Der Ordnungsdienst überwacht die Einhaltung der Regeln. Foto: Archiv

Der Krisenstab der Stadt Bergisch Gladbach hat über die steigenden Infektionszahlen beraten, aber keine neuen eigenen Maßnahmen beschlossen. Statt dessen appelliert er an die Bürger:innen, sich an die bekannten Regeln zu halten. Ob das im Gastronomiebereich funktioniert, daraus soll sich das Ordnungsamt verstärkt kümmern.

Grundsätzlich hat eine kreisangehörige Stadt wie Bergisch Gladbach in der Pandemie-Bekämpfung relativ wenig Kompetenzen; die Regeln legt das Land vor, für die operative Arbeit ist vor allem der Kreis zuständig. Damit bleibt der Stadtverwaltung vor allem die Kontrolle.

„Angesichts der dramatisch steigenden Ansteckungszahlen“ lege das Ordnungsamt den Fokus auf die Kontrolle, ob die Zutrittsregelungen für Gastronomie und Veranstaltungen eingehalten werden, teilte der Krisenstab jetzt mit. Und erinnert bei der Gelegenheit daran, welche Regeln zur Zeit in der Gastronomie (noch) gelten:

  • Zugang nur nach der 3G-Regel
  • Kontrolle des jeweiligen Nachweises mit Abgleich durch den amtlichen Lichtbildausweis
  • Maskenpflicht für das Personal
  • Maskenpflicht bis zur Einnahme des Sitzplatzes durch die Gäste
  • Hygienemittel sind bereit zu stellen

Die 3G-Plus-Regel (Geimpft, Genesen oder PCR-Test bzw. höchstens sechs Stunden alter Schnelltest) gilt immer dann, wenn in Innenräumen getanzt und gesungen sowie kein fester Sitzplatz eingehalten wird. Also zum Beispiel bei Karnevalsveranstaltungen.

Auf freiwilliger Basis können Veranstaltungen auf 2G beim Zugang reduziert werden, dann erhalten nur Geimpfte und Genesene Einlass.

Stichprobenartige Kontrollen

Zunächst seien die Gastronomen und Veranstalter für die Kontrollen zuständig, betont der Krisenstab. Das Personal der Ordnungsbehörde überprüfe jedoch stichprobenartig, ob die Zugangsvoraussetzungen eingehalten werden. Am vergangenen Wochenende seien diese Kontrollen zufriedenstellend verlaufen.

Thore Eggert, als Kämmerer aus Leiter des städtischen Krisenstabs, appelliert an alle Bergisch Gladbacher:innen, dass sie sich an die Regelungen und Empfehlungen halten. Dazu zählt er insbesondere auch die generellen Hygienemaßnahmen aus Abstandhalten, Masketragen und regelmäßige Hygiene.

„Unser gemeinsames Ziel kann nur sein, möglichst normale Lebensumstände zu erhalten und weitere Einschränkungen durch vorsichtiges Verhalten zu vermeiden“, sagt Eggert.

Der Krisenstab tagt das nächste Mal Ende dieser Woche, da für Donnerstag das nächste Bund-Länder-Treffen terminiert ist.

Auskünfte per Telefon

Für Fragen rund um die Corona-Regeln steht das Corona-Info-Telefon der Stadtverwaltung zur Verfügung: 02202 14 2570 bzw. 14 2571.

Medizinische Fragen rund um Corona, zu Quarantäne und Impfen, gibt es am Bürgertelefon der Kreisverwaltung unter 02202 13 14 15.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Aber dann ist es unter Umständen am betreffenden Abend schon passiert und Leute haben sich im Lokal, wo nicht kontrolliert wird, schon angesteckt. Von daher muss es schon regelmässige anonyme Kontrollen seitens der Behörden geben. So einfach kann man es sich nicht machen. Im XY z.b. wurde kürzlich nichts und niemand kontrolliert. Keine Händedesindektion, kein 3G, Maske ja, aber das war es auch.

    _____________
    Hinweis der Redaktion: Den Namen des Restaurants haben wir unkenntlich gemacht; für u.U. geschäftsschädigende Behauptungen, die wir nicht nachprüfen können, ist hier kein Platz. Wenn Sie Beschwerden haben, richten Sie sich bitte an die Ordnungsbehörde.

  2. Sehr geehrte Herr Krämer, in der Tat, bislang waren es eigentlich immer die Bürger:innen, die eigenverantwortlich ihre Kontakte eingeschränkt und die Wellen gebrochen haben. Aber einen Online-Pranger werden wir nicht einrichten. Die Leute stimmen mit den Füßen an, hoffentlich – und meiden Restaurants und Kneipen, die nicht streng kontrollieren.

  3. Liebe Redaktion.
    Wir Bürger müssen’s machen. Politik und Verwaltungen schaffen es nicht.
    Bitte fordern Sie uns doch auf zur Nennung von Lokalitäten, in denen für den Zutritt eine ernstzunehmende Kontrolle mit Impfnachweis in Kombi mit Personalausweis durchgeführt wird. Und legen Sie dann davon eine Positivliste an.