Wenn keine S-Bahn fährt könnte das Rad eine Alternative sein; an der Radstation stehen E-Bikes zur Ausleihe bereit. Foto: Thomas Merkenich

Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach setzt sich für die Planung einer zweiten Radstation oder einer geschützen, überdachten Fahrradabstellanlage am S-Bahnhof Bergisch Gladbach ein. Sie solle auf dem Grundstück entstehen, das ursprünglich für den Stadthausneubau vorgesehen war.

Die FWG begründet ihren Antrag für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität damit, dass in den nächsten Jahren bei Verdichtung des S-Bahn-Verkehres und der möglichen Erweiterung um zwei Linien die Zahl der Pendler nach Köln stark zunimmt. Auch die neuen Wohnungen im Bereich der Innenstadt bedeuten ein Anwachsen des Radverkehrs. Die bereits bestehende Radstation reicht dann nicht mehr aus. 

Fraktionsvorsitzender Benno Nuding: „Zur Förderung des Radverkehrs, den sich fast alle Fraktionen auf die Fahne geschrieben haben, gehört es zwingend, an den Knotenpunkten mit dem ÖPNV gesicherte und überdachte Abstellmöglichkeiten für die inzwischen durchaus nicht mehr preiswerten Fahrräder einzurichten.“ 

Die FWG erwartet eine Verdoppelung des Bedarfes der in der Radstation bisher 256 zur Verfügung stehenden Plätze. Das zukünftige Aufkommen soll im Rahmen der laufenden Verkehrsuntersuchung zur westlichen Innenstadt genauer ermittelt werden.

Die FWG verlangt auch vom Nachbarn Köln mehr Anstrengungen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus den nördlich der Innenstadt liegenden Stadtteilen nutzen den Haltepunkt Köln-Dellbrück. Hier gibt es bisher überhaupt keine Möglichkeit, Fahrräder gut geschützt    abzustellen. Und ebenso fehlt die Infrastruktur bei den Straßenbahnanschlüssen in Richtung Köln.

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  1. Die Planung einer Erweiterung der Abstellflächen für Radfahrer halte ich für unbedingt erforderlich. Doch finde ich es unklug, so ein wertvolles Grundstück zu belasten. Entlang der Kalkstrasse gibt es genügend Spielraum um einen entsprechenden Gebäudekomplex zu erstellen. Es ist sogar zu überprüfen ob nicht eine Anbindung an das Fahradgeschäft Motorkölsch eine solche Anbindung möglich wäre. Ein erneuter Betreiber einer Fahrradwerkstatt würde sich erübrigen und die Verbindung zur lokalen Wirtschaft gestärkt. Diese Überlegung halte ich für sinnvoller als einen Teil eines Filetstückes in der Stadt zu belasten. Mir geht es dabei um eine langfristige Anbindung mit Symbolcharakter Wirtschaft und Stadtplanung in Bergisch Gladbach