Hermann-Josef Tebroke (CDU) im Bundestagswahlkampf. Foto: Thomas Merkenich

Wie angestrebt hat sich die Kreisspitze der CDU auf eine „einvernehmliche“ Lösung der Führungskrise geeinigt: Nach dem Rücktritt von Uwe Pakendorf soll der Bundestagsabgeordnete Hermann-Josef Tebroke den Vorsitz übernehmen. Bei den anderen Posten im geschäftsführenden Vorstand soll es einige Verschiebungen, aber nur zwei Neuzugänge geben.

Aktualisierung 8.11.: Inzwischen hat die CDU auch die Namen der Bewerber:innen für die Posten der Beisitzer:innen bekannt gegeben, darauf gehen wir weiter unten ein.

Uwe Pakendorf hatte das Amt nach seiner verlorenen Landtags-Kampfkandidatur gegen Innenminister und Ehrenvorsitzenden Herbert Reul kurzfristig zur Verfügung gestellt. Angesichts der Vielfalt der Aufgaben und auch der internen Konflikten in der Kreis-CDU könne man dieses Amt nur als hauptberuflicher Politiker bewältigen, so Pakendorf.

Ein CDU-Berufspolitiker aus Rhein-Berg, mit einem längerfristigen Mandat? Da Rainer Deppe bei der Landtagswahl in wenigen Monaten nicht wieder antritt gibt es im Moment nur eine Person, die diese Anforderung erfüllt: Hermann-Josef Tebroke, der gerade zum zweiten Mal das Direktmandat für den Bundestag gewonnen hat.

Genau diese Lösung schlagen die derzeitige vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden heute Abend dem erweiterten Vorstand zur Beratung vor, teilte die Kreis-CDU in einer Pressemitteilung mit. Entscheiden soll in der kommenden Woche der Kreisparteitag.

Die vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden legen gleichzeitig ein komplettes Tableau für den künftigen erweiterten Kreisvorstand vor. Es sei mit allen Beteiligten abgesprochen und versuche, möglichst alle Stadt- bzw. Gemeindeverbände der CDU zur berücksichtigen. Das sei nur im Fall Odenthal nicht gelungen. Dafür ist Lindlar (im Oberbergischen Kreis) als Tebroke Wohnort prominent vertreten.

Sehr viel Bewegung wird es – wenn Vorstand und Parteitag dem Vorschlag folgen – nicht geben, nur zwei neue Gesichter finden sich im Vorschlag für den neunköpfigen erweiterten Kreisvorstand, drei Personen wechseln die Posten, vier Besetzungen bleiben unverändert.

Hermann-Josef Tebroke, bislang Schatzmeister, wird Vorsitzender. Den Posten als Schatzmeisterin übernimmt die bisherige erste stellvertretende Vorsitzende Vera Müller (Kürten).

Die bisherige Pressesprecherin Erika Gewehr (Burscheid) rückt zur stellvertretenden Vorsitzenden auf; unverändert haben dort Christian Buchen (Bergisch Gladbach), Christian Klicki (Wermelskirchen) und Maurice Winter (Leichlingen) ihren Sitz.

Neue Schriftführerin wird Vera Rilke-Haerst (Rösrath), an Stelle von Sandra Saidowski (Odenthal).

Ebenfalls neu als Pressesprecherin ist Duygu Esgi aus Overath.

Sebastian Wurth (Kürten) bleibt Mitgliederbeauftragter.

Update 8.11.: Für die Besetzung der derzeit zehn Beisitzer:innen-Posten hat die CDU jetzt die Namen von 15 Bewerber:innen bekannt gegeben. Daraus wird deutlich, dass drei Personen nicht erneut antreten:

  • Marco Gaj, Odenthal
  • Elke Lehnert, Bergisch Gladbach
  • Therese Rehn, Leichlingen.

Erneut ihren Hut in den Ring werfen:

  • Werner Allendorf, Wermelskirchen
  • Claudia Casper, Bergisch Gladbach
  • Patrick Imcke, Leichlingen
  • Axel Kottmann
  • Martin Lucke, Bergisch Gladbach
  • Daniel Schiffbauer, Rösrath
  • Thorsten Schmalt, Wermelskirchen.

Darüber hinaus gibt es acht neue Bewerber:innen:

  • Lena Behnke, Kürten
  • Katharina Höring, Bergisch Gladbach
  • Isabell Johann, Odenthal
  • Jeremi Kalandyk, Odenthal
  • Marie-Christine Keller, Wermelskrichen
  • Kevin Knoll, Leichlingen
  • Andrea Steiner, Bergisch Gladbach
  • Thorben Wocke, Wermelskirchen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

4 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Nicht genug, dass es in Rhein-Berg einen mindestens unglücklichen Landrat gibt. Nun soll ein MdB ein Amt übernehmen, das der von der Kür zurückgetretene Pakendorf als Fulltimejob bezeichnet.

    Wie wäre es, wenn man zunächst mal Santelmann entweder disziplinieren oder in die Registratur schicken würde. Dann ist man eine Baustelle los, was sicher zu erheblicher Zeitersparnis führen würde. Auch das Damoklesschwert Urbach hat sich zunächst verabschiedet, was ebenfalls mehr Zeit kostete als dem Kreis lieb sein konnte.

    Mit 57 Jahren zählt Terbroke nach CDU-Maßstäben sicher zu den Jungen. Dieses Attribut wird er in Doppelfunktion schnell verlieren.

  2. @Pascal Stein
    Herbert Reul 69 Jahre
    Dr. Hermann.Josef Tebroke 57 Jahre
    Uwe Pakendorf 43 Jahre, Zitat mit Erfahrung in der Wahrnehmung dieser Aufgabe in schwieriger Zeit unter nicht einfachen Bedingungen:

    „Angesichts der Vielfalt der Aufgaben und auch der internen Konflikte in der Kreis-CDU könne man dieses Amt nur als hauptberuflicher Politiker bewältigen, so Pakendorf.“
    Völlig nachvollziehbar diese Aussagen, das scheint ja nun möglich mit dem Kandidaten Dr. Hermann-Josef Tebroke, wobei sich der aufmerksame Wähler nun fragt, ist der Job als Mitglied des deutschen Bundestages nun zum Nebenjob mutiert oder wie darf ich mir die Aufgabenerfüllung vorstellen?

    Zumindest sollte die Anwesenheitsliste im DB im Blickfeld liegen. Die Dinge vor der Haustür sowieso.

    Eigentlich ist doch die Gründung schon zum Fehlstart verdammt, war doch der Job als MdB nach meiner Einschätzung schon ein Fulltime Job. Allerdings lasse ich mich gerne positiv überraschen.

  3. Könnten Sie das Alter der Herren Tebroke und Pakendorf in Klammern dazuschreiben?
    Gerne auch bei Herrn Reul, der ja gegen Pakendorf gewonnen hat.

    Ich möchte gerne sehen, wie die CDU in Rhein-Berg das Thema Verjüngung angeht.

    Herzlichen Dank schon jetzt an das Team von in-gl.de