Tülay Durdu (l.) und Heike Engels mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Marcel Kreutz

Auch 2022 ist ein Wahljahr – bereits am 15. Mai wird der Landtag von NRW neu gewählt. Die CDU legt sich erst nach der Bundestagswahl fest, die Liberalen und die Grünen haben bereits ihre Bewerberinnen gefunden, die SPD hat jetzt zwei politisch erfahrene Frauen nominiert.

Die SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis hat Tülay Durdu und Heike Engels für das Rennen um die Direktmandate im kommenden Landtag gewählt.

Für den Wahlkreises 21 (Bergisch Gladbach, Rösrath) tritt die 47-Jährige Tülay Durdu an. Die Rösrather Ortsvereinsvorsitzende und Kreispolitikerin ist beim TÜV Rheinland angestellt. Sie hatte 2017 den CDU-Kandidaten Stephan Santelmann in die Stichwahl gezwungen und mit 40,4 Prozent einen Achtungserfolg errungen. „2017 habe ich die CDU-Bastion bereits gehörig zum Wackeln gebracht. Und diesmal werden wir sie gemeinsam zu Fall bringen“, sagte Tülay in ihrer Bewerbungsrede.

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Inhaltlich legte in den Schwerpunkt auf die Klimaschutzpolitik und Mobilitätswende: „Wir brauchen endlich umfassende Mobilitätskonzepte vom Ausbau des ÖPNV, über alternativer Antriebe bis hin zu einer kostengünstigen Tarifgestaltung von Bus und Bahn.“

Durdu hatte in ihrem Betrieb einen Betriebsrat gegründet, in dem sie nach wir vor aktiv ist; der Kampf um sichere Arbeitsplätze habe daher für sie Priorität.

Die Burscheiderin Heike Engels (30), die bereits das zweite Mal im Wahlkreis 22 (Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath, Wermelskirchen) kandidiert, hat Management und Marketing studiert und arbeit in einem global agierenden Industrieunternehmen. Als stellvertretende Vorsitzende der Kreis-SPD und der Kreistagsfraktion gehört sie zur engen Führungsspitze der Kreis-SPD.

Sie legte in ihrer Bewerbungsrede den Fokus auf die Themen Bildung, Wohnen, Klimaschutz und Gesundheit: „In unserem Gesundheitswesen muss der Mensch wieder im Mittelpunkt stehen und nicht die Gewinnmaximierung“. Es würden mehr gebraucht, und sie müssten gut bezahlt werden. Die Digitalisierung in der Pflege müsse zu einer Entlastung des Personals führen.

Die FDP

Die FDP hatte ihre Kandidaten für die Landtagswahl schon im April aufgestellt.

Alexander Engel kandidiert für die FDP für den Landtag

Für den Wahlkreis 21 (Bergisch Gladbach und Rösrath) wirbt Alexander Engel um die Stimmen der Wähler. Der 29-jährige Zahnarzt und Ökonom ist Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und Mitglied im Rat der Stadt Bergisch Gladbach.

Um den Kreis wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell zu profitieren, setze er auf pragmatische Lösungsansätze vor Ort, Kooperationen über die Kreisgrenzen hinweg und auf eine kompetente Vertretung im Landtag, sagte er bei seiner Wahl.

Im Wahlkreis 22 wurde Marco Frommenkord gewählt. Der 40-Jährige ist in Wermelskirchen Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion und Unternehmer im Bereich Kommunikation, digitale Gestaltung und neue Medien.

Daher setzt er vor allem auf die Digitalisierung. Sie bringe „einen Mehrwert in allen Lebensbereichen und muss als Mentalitätsfrage im 21. Jahrhundert deutlich mit „Ja“ beantwortet werden“.

Die Grünen

Für die Grünen tritt in Bergisch Gladbach und Rösrath Andrea Lamberti aus Rösrath an, teilte der Kreisverband mit. Ihre Themenschwerpunkte seien der Öffentliche Nahverkehr und Bildung: „Hier liegt mir ganz besonders der dringende Ausbau des Betreuungswesens und die Modernisierung des Schulwesens am Herzen“, sagte sie bei ihrer Vorstellung. Lamberti ist seit Beginn diesen Jahres Geschäftsführerin der Grünen im Ortsverbands Rösrath, seit vielen Jahren in der Ortsfraktion und Mitglied des Kreisvorstands.

Jürgen Langenbucher aus Leichlingen kandidiert im Wahlkreis 22. Er ist seit 2010 Vorstandssprecher in Leichlingen, Ratsmitglied, war Vorstandssprecher des Kreisverbandes und ist seit 2020 Kreistagsabgeordneter. Darüber hinaus arbeitete er lange Jahre in der LAG Finanzen und Gesundheit mit, genau diese Themen wolle er auch in den Landtag mitnehmen: „In Leichlingen waren es die Grünen, die den Anstoß zum ausgeglichenen Haushalt gegeben haben. Ich möchte im Land eine solch solide Finanzpolitik, die wir dort 2010 begonnen haben, fortsetzen.“ Er hatte bereits 2012 und 2017 für den Landtag kandidiert.

Die CDU

Die Christdemokraten müssen für die Landtagswahl 2022 zwei neue Kandidaten aufstellen. Holger Müller, der Bergisch Gladbach und Rösrath seit 2005 im Landtag vertreten hatte, war im Juni 2019 gestorben.

Rainer Deppe, der den Wahlkreis 22 ebenfalls seit 2005 immer wieder gewonnen hat, hatte im Mai angekündigt, im nächsten Jahr nicht wieder zu kandidieren.

Die beiden neuen Kandidaten will die CDU erst nach der Bundestagswahl am 26. September aufstellen.

Das Erststimmen-Ergebnis der Landtagswahl 2017 im Wahlkreis 21

2017 waren auch die Linke, die AfD und die Freien Wähler bei der Landtagswahl angetreten. Ob und mit wem sie sich 2022 bewerben ist bislang nicht bekannt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Alle guten Dinge sind drei oder versucht es Frau Durdu danach immer weiter?

    Nach zwei verlorenen Landratswahlen (RBK und Oberberg) sollte man vielleicht selbst einsehen, dass die Bürger jemanden nicht wollen.
    (Den Hinweis mit Oberberg hat die Redaktion vergessen)