Annette Karkossa ist leitende Hebamme der Geburtshilfe am EVK. Foto: Susanne Prothmann

Die Hebammen des Evangelischen Krankenhauses beteiligen sich am Roses-Revolution-Day. Am Donnerstag stehen sie und die Ärzte für Gespräche bereit – mit Frauen, die in der Geburtshilfe womöglich Gewalterfahrungen gemacht habe.

Jedes Jahr am 25. November findet der sogenannte Roses-Revolution-Day statt. Weltweit sind Frauen dazu aufgerufen, eine rosafarbene Rose an den Orten niederzulegen, an denen sie während der Geburt Gewalt erfahren mussten und über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Hebammen des Kreißsaals im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) positionieren sich aus diesem Anlass ganz klar gegen Gewalt in der Geburtshilfe.

Die leitende Hebamme Annette Karkossa erklärt dazu:

„Wir als Hebammen unterstützen diese wichtige Aktion. Jede Frau definiert Gewalt anders und auch bei uns gibt es unschöne Geburtserlebnisse. Unser Anliegen ist es, die persönliche Grenze jeder einzelnen Schwangeren nicht zu überschreiten. Leider kommt dies in Notsituationen dennoch vereinzelt vor. Wir möchten durch die Teilnahme an der Aktion allen Frauen signalisieren, dass solche Vorfälle bei uns nicht alltäglich sind und diese uns als Hebammen ebenfalls betroffen machen.“

Gewalt in der Geburtshilfe ist sehr individuell zu definieren und kommt z.B. in psychischer Form, durch Missachtung der Patientenrechtsgesetze oder auch mangelnde Betreuung vor. Für betroffene Frauen wird am Donnerstag, 25. November, eine Blumenvase im Foyer des EVK stehen.

Annette Karkossa betont: „Jede Rose ist eine Aufgabe für uns, die Geschichte der Frau anzunehmen und unser Handeln zu reflektieren. Hebammen und Ärzte stehen für betroffene Frauen außerdem jederzeit für ein Gespräch bereit.“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.