen unverzüglich und schadlos zu beseitigen sind (§ 5 Abs.2 der ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Bergisch Gladbach). 

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Folgen bei Nichtbeachtung

Wer die Leinenpflicht nicht beachtet oder die Verunreinigungen durch seinen Hund nicht beseitigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wird diese der Ordnungsbehörde bekannt, ist mit einem Bußgeld zu rechnen. 

Anmelde- und Steuerpflicht

Für den Hund ist in Bergisch Gladbach eine Hundesteuer zu bezahlen. Zudem muss die Haltung eines großen Hundes, der also ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern oder ein Gewicht von mindestens 20 Kilogramm erreicht, der Ordnungsbehörde von der Halterin oder vom Halter anzuzeigen (§ 11 Abs.1 LHundG NRW). 

Gefährliche Hunde (§3 L HundG NRW), bzw. Hunde bestimmter Rasse (§10 LHundG NRW) benötigen vor dem Beginn der Hundehaltung eine ordnungsbehördliche Erlaubnis zur Haltung des Hundes. Für Rückfragen rund um das Thema Halten und Führen eines Hundes im Stadtgebiet steht die zuständige Sachbearbeiterin Julia Baumgartner unter j.baumgartner@stadt-gl.de per E-Mail oder telefonisch unter 02202 – 14-2396 zur Verfügung.

Alle Informationen gibt es auch online auf der Internetseite der Stadt.

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9 Kommentare

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  1. Im Gronauer Wald lassen die Hundebesitzer ihre Hunde frei laufen. Und lassen generell die Hinterlassenschaften von dem Hund liegen. Und Kinder treten natürlich da rein.

  2. Hallo Susanne B., ich kann mich Ihnen nur anschließen.
    Mir ist ebenfalls klar, dass Hundebesitzer meine Angst vor ihrem geliebten Haustier nicht verstehen können. Ich kann Angst vor Spinnen oder Mäusen auch nicht nachvollziehen, würde aber niemals einen Mitmenschen unfreiwillig damit konfrontieren!! Ebenfalls muss sich niemand bei mir dafür rechtfertigen, dass er Flugangst hat oder nicht mit dem Auto auf die Autobahn fährt.

    Mir wurde mal von einem Hundehalter geraten, wegen meiner Angst vor Hunden zum Psychater zu gehen. Ich glaube jedoch einfacher und auch „richtiger“ wäre es, wenn Hundehalter ihre Hunde an der Leine führen würden. Auch so liebgemeinte Worte wie „mein Hund tut nichts“ kann ich nicht mehr hören. Warum ist es so schwer, einer freundlich ausgesprochenen Bitte nachzukommen und seinen Hund kurz an die Leine zu nehmen oder zumindest zu sich zu rufen und kurz am Halsband zu halten.
    Geben und Nehmen, Bitten und Danken, alles eine Frage der Erziehung.

  3. Ich wohne in einem Strunde-Seitental in einer Sackgasse, die durch unseren Weiler zu landwirtschaftlich genutzten Flächen führt. Diese Freiflächen werden zur Silageproduktion (in erster Linie Futter für Milchkühe) sowie zum Getreideanbau genutzt.

    Unsere Sackgasse gilt offensichtlich als Geheimtipp unter Hundebesitzern. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, natürlich per Auto. An Wochenenden oder Feiertagen herrscht zeitweise Hochbetrieb. Ein Teil der Hundehalter verweigert anderen Menschen und Kindern die Zuneigung, die sie ihrem Haustier entgegen bringen, indem sie mit hoher Geschwindigkeit und unter Gefährdung insbesondere spielender Kinder durch den Weiler brettern.

    Ich wohne an dieser Stelle seit knapp 30 Jahren und habe bisher ein einziges Mal gesehen, dass jemand eine Hundekot-Tüte mit sich führte, was aber nicht bedeuten soll, dass das prinzipiell nicht geschieht.

    Allerdings gibt es eine große Zahl von Hundebesitzern, die ihren Hunden zunächst den freien Auslauf gönnen, was natürlich dazu führt, dass diese landwirtschaftlichen Flächen zur Nahrungsproduktion gedankenlos zugeschissen werden. Auch den angeleinten Hunden wird zugestanden, sich auf diesen Flächen zu erleichtern. Die Quote derer, die diese Hinterlassenschaften einsammeln, ist eher gering.

    Mir ist es unverständlich, dass die Problematik „Tierkot auf Flächen der Nahrungsmittelproduktion“ kaum Beachtung findet. Auch in dem einleitenden Artikel nicht. Immerhin warnen Mediziner vor Zoonosen und Covid 19 scheint ja auch aus dieser Quelle zu stammen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe weder etwas gegen Hunde noch deren Halter und Halterinnen. Meine Kritik richtet sich gegen die Leute, die sich – vermutlich aus Gleichgültigkeit oder Gedankenlosigkeit – gesundheitsgefährdend verhalten.

    Ob die Praxis, nicht etwa lange Spaziergänge in Wohnortnähe mit dem Tier zu unternehmen, sondern per Auto z.T. lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen und dem Hund kurz die Möglichkeit zu geben, sich auszutoben, der richtige Weg ist, mag ich nicht abschließend beurteilen.

    Ich finde, dass die Infektionsgefahr im Zusammenhang mit Hundehaltung mehr in den Blickpunkt gehört.

  4. Zukünftige Hundehalter sollten meiner Meinung nach dokumentieren können, dass Sie 1-2 Stunden in einer Hundeschule anwesend waren und sich mit dem Hundetrainer ausgetauscht haben.
    Wir haben es leider anders rum gemacht und viele erste Chancen verpasst, den Hund richtig zu erziehen, zum Glück haben wir eine Hunderasse, die solche Anfängerfehler „verzeiht“.

  5. Vielen Dank für diesen Artikel. Doch, viele wissen, dass Hunde nicht auf den Spielplatz gehören, trotzdem gehen die Menschen mit Hund dorthin. Viele wissen, dass man den Kothaufen entsorgen soll, trotzdem tun sie es nicht, weil – „hat ja keiner gesehen“. Oftmals hab ich in meiner Hundeschule Menschen sitzen, die ein riesen Problem mit ihrem Hund haben. Nach dem Erstgespräch, wo die Menschen sich die ersten Gedanken machen, kommt dann: Ach, das hab ich mir aber anders vorgestellt und kommen nicht wieder. Wenn BamBam sagt, dass Hunde oft Verhaltensweisen zeigen, wo keiner weiß warum, denke ich nur: Man könnte mal jemanden fragen, der sich damit auskennt, dann weiß man warum und kann entsprechend vorbeugen oder handeln. Das Bild, das wir von unseren Hunden haben, hat leider kaum etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Gerade die Hunde aus dem Tierschutz freuen sich nicht, endlich eine Familie zum Kuscheln zu haben oder endlich bei uns in der Stadt zu leben. Sie sind oft traumatisiert, haben kaum Kontakt zu Menschen gehabt, Ängste vor Unbekanntem und wir latschen dann blauäugig mit diesem Hund, der sein Leben seit Jahren in einem Shelter verbracht hat, mitten durch die Stadt und denken, dass er doch dankbar sein muss, dass er jetzt Abwechslung und Essen von uns bekommt. Der Hund möchte am liebsten in einem Loch im Erdboden verschwinden. Geld für die Hundeschule haben die wenigsten eingeplant. Oder ein Familienvater mit 4 Kindern mitten in Bergisch Gladbach schafft sich einen Kangal an. Ich frage mich dann immer, wie man auf solche abstrusen Ideen kommt. Macht man sich keine Gedanken über das Tier, das man zu sich nimmt? Geschweige denn über die Genetik und deren Eigenschaften? Und so ein territorial veranlagter Hund kann verdammt einsam machen, wenn keiner mehr zu Besuch kommen will. Wir lieben Hunde? Dann sollte man sich Gedanken darüber machen, was ein Hund wirklich braucht, um bei uns ein glückliches Leben zu führen und was wir in der Lagen sind, an Erziehung zu leisten. Er braucht Verbindlichkeiten, Betreuung durch den Menschen, artgerechte Beschäftigung, Empathie. Diese Woche sah ich einen jungen Mann, abends um 18 Uhr bei 28 Grad mit seinem Hund am Fahrrad auf dem heißen Asphalt. Wie sollen denn nach diesem Ausflug die Pfoten von dem Hund aussehen und für den Kreislauf des Hundes mit guter Unterwolle ist es ebenfalls lebensbedrohlich. Was denken sich die Menschen, wenn sie einen Hund zu sich nehmen? Den hab ich mir immer schon gewünscht und er ist doch so verschmust… So nehmen wir unsere Hunde wahr. Traurig, traurig eigentlich, dass dieser Artikel überhaupt beschrieben werden musste! Ich bin gespannt, was passiert, wenn die Home-Office-Zeit vorbei ist und das normale Leben wieder startet. Spätestens nach den Sommerferien werden die Tierheime überquellen und die Probleme auftauchen, mit Hunden, die nicht alleine bleiben können. Dabei könnte es so schön sein, wenn sich alle ein wenig mit der Natur des Hundes beschäftigen würden und aufeinander Rücksicht nehmen würden. Man ist nicht allein mit seinem Hund auf der Welt!

  6. Ich bin der Meinung, auch das Führen eines Hundes ohne Mitführen von Hundekot-Tüten sollte schon eine Ordnungsstrafe nach sich ziehen. Wer Hundekot liegen lässt, sollte in dem unwahrscheinlichen Fall, dass er erwischt wird, eine wirklich empfindliche Strafe erfahren. In anderen Städten werden 500.- Euro dafür verlangt.
    Dafür kann die etwas anachronistische Hundesteuer gesenkt werden.

  7. Auf dem Spielplatz der Grundschule Wittenbergstraße in Refrath, der über eine Lücke im städtischen Zaun für die Öffentlichkeit erreichbar ist, läuft regelmäßig ein kleiner weiß-schwarzer Hund frei herum, suhlt sich und buddelt Löcher in den Sand. Dieser Hund ist teils mit seinen Besitzern da, die ihn machen lassen, teils sogar allein. Wo er bei seinen ‚Besuchen‘ alles hinpinkelt und -kackt, möchte ich mir nicht vorstellen. Auch andere Eltern kommen mit Kind und Hund. Auf dem Spielplatzschild steht leider nicht, dass Hunde auf Spielplätzen verboten sind. Vielleicht wissen das nicht alle Hundehalter?

  8. Dazu muss ich jetzt als Hund mal auch mal was sagen. Ich hätte nämlich einen Tipp für euch Menschen mit Hunden. Der meiste Ärger entsteht ja, weil alle Herrchen und Frauchen glauben, dass wir Hunde alle immer nur brav sind, immer nur spielen wollen und niemals Böses im Sinn haben. Aber glaubt mir: in jedem von uns süßen, knuffigen Kumpels steckt irgendwo in der Seele ein Saunickel. Das ist beim einen größer, beim anderen kleiner, aber wir haben alle eins. Ohne Ausnahme! Auch kleine Hunde haben eins. Auch die, die „nix tun“! Und es kommt raus, ohne dass es das vorher ankündigt.

    Sogar ich, der am besten sozialisierte Hund der Welt, hab eins. Und jedesmal wenn es rauskommt, ist Frauchen total geschockt und fertig mit der Welt! Auf einmal hab ich Lust, einen Hund platt zu machen und weder ich noch Frauchen wissen, warum! Ein anderer Kumpel hat auf einmal Lust einen Menschen anzuspringen und ihn umzuschmeißen und keiner weiß warum. Und dann sagen die Menschen: „Das hat der ja noch nie gemacht!“ Und sie sind entsetzt und ihre Welt bricht zusammen und sie kriegen Ärger und sagen, der andere war schuld. Aber Schuld ist meistens das Saunickel in uns.

    Darum lautet einer meiner wertvollen Tipps: „Lasst und niemals aus den Augen!“ Glaubt mir: wir wissen IMMER, wann ihr nicht auf uns aufpasst, und genau dann kommt das Saunickel raus und macht Ärger.

    Noch einen Tipp? Passt auf, dass wir niemals weiter gucken können als ihr, wenn ihr mit uns unterwegs seid. Vor allem an Ecken. Denn wir sind in 2 Sekunden von Null auf 50 km/h. Und dann kriegt ihr uns nicht mehr und wir sind weg, bevor ihr überhaupt um die Ecke gucken könnt um zu sehen, warum wir weg sind.

    Wir haben neben der normalen Leine auch eine geistige Leine zu unseren Leuten. Je größer der Abstand zwischen uns wird, um so zerreißbarer wird diese geistige Verbindung im Kopf. Bringt uns bei, bei euch zu bleiben oder zumindest einen gewissen Radius einzuhalten. Das ist ein bisschen Arbeit, aber das geht.

    Frauchen sagte mir früher mal: „Du musst nicht 100 Meter vorauslaufen. Wir können diese 100 Meter auch gemeinsam gehen. Du darfst überall hin, aber nicht ohne mich.“ Bei mir hat das schnell funktioniert, andere Hunde wollen das aber oft anders und als Mensch müsst ihr etwas Überzeugungsarbeit leisten, bis das klappt.

    Und dann ist da noch was, was manche Menschen mit Hund doof finden: Nicht jeder Mensch muss Hunde lieben. Darum sind das keine schlechten Menschen! Und wenn einer sagt, er will nicht, dass Unsereiner zu ihm kommt, dann ist es sein gutes Recht zu verlangen, dass wir weg bleiben und auf Abstand gehalten werden. Der andere Mensch muss nicht weggehen und er muss auch nicht erklären, warum er keinen Hund bei sich haben will. Niemand findet es toll, von einem fremden Hund angesprungen zu werden.

    Glaubt mir, ein Hund kann ganz schnell verstehen, dass er umso mehr Freiheit hat je besser er gehorcht. Denn tut er es nicht, ist seine Freiheit nur noch 1,50 Meter lang. Und den Unterschied nicht zu merken – so blöd sind wir nicht! Fakt ist: Nicht „der Rest der Welt“ muss aufpassen, dass ihr mit uns Hunden keinen Ärger kriegt. Nein, ihr müsst auf uns aufpassen, dass wir keinen Blödsinn machen! Und weil wir nicht wissen, was Blödsinn ist und was nicht müsst ihr das für uns entscheiden und es uns sagen. Dann klappt das mit uns und mit euch und mit dem Rest der Welt. Und am Ende auch mit dem Ordnungsamt.

    Also: Denkt immer an das Saunickel in uns!

  9. Danke für diesen Artikel – er spricht mir aus der Seele!
    Als direkte Anwohner des Königsforstes stehen wir als Jogger, Radfahrer oder Spaziergänger mit Kindern mehrmals wöchentlich vor diesem Problem. Natürlich sind sehr viele Hundebesitzer rücksichtsvoll und dürfen nicht über einen Kamm geschert werden.
    Wenn ich als hundeängstlicher Mitmensch freundlich darum bitte, den Hund kurz zu sich zu nehmen, kommt aber auch (seit Corona) noch häufiger der Klassiker „der will nur spielen“, leider aber sind meist noch bösere Kommentare und Unverständnis zu hören. Ob der Hund fröhlich oder nicht fröhlich gestimmt ist – ich möchte weder angesprungen oder beschnuppert werden, noch spielen und halte hier Rücksicht und Respekt für selbstverständlich.
    Mir ist klar, dass Hundebesitzer meine Angst vor ihrem geliebten Haustier nicht verstehen können. Ich kann Angst vor Spinnen oder Mäusen auch nicht nachvollziehen, würde aber niemals einen Mitmenschen unfreiwillig damit konfrontieren!!
    In diesem Sinne hoffe ich, den Wald genau wie alle anderen genießen zu können und dürfen.