Das Wahlbüro rekrutiert schon sein April Helfer:innen für die Bundestagswahl im September.

Die Bedeutung der Brief- und Direktwahl wird immer größer, knapp ein Drittel der Wähler:innen hatten bei den letzten Urnengängen ihre Stimme vorzeitig abgegeben. Bei der Bundestagswahl 2021 geht es im Rheinisch-Bergischen Kreis offiziell vier Wochen vor dem Wahltermin am 26. September los.

In Bergisch Gladbach beginnt die Briefwahl für die Bundestagswahl am 30. August, gleichzeitig werden die Direktwahlbüros in den den Stadtteilen eröffnet. Das bestätigte die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Diese vierwöchige Öffnungszeit war in Bergisch Gladbach auch bei der Bundestagswahl 2017 praktiziert worden. Damals hatten 28 Prozent der Wähler:innen ihre Stimme schon vor dem eigentlichen Wahltermin abgegeben.

Hintergrund für den relativ späten Startschuss ist die Tatsache, dass die Kreisverwaltung (als zuständige Wahlleitung) die Stimmzettel erst am 23. August an die Kommunen ausliefern, erläutert die Stadt. Dann läuft die Zeit für das städtische Wahlbüro, die Stimmzettel mit allen erforderlichen Unterlagen einzutüten und auf den Postweg zu geben.

Termin-Vorwarnung: Das Bürgerportal eröffnet den Wahlkampf 2021 am 20. August mit der großen WahlArena im Bergischen, mit allen Kandidat:innen, einer Wahlmesse aller Parteien und einem Rahmenprogramm. Darüber hinaus laden wir einige aussichtsreiche Bewerber:innen für das Direktmandat in den BürgerClub ein. Mit der WahlArena und im BürgerClub wollen wir direkte Gespräche zwischen Bürger:innen und Kandidat:innen ermöglichen – als Basis für eine informierte Wahlentscheidung.

Und auch für die Terminierung der Auslieferung der Stimmzettel gibt es einen sachlichen Grund, der auf gesetzliche Fristen zurück geht, erläutert die Kreisverwaltung. Der Kreiswahlausschuss entscheidet am 30. Juli über die Zulassung der eingereichten Kandidatenvorschläge. Dann läuft eine Einspruchsfrist von drei Tagen, über mögliche Einsprüche muss spätestens am 5. August entschieden werden – und erst dann gehen die Stimmzettel in den Druck.

Die Druckerei, so die Kreisverwaltung benötige rund 14 Tage für den Auftrag. Denn es werden 225.000 Stück gedruckt, mit einer Kennzeichnung für Blinde und Sehbehinderte, einem ungewöhnlichen Format und einigen Sonderaufdrucken. Zwischen dem 23. und 27. August sollen die Stimmzettel an die Kommunen ausgeliefert werden. Daher empfieht der Kreis, die Direktwahlbüros ab dem 30. August zu öffnen.

In den Direktwahlbüros kann man sich die Wahlunterlagen direkt aushändigen lassen, vor Ort ausfüllen und gleich in die Wahlurne werfen. Um den Ablauf zu beschleunigen sollte man den Antrag auf Briefwahl, der mit der Wahlbenachrichtigung verschickt wird, ausgefüllt mitbringen. Wer spontan wählen will, kann vor Ort einen Antrag ausfüllen.

Acht Bewerber:innen sind bislang von ihren Parteien für die Bundestagswahl im Wahlkreis 100 (Rheinisch-Bergischer Kreis) nominiert worden:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. So gut es ist, dass möglichst viele sich an der Wahl beteiligen können, so bedenklich ist es, dass der Zeitraum der Wahl immer weiter ausgeweitet wird.
    Man denke nur an die Maskenaffäre vor der Hessenwahl, wo selbst Wahlforscher unkritisch kommentierten, dass diese keinen allzu großen Einfluß mehr hätte, da ja schon viele per Briefwahl abgestimmt hätten.

    Hierzu auch ein schon 8 Jahre alter Beitrag im cicero:
    https://www.cicero.de/innenpolitik/bundestagswahl-die-briefwahl-unterhoehlt-den-gleichheitsgrundsatz/55761