Die Bäume im unteren Bereich der Schlossstraße werden in der letzten Februarwoche gefällt.

In der kommenden Woche beginnt die Fällung von Bäumen im nächsten Bauabbschnitt zur Umgestaltung der Schlossstraße in Bensberg. Betroffen sind zehn Wildbirnen, die später durch zwölf Kopflinden ersetzt werden sollen.

Wie im Januar angekündigt sollen in der kommenden Woche im Abschnitt zwischen Kölner Straße und Nikolausstraße alle Bäume gefällt werden. Da es noch keinen konkreten Termin für den Start der eigentlichen Bauarbeiten gibt habe die Stadtverwaltung bis zum letzten Moment gewartet, aufgrund der anstehenden Vogelbrutzeit müssten die Bäume aber noch vor März gefällt werden, erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Zudem werde mit dem Entfernen der Bäume das Baufeld frei geräumt, damit die Belkaw im nächsten Schritt Leitungen verlegen und erneuern kann. Die eigentlichen Arbeiten sollen im Sommer starten; bis zuletzt war die Ausschreibung aber noch nicht erfolgt.

Hintergrund ist die Umgestaltung der gesamten Schlossstraße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg. Dabei erhält die Straße auch ein neues Vegetationskonzept. Am Ende, so die Stadtplaner, werde es auf der ganzen Straße 24 Bäume mehr als vor dem Umbau geben. Wertvolle Bestandsbäume seien in die Planung integriert worden.

Das gesamte Vegetationskonzept wird auf der Website der Stadt ausführlich erläutert.

Gefällt werden werden jetzt zehn chinesische Wildbirnen (Pyrus calleryana „Chanticleer“). Sie werden nach dem Umbau durch 14 große Kopflinden (Tilia Cordate, Qualität 35/45) ersetzt, erläutert die Stadt.

Der Blick vom Schloss hinab in die Schlossstraße. Diese Kopflinden bleiben erhalten und durch neue Bäume im unteren Teil ergänzt. Foto: Helga Niekammer

Gestalterisch soll das charakteristische Motiv einer barocken Lindenallee wieder aufgegriffen und konsequent bis zur Kreuzung Schlossstraße/ Kölner Straße fortgesetzt werden – als Verlängerung der bestehenden Lindenallee vom Schloss in Richtung Kölner Bucht.

Weitere Bäume werden erst dann gefällt, bevor die Bauarbeiten in den jeweiligen Bauabschnitten beginnen, betont die Stadt. Eine Fällung viele Monate vor Beginn der Bauarbeiten solle so gut es geht verhindert werden.


Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Ein Lichtblick ist das sicher nicht, sondern ein sehr trauriger Anblick. Ein Mitbürger* hat auf die Baumscheiben Frühlingsblümchen gestellt. Diese waren schon am Folgetag bei neuen „Besitzern“. Wenn die Bäume im weiteren Verlauf der Schloßstraße, auf Höhe der ehemaligen Fußgängerzone, jetzt der viel beparkten „Stätte der Begegnungen“, fallen, werden auch die morgendlichen Spatzenstimmen vestummen, weil ihre Rückzugsorte zertört sind. Das wird dann noch trauriger ….

  2. „Wat fott es, es fott“.

    So offenbar die Devise der Stadtverwaltung.

    In den Kommentaren zum diesbezüglichen Beitrag im Januar (s.o. „Die ersten Bäume für den Umbau der Schlossstraße fallen“) wurde das meiste dazu gesagt. Das möchte ich nicht wiederholen.

    Zunehmend stört mich aber, dass die Beiträge im Bürgerportal immer wieder betonen, dass an der Schloßstraße zukünftig mehr neue Bäume da sein werden als heute.

    Diese Art der Berichterstattung ignoriert konsequent, dass die neuen, kleinen Bäume (nach eigenen Angaben von Stadtgrün in 2019) bis zu einem Jahrzehnt (mit aufwendiger, teurer Pflege) benötigen werden, ehe sie das Grün und die Klimaleistung (CO²-Bindung, Sauerstoffproduktion, Feuchtigkeitsspeicher, Luftkühlung, Staubbindung) der heutigen Bäume erreicht haben werden – trotz ihrer größerer Anzahl.

    Und unser Klima ist es doch, das es zu schützen gilt – heute, nicht in ferner Zukunft. Offenbar sieht die Redaktion dies nicht so.

    Und, vielleicht ebenfalls interessant sich zu erinnern: „Klimawandel verlangt von uns Taten“ sagte Herr Stein am 06. Januar dem KStA. Die Baumfällaktionen in Bensberg kann er doch wohl nicht gemeint haben…