Harald Henkel. Foto: Manfred Esser
Harald Henkel ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Vorsitzender des CDU Ortsverbands Schildgen - Katterbach. Foto: Manfred Esser

Die CDU kritisiert die Planungs-Ideen der Stadtverwaltung für die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße. In einem Änderungsantrag fordert sie einige Korrekturen und eine Befragung der Bürger:innen vor Ort. 

Mit entschiedener Kritik lehnt die CDU-Fraktion viele Punkte in der bisherigen Planung der Verwaltung zur Umgestaltung Schildgens ab und fordert zur Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen (AMV) am kommenden Dienstag (31.5.) zahlreiche Änderungen.

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„Das bisherige Verfahren hat zu keinem Zeitpunkt den Bürgerinnen und Bürgern ein wirkliches Mitspracherecht eingeräumt; deshalb verlangen wir von der Verwaltung, dass sie bis zum Herbst einen Fragenkatalog in schriftlicher Form mit dem Ziel vorlegt, die wirklichen Bedürfnisse und Wünsche der örtlichen Bevölkerung zu ermitteln“, bekräftigt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Harald Henkel. 

Von vornherein sei in den bisherigen Planungen „eine völlig falsche Reihenfolge“ eingeschlagen worden. Henkel, der auch Vorsitzender des CDU Schildgen/Katterbach ist, präzisiert: „Die Vorplanung, erstellt von ortsfernen Verkehrsexperten, darf so nicht in eine Entwurfsplanung münden, weil dann die gebotene Nahversorgung Schildgens ernsthaft gefährdet wäre.“

Fuß-/Radwege kombinieren

In ihrem Änderungsantrag legt die CDU-Fraktion zur Beschlussfassung zahlreiche Korrekturen vor.

So sei im Bereich der unteren Altenberger-Dom-Straße das in der Verwaltungsvorlage vorgesehene Verbot des Linksabbiegens aus Richtung Odenthal in den Concordiaweg sowie in den Fahner Weg abzulehnen. Henkel: „Durch die Abschaffung des Linksabbiegens müssten die Anwohner dieser beiden Straßen wie auch die der Straße ‚Auf dem Krämersfeld‘ ständige Umwege in Kauf nehmen, um nach Hause zu kommen. Auch die Altenberger-Dom-Straße im Ortszentrum sowie die Voiswinkler Straße würden durch den Umweg-Verkehr weiter belastet. Das kann doch niemand ernsthaft wollen.“

Sodann fordert die CDU-Fraktion im unteren Bereich zwischen der neuen Feuerwache Schildgen und der Kreuzung Leverkusener Str./Voiswinkler Straße rechts- wie linksseitig die Einrichtung von kombinierten Fuß-/Radwegen. Henkel: „Sollten Radlerinnen und Radler ein höheres Tempo bevorzugen, können sie den Straßenverlauf nutzen.“ 

An Schulweg-Sicherung festhalten

Um die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, empfiehlt die CDU-Fraktion in Höhe der Kreishandwerkerkammer und der Post-Filiale die Schaffung von zwei Fußgängerquerungen mit Bepflanzung.

„Auf unser völliges Unverständnis stößt das Vorhaben eines Rückbaus des bestehenden Hochbord-Gehweges an der Kreuzung Altenberger-Dom-Straße/Fahner Weg; dieser sei doch aus Gründen für mehr Schulweg-Sicherheit angelegt worden“, gibt Henkel zu bedenke.

Der Streichung aller vorhandenen 49 Parkplätze im unteren Bereich der Altenberger-Domstraße wird seitens der CDU-Fraktion ebenfalls nicht zugestimmt, „da bei Umsetzung des vorgelegten Entwurfs kein An- und Ablieferverkehr mehr stattfinden kann“.

In einer Schlussbemerkung drückt die CDU-Fraktion ihr Bedauern darüber aus, dass die Idee eines Kreisverkehrs in Höhe der Altenberger Dom-Straße/Schlebuscher Straße in der Verwaltungsvorlage verworfen wird. „Kreisverkehre stärken den Verkehrsfluss, reduzieren die CO2-Immissionen und können zur Verschönerung der Umgebung beitragen“, heißt im Begründungsteil des CDU-Änderungsantrags. 

Hohe Ansprüche erfüllen

Henkel erwartet jetzt, dass die vom Beigeordneten für Stadtentwicklung, Ragnar Migenda, versprochene Bürgerbeteiligung in Schildgen gründlich umgesetzt wird. „Bislang hat es lediglich die öffentliche Präsentation von fertigen Konzepten ortsfremder Planer gegeben. Solche Info-Veranstaltungen als Bürgerbeteiligung zu begreifen, wird dem gebotenen Mitspracherecht in keiner Weise gerecht“, betont der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende.

Die dem AMV vorgelegte Verwaltungsvorlage habe die Überschrift „Aufwertung des öffentlichen Raums im Nahversorgungszentrum Schildgen“. Henkel: „Den hohen Anspruch, der in diesem Titel steckt, gilt es jetzt zu erfüllen.“ 

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