Das praktische Erleben fasziniert die Kinder und begeistert sie für MINT-Themen. Kinder der Grundschule aus Burscheid-Dierath machen Station beim Bergischen Naturmobil. Fotos: Markus Abels

12.000 Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften begeistert, das ist die Bilanz des MINT-Netzwerks im Rheinisch-Bergischen Kreis. Und Anlass für eine Zwischenbilanz sowie für eine große Feier mit allen Partnern. Künftig will sich das Netzwerk neu ausrichten.

Robotern das Sprechen und Fußballspielen beibringen, mit Schaufel, Lupe und Händen den Erdboden untersuchen, den menschlichen Körper kennenlernen, an außerschulischen Lernorten in die Themen Recycling und regenerative Energien einsteigen und die Faszination sowie den Alltagsbezug der Mathematik in einem Schülerlabor erleben. Das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg macht seit zehn Jahren vielfältige spannende Angebote, um Kinder und Jugendliche von der Kita bis zur weiterführenden Schule für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.

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Jetzt feierte das Netzwerk mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Schule, Kita, Hochschule, Institutionen und Verwaltung im Haus Altenberg sein Jubiläum und wagte dabei gleichzeitig einen Blick nach vorn.

In den nächsten Jahren möchte sich das Netzwerk thematisch noch breiter aufstellen und auch neue Partnerinnen und Partner gewinnen, um gemeinsam weitere Angebote zu kreieren. Durch attraktive schulische und außerschulische Angebote soll damit ein noch umfassenderer Blick auf Forschungs- und Arbeitsfelder sowie Studien- und Berufsbilder im MINT-Bereich entlang der gesamten Bildungskette von der Kita bis zum Schulabschluss vermittelt werden.

„MINT eröffnet den Blick für Zusammenhänge und verdeutlicht, was die Welt bewegt. Zudem bietet dieser Bereich hervorragende Zukunftschancen für Fachkräfte“, sagte Landrat Stephan Santelmann bei der Feier. Gleichzeitig dankte er allen Partnerinnen und Partnern im Netzwerk für ihre großartige Arbeit und sprach die Bitte aus, „mit diesem Esprit weiterzumachen“.

Die Partnerinnen und Partner des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg schauten gemeinsam auf zehn erfolgreiche Jahre zurück, blickten in die Zukunft und wollen die vielfältigen Kooperationen weiter ausbauen. Foto: Markus Abels

90 Netzwerkpartner

Anlässlich der Feierstunde des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg zeigten die verschiedenen Partnerinnen und Partner, wie das Thema MINT – das für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht – anschaulich für junge Menschen präsentiert werden kann. Die Netzwerkangebote werden gut angenommen – in den vergangenen zehn Jahren von über 12.000 Kindern und Jugendlichen. Hieran wirkten mehr als 90 Netzwerkpartnerinnen und -partner aus Kita, Schule, Hochschule und Wirtschaft mit.  

Im Haus Altenberg zeigt beispielsweise das MINT-Schülerlabor des Rheinisch-Bergischen Kreises „MathZe“, dass Mathematik einen engen Alltagsbezug hat und viel Spaß machen kann. Das präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule aus Burscheid-Dierath, die mit Wahrscheinlichkeiten jonglierten, auf der Bühne.

Die Kooperation von Schule und Unternehmen im zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg rückte das Projekt „F1 in School“ in den Mittelpunkt. Bei der Konstruktion von Formel-1-Autos im Modellformat für einen Wettbewerb unterstützen die Unternehmen Polytron Kunststofftechnik aus Bergisch Gladbach sowie Klaus Stöcker und Team Metallbearbeitung aus Wermelskirchen.

Die Unternehmen steuerten ihre Expertise aus der Herstellung von Bauteilen und dem 3D-Druck bei und entwickelten mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Lehrer Lösungen, um ein Formel-1-Modellauto für den Wettbewerb F1-in-School zu fertigen.

Vielfalt und enge Vernetzung der Partner

Die große Vielfalt und enge Zusammenarbeit des Netzwerks wurden auch im Rahmen des Podiumsgesprächs der Veranstaltung deutlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kreisverwaltung, Wirtschaft, Handwerk, Schule, Hochschule sowie ein ehemaliger Schüler verdeutlichten ihre Zielsetzungen und Erfahrungen im Netzwerk.

Dabei wurden verschiedene Perspektiven deutlich und ganz besonders stach hervor, dass der Erfolg der Angebote in der engen Vernetzung der verschiedenen Partner begründet liegt. In Zukunft, machten die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner deutlich, solle die Kooperation noch weiter ausgebaut werden, da das praktische Erleben in den vielfältigen Berufsfeldern nicht früh genug beginnen könne.

Moderiert wurde das Gespräch von Schulamtsdirektorin Ursula Resch und Volker Suermann, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die damit sinnbildlich für die Kooperation von Schule und Wirtschaft standen. 

Das Podiumsgespräch: Markus Otto (Kreishandwerkerschaft), Daniel Schiffbauer (Paul-Klee-Gymnasium Overath), Volker Suermann (Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Sophia Tiemann (Amt für Bildung und Integration), Michael Witzel (gicom GmbH), Tobias Naaber (ehemaliger Schüler am Rösrather Freiherr-vom-Stein-Gymnasium), Alexander Brändle (FHDW) und Ursula Resch (Schulamtsdirektorin). Foto: Markus Abels

Breites Angebot präsentiert

An verschiedenen Thementischen lernten die Gästen weitere MINT-Angebote aus der Region kennen. Eine kleine Einführung in das Programmieren und die Robotik gab es mit BeeBots, Calliope Minis und der humanoiden Roboterdame Emmy.

Experimente mit Wasser waren am Themenstand vom Haus der kleinen Forscher zu erleben, die Bundesagentur für Arbeit nahm die Gäste mit VR-Brillen in die virtuelle Welt mit, die Möglichkeiten des 3D-Scans waren hautnah zu erfahren und das Bergische Naturmobil präsentierte sein Angebot für alle Sinne. 

Im Rahmen der Veranstaltung lernten zudem neue Partnerinnen und Partner aus Kita, Schule und von Unternehmen das Netzwerk hautnah kennen.

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RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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