Ein Maibaum und eine Eisenkette, vor allem aber viel Alltagsmüll von Masken bis Trinkbecher, hatten sich in Paffrath angesammelt. In nur drei Stunden füllte das ehrenamtliche Sauberkeits-Team sieben Müllsäcke. Vor allem die Masse an Zigarettenkippen bereitet Sorge.

Kurz vor der großen Hitze war am Samstag in Paffrath einmal mehr eine Müllsammel-Aktion angesagt. In drei Stunden verschwanden die  Wegwerf-Abfälle, die an Straßenrändern,  Grünstreifen, Bushäuschen und Fußwegen mitunter ein schmuddeliges Ortsbild abgeben, in sieben volle Müllsäcke.  

Organisatorin Sabine Baier: „Wohl wegen der Ferienzeit waren diesmal nur sieben Unentwegte am Start; trotzdem hat unsere vergleichsweise kleine Gruppe jede Menge Wegwerf-Müll beseitigen können.“ Der wurde pünktlich von Mitarbeitern des Abfallwirtschaftsbetriebs an der vereinbarten Sammelstelle abgeholt. „Das hat wieder hervorragend geklappt“, freute sich eine dankbare Sabine Baier.

Ausgerüstet mit Müllzangen, Schutzhandschuhen und gelben Sicherheitswesten wurden der Ortskern von Paffrath, die Gegend um das Steinerne Kreuz, die Dellbrücker Straße, die Borngasse und die freien Parkplätze hinter dem Wohnmobil-Stellplatz am Kombi-Bad von den Abfällen befreit.  

Zurück auf dem Hans-Hachenberg-Platz  stellten die Teilnehmer/-innen fest, dass auffallend viele leere Flaschen, Unmengen von Mund- und Nasenschutzmasken, Papiertücher, Trinkbecher, Plastikabfälle, überall Zigarettenkippen und auch einige Fundstücke, darunter eine Radkappe und eine Eisenkette, eingesammelt wurden.

In einem Waldstück lagerte sogar ein vergammelter Maibaum; der soll in den nächsten Tagen zerkleinert und dann beseitig werden. 

Zu viele Zigarettenkippen 

Sorgen bereiten immer wieder die vielen Zigarettenkippen, die vor allem an Parkplätzen und an den Bushaltestellen zu finden sind. Es braucht viel Übung, um mit der Müllzange die Filterreste in die Abfallsäcke zu befördern.

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Auf der Kippe

Unsere Stadt ist voll mit weggeworfenen Kippen. Sie liegen überall. Über die Motive dieser Respekt- und Rücksichtslosigkeit können wir nur spekulieren. Wir können aber klären, wie andere Städte damit umgehen – und Strategien für ein angenehm anderes GL suchen.

Auch leere Trinkpäckchen und Papiertücher sollten mitgenommen und im eigenen Hausmüll oder in einem öffentlichen Müllbehälter entsorgt werden. „Leider halten sich nicht alle Menschen an diese vernünftige Regel“, stellt Sabine Baier bedauernd fest.

Weil sich nach einigen Wochen immer wieder der Wegwerfmüll ansammelt, ist der nächste Paffrather Putztag schon fest im Visier: Ende Oktober/Anfang November soll er stattfinden.

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1 Kommentar

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  1. Ehrenamtliches Müllsammeln supergut und dringend notwendig. Bußgelder gegen Müllsünder dürften bedauerlicherweise fast nie erhoben werden. Warum nur gegen andere „Delikte“ ???
    Warum sind andere Städte sauberer???
    Paffrather Müllmenge mal auf Deutschland hochrechnen