Die gelben Markierungen auf der Buddestraße werden jetzt wieder entfernt.

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Das Projekt „Radstreifen auf der Buddestraße“ ist noch nicht beerdigt, sondern nur vertagt. Doch nach dem gescheiterten Test auf der stark befahrenen Straße in Bensberg werden die gelben Markierung jetzt wieder entfernt.

Der aufwendige Test von Radfahrschutzstreifen auf der Buddestraße war nach hinten los gegangen, die Zählungen hatten während der Testphase gar einen Rückgang des Radverkehrs registriert. Dafür hatte es im Autoverkehr Rückstaus gegeben, der Ausweichverkehr in den anliegenden Straßen war massiv gestiegen.

Daher hatte der Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) beschlossen, die von der Verwaltung vorgeschlagene dauerhafte Umsetzung zu vertagen. Nun sollen die Test zutage getragenen Schwächen des Konzepts, die Staubildung und Verdrängungseffekte auf Nebenstraßen überprüft werden.

Gleichzeitig hatte der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, alternative Routen für den Fahrradverkehr zu entwickeln und zu bewerten. Und drittens stehen Gesprächen mit den Anwohnern und Radfahrverbänden auf dem Programm.

Streifen sollen am Dienstag verschwinden

Wann dieser Prozess abgeschlossen ist steht in den Sternen. Daher werden die im Juli auf der Buddestraße zwischen den Einmündungen Saaler Straße und Kölner Straße aufgebrachten gelben Linien nun entfernt, teilt die Stadt mit. Geplant sei diese Maßnahmen für diesen Dienstag. Damit tritt die ursprüngliche Verkehrsführung wieder in Kraft.

Die Radstreifen auf der Buddestraße waren bereits vor Jahren mit dem Mobilitätskonzept verabschiedet worden und sollen eine wichtige Lücke im Radwegenetz schließen. Der Test war von der neuen Ampelkoalition durchgesetzt worden, gegen starken Widerstand der CDU und der Wirtschaft. Der Ausweichverkehr hatte zudem zu Protesten der Anwohner geführt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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16 Kommentare

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  1. @Drucker (leidiges Pseudonym), wenn man es nur an den Kommentaren im Bürgerportal festmacht, braucht man keine belastbaren Zahlen. Und fragen Sie mal, wenn es denn nötig ist für Sie, die Menschen in den angrenzende Nebenstraßen und vor allem in einer „Spielstraße“!

  2. Jetzt würde mich interessieren, was dieser Schildbürgerstreich uns Steuerzahler gekostet hat. Mit diesem Geld hätte sicherlich ein paar Schlaglöcher der Ortsstraßen flicken können. Aber wir Autofahrer haben ja wohl keine Lobby mehr.

  3. @Sebastian (leidiges Pseudonym), vielen Dank, die Rechtschreib-Berichtung funktioniert bei mir nicht. Zweifelsohne hätte ich das auch ohne richtig schreiben müssen.
    @Dieter Richter, Sie holen ja weit aus, obwohl es hier (Buddestraße) um ein Problem geht, dem eine mangelhafte Pla nung vorausging und dem einen völlig verfehltes Nichen der Ampel folgte. Habe mich oft mit vielen Menschen – egal welches Fortbewegungsmittel sie bevorzugen – darüber unterhalten. An dieser Stelle gab es vollkommenes Versagen in der Beurteilung der Folgen. Und wenn Sie außer allen Gegnern dieses Unsinns den Verstand haben, den Sie anderen absprechen, dann mal los, durchschlagen Sie doch den gordischen Knoten und reden Sie nicht nur!
    @Redaktion, natürlivh wurde das vor langen Jahren im MobiK beschlossen, aber wer sagt denn, dass man, wenn von fast allen Seiten Gegenwind kommt, vielleicht ein 2. Mal überlegen sollte statt mit eigener Macht diesen Unsinn durchzusetzen?

  4. @Rolf Havermann: Gibt es belastbare Zahlen dafür, „dass der Protest gegen die Änderung von weitaus mehr Menschen getragen wird als eine Befürwortung“?

  5. Vielen Dank für die ausführlichen und sehr transparenten Hintergründe. Die Absicht zu der Maßnahme ist für mich absolut nachvollziehbar und als gut gemeint zu erkennen. Allerdings habe ich die Verkehrssituation in der Realität als unfassbar verwirrend empfunden, so wie sehr viele andere Verkehrsteilnehmer (Auto-Radfahrer und Fußgänger) auch. Ich bin sicher, dass diese verwirrende Ausgangslage aber auch bereits auf bestimmt (oder hoffentlich) vorher dazu gefertigten Skizzen erkennbar gewesen sein dürfte.

    Mehrfach habe ich an der betreffenden Ausgangslage Straßenverkehrssituationen erleben dürfen, die sich durch die getroffenen Maßnahmen nicht mehr wirklich innerhalb der Straßenverkehrsordnung befanden. Genauso wie der Kreisel an der Gohrsmühle Stadtmitte hat man hier meines Erachtens nicht praxisorientiert gedacht und geplant.

    Ich würde mir für unsere, sicherlich verbesserungswürdige, Verkehrsführung in Bergisch Gladbach einfache Lösungen wünschen, die jeder „auf den ersten Blick“ erfassen kann. Das könnte Unfälle vermeiden und möglicherweise sogar Leben retten.

  6. Ich wüsste zu gerne, wer sich diese unglaubliche und aus meiner Sicht vor allem gefährliche Straßenverkehrssituation in seinem Kopf ausgedacht und die Kosten für dieses Hin- und Her zu verantworten hat.

    Definition von Schildbürger im Wörterbuch Deutsch

    jemand, der durch sein törichtes, Verhalten und Handeln bewirkt, dass bei bestimmten Vorhaben deren eigentlicher Zweck in ärgerlicher Weise verfehlt wird.

    1. Sehr geehrte Frau L., die Maßnahme Buddestraße ist Bestandteil des Mobilitätskonzeptes, den Test hat die CDU vorgeschlagen, die Durchführung lag bei der Stadtverwaltung und einem externen Büro.

      Im Detail: Das Mobilitätskonzept war 2017 von zwei Fachausschüssen mit diesem Mehrheitsverhältnis verabschiedet worden:

      „Für das MobiK stimmten CDU, SPD, FDP und Alfa, dagegen die Linke. Die Grünen begrüßten das Konzept zwar ausdrücklich als Schritt in die richtige Richtung, enthielten sich bei der Abstimmung dann doch – weil auf Antrag der SPD eine „bedingungslose Erwähnung” des Bahndammprojektes in letzter Minute aufgenommen worden war.“

      Die Stadtverwaltung ist die Radstreifen auf der Buddestraße dann im Sommer 2020 angegangen, der konkrete Vorschlag wurde von der CDU abgelehnt, die zunächst einen Test durchführen lassen wollte. Für diesen Vorschlag gab es eine große Mehrheit.

      Daraufhin hat die Stadtverwaltung den Test erarbeitet und durchgeführt, zum Teil unterstützt durch das Gutachterbüro Planersocietät.

      Soviel in aller Kürze. Detaillierte Infos finden Sie, wenn Sie in der Suchmaske oben rechts die Stichworte Buddestraße oder auch Mobilitätskonzept bzw. MobiK eingeben.

  7. Einen Test für mehr oder bessere Fahrradwege zu machen, finde ich grundsätzlich gut. Dass konkret dieser Test fehlschlagen würde, hätte man sich mit etwas gesundem Menschenverstand allerdings denken können. Wenn man an dieser Kreuzung etwas für Fahrradfahrer tun möchte, dann wird man diese Kreuzung komplett umgestalten müssen. Mit „ein bisschen Fahrbahnmarkierung ändern“ wird sich diese Situation jedenfalls nicht sinnvoll verändern lassen.

    Ich freue mich aber, dass die Stadtverwaltung inzwischen ein Einsehen hatte und den Unsinn erstmal komplett zurücknimmt und damit die Anwohner in den umliegenden Straßen wieder zur Ruhe kommen lässt. Hoffentlich steigt auch der durch die gelben Markierungen vertriebene Fahrradverkehr wieder in der Buddestraße.

    Danke an alle Fraktionen im Stadtrat, die hier einer völlig in die Irre gelaufenen Verwaltung Einhalt geboten haben.

  8. Herr Richter, zum Retten der Menschheit sollte man seine Prioritäten bestimmt nicht beim Fahrradfahren sehen ;)

    DeStatista:
    Im Jahr 2018 stießen die in privaten Haushalten in Deutschland vorhandenen Pkw rund 110,8 Millionen Tonnen CO2 aus. Die Pkw mit Dieselantrieb stießen in diesem Jahr etwa 44 Millionen Tonnen CO2 aus

    Quarks:
    Würde man alle sechs Kernkraftwerke über das Jahr 2022 am Netz lassen, könnte man fünf Braunkohlekraftwerke ersetzen: Neurath, Niederaußem, Boxberg, Jänschwalde und Lippendorf. Darunter sind auch die zwei Braunkohlekraftwerke mit den höchsten CO2-Emissionen.

    Insgesamt würde das CO2-Emissionen von schätzungsweise* 70 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen – das entspricht fast ein Drittel der energiebedingten Emissionen und rund 10 Prozent der deutschlandweiten Emissionen.

  9. #Kickuth #Durrenberg
    Das Versagen liegt in der seit Jahrzehnten einseitig auf den Automobilverkehr ausgerichteten Bundes-, Landes- und Stadtpolitik. Dieses offenbart sich unübsehbar in der Klimasituation und der Vergiftung unseres städtischen Lebensraumes.

    Dass Lösungsansätze, welche das Überleben für die nachfolgende Generation zum Ziel haben, in ihrer Umsetzung schwierig sind, hat nie jemand bestritten. Aber dass das Scheitern eines dieser Versuche hier gefeiert wird, halte ich für mehr als nur fragwürdig.

    Worauf sind die Gegner von Fahrradstrecken jetzt eigentlich stolz? Darauf, dass sie Recht behalten haben, weil dem staufreien Egoismus einer Minderheit aus pragmatischen Gründen nachgegeben werden musste? Für wirklich konstruktive Vorschläge fehlt in dieser Ecke offensichtlich jeglicher Verstand.

    Beruhigend ist, dass die umwelt- und damit menschenfreundlichen Ziele beibehalten werden. In diesem Falle gilt ein ganz klares ‚weiter so!‘, selbst wenn denn der Weg steinig und mühsam ist.

  10. Lieber Herr Havermann,

    ihre Bedenken sind nachvollziehbar, für Ihr vorletztes Wort schenke ich Ihnen aber noch ein „n“.

    Schönen Gruß
    Sebastian

  11. Der Test mit den aufgemalten Streifen ist vor Jahren beschlossen worden. Die Ergebnisse werden aus der Bevölkerung als gescheiterten Versuch die Verhältnisse zu verbessern wahrgenommen. Soweit die Situation, wie ich sie wahrnehme.
    Meiner Meinung nach bedarf es nach den in 2021 erfolgten Änderungen in der StVO keiner Veränderungen mehr auf der Buddestrasse. Die Rechte der Fahrradfahrer sind deutlich gestärkt worden; die Autofahrer müssen sie jetzt nur noch kennen und beachten.

  12. Immer wenn es heißt „von der Verwaltung vorgeschlagen“ bekomme ich Gänsehaut. Dieses Mal ist der Verwaltungs – Unsinn zunächst gestoppt worden. Die Ampel wird nun entscheiden, wie und wann es weitergeht und hoffentlich dabei bedenken, dass der Protest gegen die Änderung von weitaus mehr Menschen getragen wird als eine Befürwortung. Hier kommt eins zum anderen, und die Koalition geht Gefahr, als Gegner der fairen Beurteilung des Gesamtverkehrs in die Analen einzugehen.

  13. Ich bin zwar auf der einen Seite passionierter Radfahrer und ein absoluter Befürworter von neuen, zeitgemäßen Verkehrskonzepten- aber bitte nicht so wie jetzt auf der Buddestraße ausprobiert. Ich persönlich fand die Gesamtsituation durch die ganzen Linien unübersichtlich- wohl habe ich mich dort als Radfahrer nicht gefühlt. An neue Konzepte sollte professionell herangegangen werden, und bitte nicht durch ‚einfach mal eben‘ aufgeklebte neue Linien. Das macht man dann, wenn neue Ideen scheitern sollen.

  14. Darf ich bitte einmal Fragen, wer für das sinnlos vergeudete Geld zur Kasse gebeten wird. Doch wohl nicht der Stadthaushalt und somit das Geld der Bürger der Stadt Bergisch Gladbach. Warum sollte Herr Migenda und das Dreierbündnis für diese Geldverschwendung gerade stehen. Hat Herr Magenda nicht einen Amtseid geleistet, in dem der Inhalt unter anderem das Fernhalten von Schäden geschworen würde. Ist dieser Inhalt in dem Beamteneid hohles Geschwätz???